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Fast jeder Mensch ist abhängig von verschiedenen Mitmenschen. Wir alle haben Beziehungen und Gefühle, die uns an Andere binden. Gleichzeitig sind wir aber auch unabhängig: wir können uns frei entscheiden, Beziehungen zu verändern oder unsere Einstellung zu ihnen ändern.

Einem Burn-out vorbeugen heißt: Freiheiten schaffen. Wir müssen dafür aber keinesfalls alle Mitmenschen hinter uns lassen und wie der Marlboro-Man allein durch die Wüste reiten. Viel mehr geht es darum, zu lernen, Grenzen zu ziehen gegenüber den Eltern, dem Partner, Kollegen oder einem Chef. Ein lebenslanger Prozess.

Man könnte sagen: Es ist zwar ein lebenslanger Prozess, aber was soll’s – wir haben ja auch ein ganze Leben Zeit dazu.

Die Abhängigkeiten, die unser Leben am stärksten prägen, sind meist in der Kindheit zu finden. Eine weitestgehend gesunde Kindheit zeigt uns, dass Menschen von Anderen abhängig sind – weil sie mit ihnen zusammenleben, Gefühle für sie haben, etwas von ihnen brauchen und so weiter. Gleichzeitig gibt uns diese weitestgehend gesunde Beziehung zu unseren Eltern auch ein Urvertrauen mit an die Hand, das uns zeigt: wir sind liebenswert und wir werden das Leben so gestalten können, wie es uns gefällt.

Dann sind wir unabhängig in unserer gesunden Abhängigkeit und gesund abhängig in unserer Unabhängigkeit.

Ist die Beziehung jedoch gestört, zum Beispiel dann, wenn die Eltern ihrem Kind Aufgaben bewusst oder unbewusst übertragen, für die es nicht verantwortlich ist und die es auch nicht lösen kann, entwickelt sich das Kind anders. Eine instabile Beziehung zwischen den Eltern zum Beispiel kann dem Kind das Gefühl geben, es sei dafür da, die Beziehung seiner Eltern zu retten und die Eltern glücklich zu machen. Auch aus „Eigennutz“ versucht das Kind dann, diese unlösbare Aufgabe zu bewältigen. Nämlich um sich sicher zu fühlen seiner der Umgebung – als Ersatz für das bedingungslose Urvertrauen, das ihm eigentlich zusteht.

Wem es so als Kind ergeht, der hat oft noch als Erwachsener damit zu kämpfen, zu stark ist der Drang, es anderen Recht zu machen, zu wenig hat man in frühen Jahren gelernt, das Leben für sich selbst zu gestalten. Unterbewusst begleitet die Betroffenen das Gefühl, etwas schlimmes zu tun, wenn sie die Normen der Familie verlassen. Aus einem Schuldgefühl heraus oder der Angst, jemanden zu verletzen, fühlen sie sich nicht berechtigt, ihren eigenen Weg zu gehen. Die Betroffenen können nur schwer Grenzen ziehen und sind damit auch nicht ausreichend unabhängig.

Derartige Gedankenmuster und deren Ursachen fallen oft häufig erst im Rahmen einer Psychotherapie auf, in deren Verlauf die Patienten auch lernen können, sich von den alten Mustern zu lösen, also unabhängiger von ihnen zu werden. So erlangen sie wieder mehr Handlungsfreiheit und sind damit besser vor einem Burn-out geschützt.

Auch spezielle Seminare und Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder Yoga können uns selbstsicherer machen und befreien von Ballast, den wir schon viel zu lange mit uns herumtragen. Wenn wir unsere eigenen Grenzen kennen gelernt haben und sie mehr und mehr achten, fällt uns auch der Umgang leichter – ob mit Familienmitgliedern, dem Partner, Kollegen oder einem Chef.

Burn-out vorbeugen
Burn-out vorbeugen – Meditation und Zeit für Muße
Burn-out vorbeugen – Achtsamkeit
Burn-out vorbeugen – Materielles
Burn-out vorbeugen – Ausreichend Körperkontakt
Burn-out vorbeugen – Die richtige Ernährung
Burn-out vorbeugen – Von Emails, Fernsehern und echten Begegnungen
Burn-out vorbeugen – Medikamente
Burn-out vorbeugen – Über Abhängigkeit und Unabhängigkeit
Burn-out vorbeugen – Scheitern und Krisen

Burn-out
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Burn-out – Verbreitung und Kosten

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Burn-out – Diagnose
Burn-out – Test
Burn-out – Ursachen
Burn-out – Behandlung
Burn-out vorbeugen (Prävention)
Quellen