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Manchmal spült das Leben Dinge an, die so groß und so dunkel sind wie ein Ölteppich auf dem Meer, nachdem ein Tanker untergangen ist, und dann wünschen wir uns, dass wir es wären, die untergegangen sind, statt nun mit diesem Elend leben zu müssen, mit diesem Schwarz, soweit wir schauen können, mit diesem Schmerz, der an uns klebt.

Und manchmal spült das Leben das davon, was wir sicher zu haben glaubten, nimmt es uns so endgültig und so plötzlich, als wär’s die ganze Zeit nur in den Sand geschrieben gewesen.

Hier 40 Zitate, die uns in solchen harten Zeiten retten können, zumindest ein kleines bisschen.

Es gehört dazu:

Alles Geschaffene ist vergänglich.
– Buddha

 

Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid.
– Leonardo da Vinci

 

Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Schmerz, dann wähle ich den Schmerz.
– William Faulkner

 

Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziel kommt.
– Johann Wolfgang von Goethe

 

Man muss erst einige Male sterben, um wirklich leben zu können.
– Charles Bukowski

 

Traurigsein ist wohl etwas Natürliches.
Es ist ein Atemholen zur Freude,
ein Vorbereiten der Seele dazu.
– Paula Modersohn-Becker

Es gibt Hoffnung:

In drei Worten kann ich alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt: Es geht weiter.
– Robert Frost.

 

Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.
– André Gide

 

Enttäuschungen sind nur Haltestellen in unserem Leben. Sie geben uns Gelegenheit zum Umsteigen, wenn wir in die falsche Richtung fahren.
– Unbekannt

 

Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
– Oscar Wilde

 

Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages.
– Demokrit

 

Wenn alles gegen dich zu sein scheint, dann erinnere dich, dass ein Flugzeug nur gegen den Wind abhebt und nicht mit dem Wind.
– Henry Ford

 

Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl, der in eine trauriges Herz dringt. Öffne es weit und lass sie hinein.
– Christian Friedrich Hebbel

 

Alle Finsternis der ganzen Welt ist nicht imstande, das Licht auch nur einer einzigen Kerze auszulöschen.
– Huy de Larigaudi

 

Manchmal steigt man morgens aus dem Bett und denkt sich, dass man es nicht schaffen wird, aber innerlich lacht man darüber und erinnert sich an die vielen Male, die man das schon gedacht hat.
– Charles Bukowski

 

Liebeskummer ist wie die Masern eine Krankheit: Sie fällt jeden an, früher oder später, aber kaum einer stirbt daran.
– Jurij Brezan

 

Besser eine verlorene Liebe, als nie geliebt zu werden.
– Lord Alfred Tennyson

 

Das Beste an der Zukunft ist, dass niemals zwei Tage auf einmal kommen.
– Dean Acheson

 

Für einen Vater, dessen Kind stirbt, stirbt die Zukunft. Für ein Kind, dessen Eltern sterben, stirbt die Vergangenheit.
– Berthold Auerbach

 

Wenn es die Eltern sind, die zurückbleiben, gibt dieses Zitat natürlich wenig Grund zu Hoffnung, aber auch dann gilt vielleicht zumindest:

 

Wenn ihr mich sucht, sucht in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, lebe ich in euch weiter.
– Rainer Maria Rilke

Es hat Sinn (wenn wir ihm Sinn geben):

Wir verlangen, das Leben müsse Sinn haben – aber es hat nur genau so viel Sinn, wie wir ihm zu geben imstande sind.
– Hermann Hesse

 

Die Schwester des Glücks ist das Leid. Wer es verleugnet, verdrängt oder betäubt, der betäubt auch sein Glück. Nur wer lernt, Leid zu besiegen, macht sich wirklich frei von negativen Gefühlen – findet dauerhaft zu innerer Zufriedenheit.
– Dalai Lama

 

Die Verzweiflung schickt uns Gott nicht, um uns zu töten, er schickt sie uns, um neues Leben in uns zu erwecken.
– Hermann Hesse

