Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Ich sitze an meinem Schreibtisch, die Nacht drückt auf die Welt und mir manches aufs Gemüt; vieles anderes vor Freude ein tiefes Lächeln ins Gesicht.

Hier ein paar Dinge, die mich in den letzten Wochen und Monaten beschäftigt haben:

myMONK wächst und gedeiht, die Leserzahlen und Newsletter-Abonnenten sind wieder kräftig gestiegen. Und das hab ich euch zu verdanken. Und es bedeutet mir eine Menge von Mengen.

Worte der Anerkennung sind schön und tun gut, aber: die Miete kann man davon aber nicht bezahlen. Deshalb: steh’ zum Wert Deiner Arbeit, indem Du Geld dafür nimmst.

Man kann Geld mit E-Books im Internet verdienen. Auch, wenn sie ein bisschen mehr kosten (einer der skeptischen Kommentatoren meiner Buchankündigung hatte extra beim Bundesamt für Statistik recherchiert und mir mitgeteilt, dass das E-Book 6 Euro nochwas kosten darf, weil das wohl der Durchschnittspreis ist). Ich danke allen, die sich das E-Book schon geholt haben oder vielleicht noch holen werden und bin echt stolz auf die bisherigen Lesermeinungen.

Ist wahrscheinlich trotzdem noch ein ordentliches Stück Weg, bis ich von der Sache hier wirklich dauerhaft gut leben kann (ich weiß vor allem noch nicht, wo sich die Buchverkäufe langfristig einpendeln). Aber der erste große Schritt ist getan, und das fühlt sich guuut an, und ich bin sehr hoffnungsvoll, die allermeiste Zeit.

Es gibt immer ein paar Menschen, oder ein paar mehr, die nur Dein Blut wollen. Deine Zeit, Deine Gedanken, ein großes Stück von Deinem mühsam gebackenen Kuchen (gib mir was, Tim, ich geb Dir dafür auch NICHTS zurück, auch kein „Danke“).

Ich muss noch besser auf mich achten. Das Texte- und Buchschreiben und die ganze Kommunikation, so sehr ich sie meistens genieße, zehren einfach an meinen Kräften. Das ist manchmal echt sehr anstrengend. Zumindest wenn man’s gut machen will, mit Herzblut und allem. Aber so ist es halt. Und es gibt mir ja auch viel. Um nicht drauf zu gehen, muss ich aber meine wöchentliche Zeit für Leser-E-Mails von bis zu 10 Stunden deutlich reduzieren.

Ein bisschen Schreibpause gehört auch dazu. Ihr habt’s ja vermutlich gesehen: zurzeit gibt’s hier nur 1-2x wöchentlich etwas Neues zu lesen. Ich denke, das wird wieder häufiger werden, aber jetzt gerade tut’s mir sehr gut zu sehen, dass ich mal ein wenig die Beine hochlegen oder mich um was anderes kümmern kann, ohne dass irgendwas Schlimmes passiert.

Nicht jede Kritik ist konstruktiv gemeint, und man sollte auch nicht jede so deuten wollen. Es gibt einfach ein paar Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als mit Scheiße um sich zu werfen (statt etwas in ihrem offensichtlich unbefriedigenden eigenen Leben zu ändern).

Mein Vegetariertum läuft immer noch sehr gut, ich bin über den Fleisch-Berg. Sind jetzt über 7 Monate ohne. Zwischendurch gab’s ab und zu ein paar Tage, wo ich für ein Gulasch fast getötet hätte … aber eben nur fast. Ach, nicht mal das, es waren halt Gelüste, die vergingen. Die Tötung eines Tiers war’s mir dann doch nicht wert (weiß nicht sicher, ob die Geschichte stimmt, aber habt ihr von den Securities einer großen deutschen Schweineproduktion gelesen, die nachts zum Spaß wahllos Schweinen Elektroschocks verpasst haben?).

Dennoch habe ich mich versündigt, und es hat mir mehr leid getan als je zuvor: in der Dusche von Freunden, bei denen ich übernachtet habe, saß eine riesige Spinne, und ich fand sie so schrecklich, dass ich sie vorm Duschen nicht wegschaffen konnte, ins Freie, sondern sie weggespült habe, und das ist ein paar Tage her und ich muss immer noch dran denken, die war einfach so riesig und ich hätte es trotzdem anders lösen sollen.

Das Leben kann für Menschen wie für Spinnen plötzlicher vorbei sein als dieser Sa

Deswegen: mehr leben, weniger lesen. Und deswegen: ist auch dieser Text jetzt am Ende.

Achso, eins noch. Sagte ich schon, dass ich aus den Tiefen meines Herzens dankbar dafür bin, dass es euch gibt und ihr mich so unterstützt? Ohne euch würde ich das hier nicht machen … aber ich mach’s ja und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen.

Macht ihr euch auch ne gute Zeit, sie kommt nicht zurück.

Tim

 

P.S.: Teil I der nicht gerade regelmäßigen Reihe findest Du hier.

 

Photo: Roberto Taddeo