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Ich hätte nie gedacht, dass es so weit kommen würde

… doch in der letzten Zeit fragen immer mehr von euch nach, wie’s mir geht und was ich so tue und wie ich vorankomme.

Ich mach’ jetzt endlich alles öffentlich

… ist meine Antwort auf diese Fragen. Denn klar freu’ ich mich riesig über euer Interesse, und klar beantworte ich die gern.

Statt wie sonst um Gott und die Welt geht’s hier also vor allem um mich und mein Leben. Wenn euch das gefällt, gibt es so was vielleicht regelmäßig. Wenn nicht, dann hau’ ich eben alles hier kurz und klein und suche mir neue Freunde!!  😉

Na dann lasst uns mal loslegen.

Aus meiner Liebe zum Fleisch habe ich Gehacktes gemacht

Mitte Februar schrieb ich: Ich will Vegetarier werden (obwohl ich Fleisch liebe). Von eurer Unterstützung bin ich noch immer total überwältigt. So viele Kommentare hier und auf Facebook, so viele Mails. Ihr habt mich damit echt berührt. Und mir sehr geholfen: seit dem Artikel habe ich keinen Bissen Fleisch / Fisch mehr zu mir genommen. Zwar habe ich mir offen gehalten, bis zum Jahresende schrittweise von gefühlten 10 Kilo täglich auf 0 Fleisch zu reduzieren. Aber im Moment sieht es danach aus, als wäre der Fleischverzehr schon jetzt komplett für mich gegessen.

Bis jetzt gelang mir die Entziehung viel leichter als zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören. Bei meiner Entscheidung bekräftigt haben mich einige Filme wie Earthlings, Gabel statt Skalpell, Food, Inc. – Was essen wir wirklich?, Reportagen über „Bio“-Fleisch und das Buch Tiere essen.

Mit den Ersatzprodukten komme ich bis jetzt ganz gut klar. Manches war enttäuschend bis eklig, wie die Tofu-Rouladen. Anderes richtig gut, wie die fleischlosen Gouda-Schnitzel von Valess und auch das Quorn-Zeug. Und wenn ich selbst koche, dann probiere ich entweder neue Rezepte aus oder fülle meine Paprikaschoten eben nicht mehr mit Hack, sondern mit Reis, Feta und Walnüssen.

Nur eine Situation war etwas brenzlig. Ich saß mit einem Geschäftspartner und dem Konsul einer mittelamerikanischen Republik (ich betreibe ja neben myMONK noch andere Websites) beim Italiener und bestellte mir Gorgonzola-Nudeln. Erst als das Essen auf dem Tisch stand, sah ich: die Nudeln sind mit Fleisch gefüllt. War mir schon unangenehm, in dieser Situation, da hätte ich einfach vorher nachfragen müssen. Ich sprach mein Problem am Tisch an und der Konsul hat mir ohne Zögern angeboten, meine fleischigen Nudeln mit seinen fleischlosen zu tauschen (falls Sie das zufällig lesen: danke nochmals, da haben Sie’s mir sehr erleichtert).

Mir ging es bereits wenige Tage nach der Ernährungsumstellung besser. Ich war und bin weniger müde, dafür klarer im Kopf. Vor allem aber viel mehr mit mir im Reinen. Und ja, auch stolz drauf. Appetit auf Fleisch habe ich hin und wieder, aber bis jetzt hat der mich nicht allzu groß tangiert.

Ach so, und auf eure Empfehlung hin trinke ich nun fast täglich einen grünen Smoothie aus frischem Obst und Gemüse und Weizengrasextrakt. Ich werde noch zum richtigen Öko und find’s auch noch gut! Der myMONK-Online-Batik-Kurs (Vertiefung: Braun und Blau) ist schon in Arbeit …

Noch mal kurz zurückgespult

Veränderung ist ein Muskel, das hat sich für mich mal wieder gezeigt. Einige Wochen vor der Umstellung auf vegetarisch habe ich diesen Muskel trainiert mit zwei Veränderungen, die mir etwas leichter fielen:

  • Keine Mails mehr nach 19 Uhr lesen (schaffe ich an 9 von 10 Tagen): vorher war das Checken meiner Mails oft eine meiner letzten Handlungen vorm Einschlafen. Damit ging’s mir nicht gut. Ich brauchte mehr Abstand und Erholung am Abend. Die Mails nicht mehr abzurufen hilft mir dabei spürbar, in diesem Bereich bleibt aber noch einiges für mich zu tun (Kommentare, Facebook, allgemein das Internet …).
  • Keine Nachrichten mehr (schaffe ich praktisch immer): vorher schaute ich bestimmt zehn bis zwanzig mal am Tag nach (am liebsten bei Bild.de), ob ich denn in den nächsten Tagen eher mit einem nuklearen Krieg, einer Seuche, einer Todeshitzewelle oder Todeskältewelle zu rechnen hätte; oder ob irgendein Promi schwanger, dick, dünn, traurig, neu eingekleidet oder nun vollständig durchgeknallt ist. Bin ich produktiver, ohne diese ständigen Ablenkungen mit schrottigem Input? JA!