 

Wenn du ein Leben führst, das offen für die Lektionen ist, die das Universum dir zu bieten hat, kannst du dir sicher sein, daß die richtige Lektion immer zum richtigen Zeitpunkt kommen wird, ganz gleich, wer dein Lehrer oder was der Gegenstand deines Lernens ist.
– Vincent „Sun Bear“ LaDuke

 

Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln.
– Dalai Lama

 

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, wunderbare Sache.
– Hermann Hesse

 

Von den Chinesen können wir einiges lernen. Man hat mir gesagt, sie hätten ein und dasselbe Schriftzeichen für die Krise und für die Chance.
– Richard von Weizsäcker

Es liegt an uns:

Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.
– Nelson Mandela

 

Wir müssen bereit sein Abschied zu nehmen von einem Leben, das wir geplant haben, um das Leben führen zu können, das tatsächlich vor uns liegt. Die alte Haut muss abgestreift werden, bevor eine neue wachsen kann.
– Joseph Campbell

 

Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.
– Marc Aurel

 

Es gibt zwei Arten, Schwierigkeiten zu begegnen: entweder du änderst die Schwierigkeiten, oder du änderst dich.
– Phyllis Bottome

 

Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.
– Buddha

 

Nur dem Sprechenden kann geholfen werden.
– Aus dem Volksmund

 

Wenn du laufen kannst, kannst du auch tanzen.  Wenn du sprechen kannst, kannst du auch singen.
– aus Simbabwe

 

Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt.
– Dalai Lama

 

Wer nachträgt, hat schwer zu tragen.
– Aus dem Volksmund

 

Dem Geduldigen laufen die Dinge zu, dem Eiligen laufen sie davon.
– Aus Tibet

Es ist okay, wenn Du für Optimismus noch nicht bereit bist:

Besonders viel gelernt übers Leben habe ich nicht, fürchte ich. Aber eins schon: Es gibt keinen Umweg um den Schmerz herum und keine Abkürzungen aus dem Schmerz heraus. Man muss ihn zulassen, nur dann lässt er einen los … siehe Wie man schwierige Gefühle überlebt und Wie man schmerzhafte Gefühle überlebt.

Hier noch einige Zitate für die, die sich für Optimismus noch nicht bereit fühlen und stattdessen mit ihrem Kummer nicht allein sein wollen:

Man kann die Ereignisse jahrelang mit Humor hinnehmen, aber letztlich bricht das Leben einem doch immer das Herz.
– Michel Houellebecq

 

Sogar wenn man nichts mehr vom Leben zu erhoffen hat, bleibt immer noch etwas zu befürchten.
– Michel Houellebecq

 

Nicht mehr leben zu wollen ist nicht schlimm genug, um sterben zu wollen.
– Michel Houellebecq

 

Manchmal ist mir, als hätte man uns in einen Film gesperrt. Wir kennen unseren Text, wir wissen, wo wir geh’n und steh’n sollen und es gibt keine Kamera. Aber wir können nicht mehr raus. Und es ist ein schlechter Film.
– Charles Bukowski

 

Oh, schließt die Sammlung jetzt wirklich mit schlechtgelaunten Zitaten ab?

Ja. Weil ich’s ernst meine:

Wir dürfen traurig sein, wütend sein, hoffnungslos sein, das Leben verfluchen, auch wenn das heutzutage anscheinend komplett inakzeptabel ist und viele Mitmenschen das große Kotzen kriegen, wenn die Antwort auf „Wie geht’s“ mal kein gespieltes „Supi, alles toll“ ist (siehe „Dein Unglücklich-Sein kotzt mich an!“).

Gibt es ein Zitat, das Dir in schweren Zeiten Kraft gegeben hat? Dann freue ich mich, wenn Du einen Kommentar hinterlässt.


P.S.: Siehe auch Die 8 Lebenskrisen, die jeder Mensch durchschreiten muss


Photo: Will Fisher