
So viele Menschen sind unerfüllt, hetzen sich jahrelang in Jobs ab, die sie sinnlos und öde erleben. Am Ende blicken sie traurig und mit Reue auf die wenigen, so kostbaren Jahre zurück, die uns allen nur zur Verfügung stehen.
Wer seine Berufung, seinen Weg kennt, dem mangelt es nie lange an Kraft und Mut, der fühlt sich sicher, geführt, verbunden und energievoll. Auf dem eigenen Weg zeigt sich in jedem Tal auch der nächste Gipfel, an dem der Ausblick friedlich, liebevoll und stärkend ist.
Lass mich Dir eine Frage stellen:
Warum stehst Du morgens auf?
A) Weil Dein Herz aufgeregt und fröhlich klopft, wenn Du daran denkst, was an diesem neuen Tag Erfüllendes, Erfreuendes für Dich bereitliegt.
B) Weil der Wecker klingelt. Weil Du aufstehen musst .
Wenn Du mit „A“ antwortest, dann lebst und liebst Du das Leben, zu dem Du berufen bist.
Wenn Deine Antwort „B“ lautet, fühlst Du Dich vermutlich leer, übermäßig gestresst oder oft gelangweilt. Dann ist heute der Tag gekommen, an dem Du Deine Berufung, Deine Mission, Deine Lebensaufgabe finden kannst.
Nimm Dir 30 Minuten Zeit dafür, mehr brauchst Du nicht, um etwas zu entdecken, dass Dein Leben verändern wird. Die Übung stammt von Steve Pavlina.
Diese Antwort, die dich zum Weinen bringt, ist die richtige. Sie kommt aus Deinem Herzen, nicht aus dem Verstand, der seit den eigenen Kindertagen mit den Anforderungen und Glaubenssätzen anderer, von den Eltern, Lehrern, Bekannten, der Gesellschaft zugeschüttet wurde.
In dem Moment, in dem wir die ersten Antworten aufschreiben, und dann noch weitere, lassen wir den Verstand und die fremden Gedanken gehen, Stück für Stück. Bis unser Geist leer ist von den vielen Vorstellungen „sicherer“, „realistischer“ Jobs, Aufgaben und Anforderungen.
Wenn der Geist leer ist, kannst Du Dein Herz sprechen hören.
Das, was es sagt, wird Deine Leidenschaften und Deine Stärken in sich tragen.
Die Antwort kann sich im Laufe der Lebens ändern, Du bist frei, Dich jederzeit neu zu orientieren, die Reise des erfüllenden Lebens führt nicht durch eine Einbahnstraße.
Gib Dir diese 30 Minuten, Du hast sie Dir verdient.
Photo: Katharina 2353
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Spannend. Sag mal, was denkst du über das Thema Lebensaufgabe und Anthropologie? Vielleicht hole ich mal ein wenig aus:
Vor Hunderten von Jahren, vielleicht sogar vor Tausenden hatten Menschen recht klare Vorstellungen davon, was sie tun mussten, um zu überleben. Dabei wurde relativ wenig Zeit für “Selbstverwirklichung” und Kunst aufgewandt, aber deutlich mehr Zeit für Nahrungsbeschaffung (also “Arbeit”) und Selbsterhaltung.
Speziell in den letzten Jahren beobachtet man immer mehr den Trend, dass alle Menschen eingeteilt werden in entweder jene, die unglücklich im Hamsterrad laufen und jene, die sich selbst befreit haben und eine Lebensaufgabe sehen.
Ist die Lebensaufgabe – eben anthropologisch gesehen – eine Erscheinung ihrer Zeit/Kultur und damit tut mir etwas anderes gut als dem Menschen vor Jahrhunderten oder dem Urvolk im Regenwald? Oder gibt es so etwas wie eine universelle Lebensaufgabe die jeder Mensch haben sollte, die sich dann vielleicht als “sozial sein”, “die Art erhalten”, “Kunst schaffen” äußert?
Es widerstrebt mir ein wenig, mich in dieser (Opfer-)Rolle als armen Angestellten zu sehen, der eine Lebensaufgabe braucht und ohne diese ziellos umherirrt (überspitzt dargestellt). Wieso ist die Aufgabe, die mein Herz mir stellt wertvoller (oder richtiger) als jene, die mein Verstand mir stellt? Angenommen mein Herz sagt mir, lebe in einer einsamen Höhle, mein Verstand aber sagt mir, sorg dafür, dass deine Kinder groß werden.
