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Das Immunsystem hängt sowohl mit Organen als auch der Psyche zusammen, wie das relativ neue Forschungsgebiet der Psychoneuroimmunologie zeigt. Im Burn-out kann es zu Störungen es Immunsystems kommen.

Aufgaben des Immunsystems

Zu den wichtigsten Aufgaben des Immunsystems zählen:

  • Beteiligung an psychischen Abläufen
  • Beteiligung an der Kommunikation einzelner Teile des Organismus
  • Verhinderung des Eindringens schädlicher Keime in den Körper
  • Zerstören von einmal eingedrungenen schädlichen Keimen
  • Unterscheidung von Fremdem und Eigenem: wichtige Nährstoffe und Keime nutzen, schädliche Substanzen und Lebewesen beseitigen
  • Abnorme Zellen (wie beim Krebs) erkennen und zerstören

Immunsystem im Stress

Warum erleiden wir mehr Infekte, wenn wir gestresst sind? Und warum wird man manchmal ausgerechnet erst im Urlaub so richtig krank?

Im Stress steigt der Cortisolspiegel. Die Abwehrkräfte im Mund-Nasen-Rachen-Raum werden herabgesetzt. So wird beispielsweise weniger Immunglobulin A im Speichel produziert, das vor schädlichen Keimen warnen soll. Auch andere Immunzellen und Faktoren des Abwehrsystems werden durch das Cortisol ausgebremst. Keime können dann schneller unerkannt in den Organismus eindringen. Der Körper reagiert auf diese zunächst gar nicht, daher fühlt man sich in diesem Stadium weder krank, noch sieht man krank aus.

Am Wochenende oder im Urlaub entspannen wir uns, Cortisol wird abgebaut, die Immunabwehr nimmt wieder Fahrt auf und bemerkt die Keime, die bereits in den Organismus eingefallen sind. Sie werden zerstört, die Betroffenen fühlen sich nun Krank, die Abwehrreaktion führt zu Schnupfen, Husten oder Fieber.

Wer allerdings immerzu gestresst ist und auch am Wochenende nicht zur Ruhe kommt (oder gar keines hat) – so der Fall in einer Burn-Down-Spirale – sorgt dafür, dass sich der Körper vor der Wirkung des Cortisols schützt, indem er die sensibel auf das Hormon reagierenden Gene abschaltet. Trotz hohem Cortisolspiegels werden die Abwehrreaktionen dann nicht mehr abgebremst. Infektionen treten wieder häufiger auf.

Burn-out-Patienten haben dennoch oft niedrigere Immunglobulin-A-Werte im Speichel. Der Abwehrstoff reagiert schließlich sehr empfindlich auf Emotionen. Negative Gedanken und Gefühle senken den Immunglobulin-A-Spiegel, ständige Infekte können die Folge sein. Ist das Cortisol dann irgendwann erschöpft, arbeitet das Immunsystem ungebremst, dreht also beispielsweise die Körpertemperatur deutlich auf – starkes Fieber entsteht.

Burn-out und Stress wirken neben dem Immunglobulin A noch auf viele weitere Teile des Immunsystems ein.

Ist das Immunsystem aufgrund der Cortisol-Menge derart durcheinandergeraten, können Allergien, Autoimmunerkrankungen und Krebs auftreten, wenn gute und schlechte, eigene und fremde Substanzen nicht mehr ausreichend unterschieden werden.

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Quellen