Durch diese Veränderungen war ich jedenfalls in Schwung, als es an die für mich sehr große Herausforderung ging, Vegetarier zu werden.

Und bei myMONK.de?

Vor kurzem hatte myMONK erstmals 100.000 Besucher (Unique Visitors) in 31 Tagen: wie geil ist das denn! Tendenz gerade etwas abfallend, die Zahlen schwanken schließlich je nach Beliebtheit der einzelnen Artikel, die ich neu veröffentliche. Aber selbst 90.000 Besucher im Monat, bei denen es sich jetzt scheinbar einpendelt: wie geil ist das denn!

Ansonsten: bei Facebook die 15.000-Freunde-Marke geknackt. Und knapp 9.500 Newsletter-Abonnenten sind es.

Neben der erfreulichen Entwicklung der Zahlen ist in der letzten Zeit folgendes passiert:

  • Vor zwei oder drei Monaten fragte der Bayrische Rundfunk an, ob ich mich vor einer Kamera zu Minimalismus äußern möchte. Und ich habe abgesagt. Erstens, weil mir das Medium Fernsehen von allen das suspekteste ist. Irgendwie befürchte ich, dass die meinen Senf dann unvorteilhaft zusammenschneiden. Zweitens sehe ich mich nur recht eingeschränkt als klassischen Minimalisten.
  • Einer der großen Publikumsverlage ist auf mich zugekommen. Eine sehr nette Lektorin (ich habe sie persönlich kennen lernen dürfen) ist auf myMONK gestoßen und kann sich gut vorstellen, ein Buch mit mir zu machen. Sie bat mich um ein Konzept für das Buch. Ich hab ihr eins geschickt. Sie fand es nicht kreativ genug. Ich weiß, was sie meint, da hätte ich schon etwas mehr Hirnschmalz reinstecken können. Naja. Erst war ich enttäuscht, dass das erste Konzept nicht gepasst hat. Inzwischen bin ich sogar froh darüber: das Buch hätte mich über Monate beschäftigt und mir Zeit geraubt für Dinge, die mir aktuell wichtiger sind: die Seite wachsen zu lassen und herauszufinden, wie ich auch wirtschaftlich Spaß damit haben kann. Davon abgesehen fände ich es schon toll, irgendwann ein Buch von mir im Ladenregal stehen zu sehen.
  • Prof. Erhard Meyer-Galow, Ex-Vorstandschef der einst Milliarden an Umsatz machenden Stinnes AG, Bundesverdienstkreuzträger und Autor, hat mich in zwei seiner – sehr empfehlenswerten – Vorträge erwähnt, was mich sehr ehrt. Der eine handelt von Management im Goldenen Wind und ist auf Englisch, der andere von innerem Wachstum und ist auf Deutsch.
  • Last but so was von not least haben mir in den letzten Monaten so viele Leute so viele tolle Mails geschickt und Kommentare geschrieben, dass ich’s kaum glauben kann. DAAAANKEEEE!!

Doch noch was gelernt

Ich bin ziemlich ungeduldig. Ich denke schnell: verdammt, geht hier gaaar nichts voran oder was.

Aber jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, wird mir viel klarer: es ist eine Menge passiert in der letzten Zeit, eine Menge Gutes.

Vielleicht hilft es euch auch, eure Fortschritte – ob im Innen oder im Außen – in den letzten Monaten niederzuschreiben.

Auf jeden Fall möchte ich gern von euch wissen:

Wollt ihr ab und an Neues direkt aus meinem Leben hören oder ist euch das zu viel Tim? Wenn ja: was wollt ihr wissen (und was um Himmels Willen lieber nicht)?

 

Anmerkung: „Ich mach jetzt endlich alles öffentlich“ ist eine Passage aus Element of Crimes Lied „Delmenhorst“, Photo: Hartwig HKD