Um ehrlich zu sein sehe ich für mich die Herausforderung darin, nicht das zu suchen, womit ich zufrieden und glücklich sein kann (also eine Lebensaufgabe, die sich womöglich alle paar Jahre ändert oder – Gott bewahre! – die ich einmal fertigstelle), sondern mit dem zufrieden und glücklich zu sein, was ich habe.
Hi Stephan,
vielen Dank für Deinen interessanten Kommentar, das freut mich ehrlich gesagt sehr, dass Du immer mal wieder auf myMONK vorbeischaust, auch wenn sich unsere Ansichten hier und da unterscheiden mögen.
Es ist aus meiner Sicht beides: mit dem zufrieden zu sein, was man hat, und das zu suchen, was einen selbst (und andere) zufrieden und glücklich hält oder ggfs. macht.
Für etliche Menschen mag das Leben als Angestellter perfekt passen, wen ich zu erreichen und bestärken versuche sind jene, die schon lange Zeit unzufrieden damit sind, wie sie die Hälfte ihrer Wachzeit verbringen.
Meiner Erfahrung sind die “Aussagen des Herzens” weniger durchdrungen von dem, was wir uns seit Kindertagen anhören und sehen müssen, wie ein ordentliches, vernünftiges Leben auszuschauen hat, welche Träume unsinnig sind, welche Vorhaben größenwahnsinnig, wozu wir ungeeignet, untalentiert zu doof, zu klein, zu groß, zu schmächtig, zu dick sein sollen.
Doch auch dann ist meine Message nicht: schmeiß alles hin, ab in die Höhle / Wüste / den Weltraum, wenn das Dein Herz erfreut. Aber: schau, was es ist, das Dich wirklich erfüllt – und dann steuere drauf zu. Wenn es anders nicht machbar ist (wegen der eigenen Kinder o.ä.), ist es doch auch schon eine Riesenbereicherung für das eigene Leben und häufig auch für die Welt, wenn man ein paar Stunden in der Woche für den eigenen Traum investiert.
LG
Tim
Hi Tim,
danke für deine Antwort (und die großartige Webseite). Wäre ja total langweilig, wenn eine Seite wie die deine keine kontroversen Kommentare bekommen würde, sondern alle nur schreiben würden “Danke für den tollen Beitrag”.
Wo bliebe denn da der Stimulus?
Wie denkst du denn über das Thema Lebenssinn im Wandel der Zeiten? Glaubst du, dass sich hier fundamental etwas gegenüber früher verändert hat, da wir in einer arbeitsteiligen, hochindustrialisierten Gesellschaft leben? Oder glaubst du dass menschliche Bedürfnisse so tief in uns verankert liegen, dass sie vor 5000 Jahren genauso wie heute auch sind?
Hey Stephan,
dann konnte ich Dir ja doch noch ein Kompliment herauskitzeln
) – nein, quatsch, herzlichen Dank für Dein Lob, freut mich natürlich sehr!
Ich glaube, dass sich die Frage Lebenssinn erst dann stellt, wenn die Grundbedürfnisse gestillt sind. Auch wenn die Maslow’sche Bedürfnispyramide in weiten Teilen nie empirisch bewiesen werden konnte, macht das schon Sinn: wenn ich Hunger hab’ oder friere, dann ist mir die Selbstverwirklichung erstmal völlig Bockwurst. (Wobei, Bockwurst passt hier nicht so gut, bei Hunger ist diese ja alles andere als egal.) Ähnliche Bedürfnisse hatten die Menschen nach meiner Vermutung schon vor 5000 Jahren, die meisten waren nur zu sehr mit anderen (wichtigeren / dringlicheren) Problemen beschäftigt, um sich über Kunst, Schöpfung und Lifestyle-Design Gedanken machen zu können.
Heute leben wir jedoch in einer sowas von anderen, hierzulande reicheren Welt. Das Internet ermöglicht Start-Ups mit 100€ Anfangs-Investition, einer Menge Leidenschaft und ausreichend Zeit. Und selbst wenn’s schiefgeht, wird keiner verhungern müssen. Die Chancen und Möglichkeiten sind in dieser Zeit einfach unheimlich gigantisch. Erst diese Umstände sind es, die es aus meiner Sicht so schade machen, wenn wir über Jahre einem Vollzeitjob nachgehen, der uns ankotzt, während die Welt uns offen liegt.
