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Es gibt eine schöne kleine Geschichte über einen Jungen, der viel zu viel Zucker isst und sich Nutella-Gläser in die Mikrowelle stellt und das Nutella schmilzt, damit er sie direkt trinken kann (so ein kleines 250-Gramm-Glas Nutella hat übrigens 1367 Kalorien).

Die Mutter macht sich große Sorgen um ihn, und bevor er so dick ist, dass er nicht mehr laufen kann, nimmt sie ihn an die Hand und geht mit ihn zu einem Zen Meister.

Mutter und Sohn warten einige Stunden, bis sie endlich an der Reihe sind.

Dann erzählt die Mutter dem Meister von dem Problem, dass ihr Kind zu viel Zucker ist. Was soll sie nur tun?

Der Zen-Meister sagt: „Kommt in 2 Wochen wieder und stell mir dieselbe Frage noch mal.“

Die Mutter ist ein bisschen überrascht, aber okay. Nach zwei Wochen kehrt sie zurück und wiederholt ihre Frage.

Und der Zen-Meister schaut den Jungen an und sagt: „Junge, iss weniger Zucker.“

Die Mutter bedankt sich und fragt: „Aber warum sollten wir weggehen und zwei Wochen später wiederkommen?“

Weil“, antwortet der Meister, „ich zuerst selbst aufhören musste, Zucker zu essen.“

Der Meister wollte erst hinter seinen Worten stehen können, bevor er sie ausspricht.

Er wollte authentisch sein … und ist mit seinem Handeln hundertmal inspirierender als mit reinen Worten.

Diogenes und Alexander der Große

Es gibt natürlich viele solcher Beispiele. Da wäre zum Beispiel Diogenes, der antike griechische Philosoph.

Diogenes hat nicht nur gepredigt, dass man sich mit wenig zufriedengeben sollte, sondern auch freiwillig in Armut gelebt. Er hatte keinen festen Wohnsitz, hat jede Nacht an einer anderen öffentlichen Stelle geschlafen, zum Beispiel unter einem Säulengang, der Legende nach manchmal sogar in einem großen Vorratsfass.

Sein Besitz lässt sich schnell aufzählen: Ein einfacher Wollmantel, ein Rucksack mit Proviant und ein paar Utensilien sowie ein Stock.

Er hatte auch mal einen Trinkbecher und eine Ess-Schüssel. Die soll er jedoch weggeworfen haben, nachdem er gesehen hat, wie Kinder aus den Händen getrunken haben und Linsenbrei in einem ausgehöhlten Brot aufbewahrt haben.

Eines Tages, als Alexander der Große beschlossen hatte, einen Kriegszug gegen die Perser zu unternehmen, haben diesen viele Staatsmänner und auch viele Philosophen aufgesucht und Glück gewünscht und sich vielleicht auch ein bisschen eingeschleimt.

Alexander war etwas verwirrt, dass Diogenes, von dem er wusste, dass er in der Nähe lebte, nicht zu ihm kam. Also ist er selbst aufgebrochen und hat den Philosophen gesucht.

Diogenes lag gerade in der Sonne, als Alexander und seine Gefolgschaft auf ihn zukamen. Da hat er sich gereckt und Alexander starr angeschaut und dieser hat ihn sehr nett gegrüßt und ihn gefragt: „Diogenes, womit kann ich Dir helfen? Nenn mir eine Sache, ich kann Dir jeden Wunsch erfüllen!“

Und Diogenes, der sich wohl alles hätte wünschen können, antwortete:

„Geh mir nur aus der Sonne.“

Das hat Alexander echt getroffen, aber vor allem war er äußerst beeindruckt vom Stolz und der Größe dieses Mannes.

Diogenes hat seine Philosophie zu 100% gelebt, hat sich nie bestechen lassen, ist niemandem in den Arsch gekrochen, hat sich und seine Einstellung für nichts auf der Welt verkauft.

Es sind nicht die Worte, mit denen wir andere Menschen beeinflussen können. Es sind unsere Taten.

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Photo (oben): Stock Photos von Ollyy/ Shutterstock