Sehr schöne Worte… dankeschön!
Stück für Stück entdecke auch ich, dass meine Suche noch ganz andere Wege nehmen wird und ich freue mich jeden Tag mehr darauf. Dank Dir für die Bestätigung, was ich schon lange fühle…
Hey Aline, ich danke Dir!
Willkommen auf myMONK, würde mich freuen, noch mehr von Dir zu erfahren. LG Tim
Wenn es mich glücklich macht,für meine Kinder zu ackern,dann habe ICH aus Meiner Sicht schon ein ganzes Stück Lebensaufgabe gefunden
))
Hätte gern den Test gemacht,wie finde ich meine Lebensaufgabe in 30 Min…Leider komme ich mit dem engl.Link nicht weiter…bin aus Südtirol und zu meiner Zeit hatten wir noch kein Englisch in der Schule,leider
Gibt es diesen zufällig auch in Deutsch?
Lg Angelika
Hey Angelika, keine Sorge – die Übung auf myMONK entstammt diesem englischen Text, ist also dasselbe! LG Tim
Hi Tim,
tolle Übung, hat mich damals auch meiner Berufung wieder einen Schritt näher gebracht. War wohl ein harter Brocken und brauchte 4 Jahre, um meinen Ruf zu kapieren.
Bin über Heike Holz auf Deinen Blog aufmerksam geworden und stöbere dort sehr interessiert.
Ich danke jedem Menschen, der anderen zu ihrer Berufung hilft. Ich mache das auch mit steigender Begeisterung.
Hi David, danke für Deine Zeit, die Du auf myMONK verbringst, das weiß ich zu schätzen! Ob es vier oder vierzig Jahre dauert, finde ich gar nicht so entscheidend, Hauptsache man löst das Rätsel (für sich selbst) überhaupt.
ich dachte immer meine lebensaufgabe zu kennen. doch in der letzten zeit scheint mein leben, und alles was zu meiner lebensaufgabe gehörte wie ein kartenhaus zusammenzubrechen. gesundheitliche probleme, daraus entstanden finanzielle sorgen, lassen mich morgens wirklich nur noch ungerne mein bett verlassen. es wird zeit mich neu zu orientieren. ich war eigentlich immer voller tatendrang, und wenn eine sache nicht so lief, musste halt was neues her. aber zur zeit will es mir einfach nicht gelingen. ich bin froh, das es my monk gibt, und ich hier viel lesen kann. das gibt mir immer wieder neue kraft! danke
Hallo Unbekannt/er,
vielen Dank für Dein Lob! Ich wünsche Dir alle Zeit und Kraft, die Du braucht, um Dich neu zu orientieren und wieder so zu leben, dass Du morgens freudig aus Deinem Bett springst
.
Liebe Grüße
Tim
Hallo Stephan!
Ich habe Deine Übung eben gemacht und leider bin ich meiner Lebensaufgabe nicht näher gekommen. Es wollte einfach nichts aus mir heraussprudeln. Schon so lange denke ich darüber nach, was ich gern machen würde aber irgendwie finde ich nicht den wirklichen Zugang zu meiner (Lebens)Leidenschaft.
Deine Seite interessiert mich sehr. Mein Interesse für Selbstverwirklichung, zwischenmenschliche Beziehungen, Spiritualität existiert intensiv seit 3 Jahren. Ich habe immer gedacht, dass meine Lebensaufgabe in diesem Bereich liegen könnte. Verfolge auch sehr langsam diese Idee und informiere mich zurzeit über verschiedene Möglichkeiten der Ausbildungen in diesem Bereich (z.B. psychologischer Berater, Heilpraktiker für Psychotherapie). Allerdings ist beim Ausführen Deiner o. g. Übung nichts von dem auf meinem Papier gelandet. Schon seltsam…
Ich werde weiterhin auf Deiner Seite Gast sein und bin gespannt, was da noch so kommen mag.
Einen lieben Gruß an Dich aus Hamburg
Gaby
Hi Gaby, danke für Deinen netten Kommentar, freut mich, dass Du die Übung ausprobiert hast (sie stammt ursprünglich von Steve Pavlina).
Ich glaube, dass sowas wie Heilpraktiker oder psychologischer Berater eher das Medium sind, als die Lebensaufgabe selbst. Die Lebensaufgabe eines Menschen könnte so zum Beispiel sein: “ich will mich tief mit Menschen verbinden und ihnen dabei helfen, zu heilen” – und der Beruf wie z.B. Heilpraktiker dann eben eine mögliche Art, diese Lebensaufgabe umzusetzen.
Vielleicht hilft Dir das ein bisschen weiter?
LG nach Hamburg
Tim
Hallo Tim!
Danke für Deine Antwort. Dein Gedanke hilft mir weiter.
Ich hatte vor kurzem zu einer Freundin gesagt, dass meine Idee wäre, Menschen mit sehr geringem Einkommen oder auch gar keinem Einkommen eine Möglichkeit bieten zu wollen, psychologischen Rat in Anspruch nehmen zu können, ohne die Stunde 75 – 120 Euro zahlen zu müssen. Ich denke, ich werde diese Geschichte weiter verfolgen.
Dein heutiger letzter Beitrag ist sehr interessant. Ich werde den daheim noch einmal in Ruhe lesen.
Hab einen schönen Abend!
Hi Gaby,
das klingt nach einer sehr interessanten Aufgabe. Bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt und würde mich sehr freuen, hier und da mal ein “Update” von Dir zu kriegen!
LG
Tim
Hallo Tim,
dank fuer diese Möglichkeit die Lebensaufgabe zu finden. Sie brodelt schon lange in mir und hat sich auch bei diesem Test wieder klar heraus gestellt.
Nun werde ich wirklich einfach den Sprung wagen vor dem ich mich bisher gescheut habe. Meine bisherige Arbeit aufgeben, denn sie kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen. Ich war als Verkaufstrainerin unterwegs. Und jede andere Arbeit in dem Unternehmen wäre eine Lüge mir selbst gegenüber.
Ich brauche weiter den Kontakt mit Menschen. Bekomme von allen Seiten gesagt, dass ich wunderbar auf sie eingehen und mit ihnen nach Lösungen suchen kann. Habe auch dazu die entsprechende Ausbildung (psychologische Grundlagen und Systemisches Coaching).
Brauche um mit meinem Handicap gut leben zu können bestimmte Freiheiten, die mir die selbst bestimmte Arbeit auch geben kann.
Nun werde ich bei dir und vor allem in mir weiter herum stöbern um noch weitere interessante Aspekte zu finden.
Vorerst vielen Dank und mach einfach weiter so.
Ina
Hi Ina,
sehr schön, dass Dich die Übung bestärkt hat!
Inzwischen sind ja sechs Wochen vergangen, wie geht’s Dir denn jetzt? Und: gibt’s schon etwas Neues …. bist Du schon gesprungen?
Liebe Grüße
Tim
Hallo Tim,
vielen Dank für die 30-Minuten Übung!!!!
Wahnsinn, das hat echt funktioniert und das obwohl ich schon seit langen nach meiner “Bestimmung” suche.
Es hat jetzt gerade mal 20 oder 25 Minuten gedauert (ich habe nicht auf die Uhr geschaut), und zwischendurch habe ich schon gedacht: “wann passiert denn nun hier mal was, das was ich so aufschreibe, kenn ich doch alles schon!”
Und dann war es so weit, ich schrieb und schrieb, das ging fast wie von alleine und genau wie du gesagt hast, mir kamen die Tränen und ich wusste:” ja genau, das isses”.
Fühlt sich einfach gut an!
Danke Dir
Ludwig
Hi Ludwig,
vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht – hab ihn leider jetzt erst gelesen, sonst hätte ich Dir schon eher geantwortet.
Freut mich sehr, dass die Übung etwas für Dich war und Dich weitergebracht hat!
Liebe Grüße
Tim
meine Lebensaufgabe steht klip und klar (von Tag zu Tag):
nicht NUR verzweifelt sich als Heilpraktikerin sebstständig machen etc etc…Das ist erst die nachfolgende Wirkung von der Hauptaufgabe, wenn sie erfüllt ist.
Meine Aufgabe ist es zB alle Fäden auf der Vergangenheit;Familienmuster etc abzu schneiden…Ohne es abzulehnen zu “entschärfen” und das was mir jeden Tag meinen “Saft” nimmt , unwichtiger zu machen. Meine eigentlich vorhandenen Stärken, Talente zu stärken…Persönlich zu wachsen.
Ohne diese vervollständigte Hauptaufgabe gibt es auch keine Berufung. Die Berufung folgt erst dann, wenn ich diese Aufgabe erfüllt habe…
Weisste wie schwer es ist manche Muster loszuwerden? Das Ärgert mich manchmal, aber selbst das Ärgern hilft nix wenn man es nie umsetzt…:)
Das ist meine Aufgabe…Und ich denke nicht nur die Meine…;)
Hi Öznur,
ja, das kann ich unterschreiben – die eigene Weiterentwicklung und Potenzialentfaltung geht Hand in Hand mit der Berufung.
Hab ja auch so meine Muster und hatte vor allem in der Vergangenheit einige, die mich massiv gehindert haben. Einen sicheren Weg, sich von ihnen zu lösen, kenne ich leider auch nicht. Manchmal sind es neue Glaubenssätze, manchmal Disziplin und neue Gewohnheiten, manchmal Techniken wie die von Byron Katie (siehe http://mymonk.de/die-seele-von-schmerz-befreien-mit-4-einfachen-fragen-interview-mit-christina-syndikus/) … oder, indem man sich Hilfe holt – ein Coaching oder eine Psychotherapie.
LG Tim
Vielen Dank !
Meine Lebensaufgabe ist es, dass ich keine Ahnung habe welche es ist. Wie soll ich das auch wissen? Gibt es überhaupt eine Aufgabe für mich? Ich meine ja nur, dass die Gesellschaft mit ihren Berufen eine künstlich geschaffene Wirklichkeit ist und ich als Lebewesen dort gar keine Aufgabe haben kann. Welche Lebensaufgabe hat den ein Vogel oder ein Bär oder ein Tiger? Bei denen geht es doch auch nur darum, zu überleben und eines Tages zu sterben. Mir nun aus der gesellschaftlichen Kette an Berufen, welche immer wieder neu entstehen und verschwinden, eine Lebensaufgabe rauszusuchen wäre doch nur eine Illusion, da meine einzigste Lebensaufgabe ist, zu leben, mich zu ernähren und zu sterben. Nun kann ich mir eine Lebensaufgabe raussuchen, einen Beruf, aber das ist doch nicht wirklich meins, meine Lebensaufgabe, meine Bestimmung. Ich denke meine Lebensaufgabe besteht nur darin dieses Leben zu leben, bis zur nächsten Wiedergeburt und in diesen Leben dafür zu sorgen möglichst wenig, bis gar kein, Karma aufzubauen. Eine wirkliche Lebensaufgabe sehe ich in den Berufen die angeboten werden nicht, eher nur ein Mittel zum Zweck, um zu überleben und weiterhin Meditation zu praktizieren, somit mich und das allgemeine Dasein der Dinge zu verstehen.
LG Marcel L.
Hi Marcel,
eine Lebensaufgabe hat nichts mit dem Job zu tun, oder längst nicht immer und nicht alles.
Ein Beruf kann ein Vehikel für die Lebensaufgabe sein – eines, indem Du “gutes Karma” sammelst und damit Deiner Definition der Lebensaufgabe zuträglich bist. Der Beruf selbst kann aber natürlich auch Dir und anderen schaden und Dir dabei im Weg stehen, die Dinge zu verstehen.
Glaube ich zumindest.
LG
Tim
Ich wundere mich immer wieder, wieviele Menschen den Wunsch in sich tragen, helfen zu wollen. Sei es Tier oder Mensch. Dann schaue ich mich um und entdecke nahezu ausschliesslich Menschen, die nichts anderes im Sinn haben, als sich einen Vorteil anderen gegenüber zu verschaffen und ihre Interessen durchzusetzen, gerne auch auf Kosten anderer. So und nun frage ich Dich…wie passt das zusammen ?
Ist das nicht alles sehr scheinheilig und der Wunsch, sein eigenes Gewissen zu beruhigen ?
Hi Manuela, ich denke ich weiß, was Du meinst. Vielleicht sind da einfach sehr viele von uns hin- und hergerissen zwischen Angst und Liebe, helfen wollen und nur die eigene Haut retten wollen und so weiter?
EINFACH WUNDERBAR !!!!!
Dankeschön, Daniella!