Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Wenn ich mit der U-Bahn zu einem Café fahre, um dort zu schreiben, kann ich sie sehen. Die vielen, vielen Leute, die unter ihrer Arbeit zu leiden scheinen, wie ausgequetscht wirken, wie hineingequetscht ins falsche Leben, wie ich damals als Unternehmensberater (meine 7-monatige Karriere direkt nach dem BWL-Studium). Die Hautfarbe an die grauen Büros angepasst, der Druck einfach zu groß, die Arbeitszeit zu lang, die Freizeit ein Rest, der nicht annähernd entschädigt, ein Witz, über den man nicht lachen kann.

Damit Du nicht vom Regen in die Traufe kommst, falls Du gerade einen Ausweg, eine neue Arbeit suchst, gibt’s heute …

Die 10 stressigsten und entspanntesten Berufe der Welt

Vom amerikanischen Job-Portal Careercast stammt die folgende Hitliste. Bewertet wurden u.a. wie viel die Angestellten reisen müssen, Kontakt zu Öffentlichkeit haben, körperlich herausgefordert oder gar gesundheitlich bedroht sind.

Hier sind sie:

Stressigste Berufe Entspannteste Berufe
  1. Soldat
  2. General beim Militär
  3. Feuerwehrmann /-frau
  4. Pilot
  5. Event-Manager
  6. PR-Manager
  7. Geschäftsführer
  8. Journalist
  9. Polizist
  10. Taxifahrer
  1. Daten-Analyst (macht was mit Excel-Tabellen und Datenbanken)
  2. Suchmaschinen-Optimierer
  3. Reiseleiter
  4. Rettungsschwimmer
  5. Social-Media-Manager
  6. Fitnesstrainer
  7. User-Experience-Designer (macht Produkte und Websites nutzerfreundlicher)
  8. PR-Mitarbeiter
  9. Bibliothekar
  10. Wertpapierhändler (macht viele Leute arm und ein paar Leute reich)

Die 10 Berufe mit den meisten Depressionen und Selbstmorden

Stress kann depressiv machen. Muss er aber nicht. Deshalb findet man zwar einige, aber nicht alle der stressigsten Berufe in der Statistik der Berufsgruppen mit den höchsten Raten an Depressionen wieder. Die medizinische Universität von Cincinnati hat die Daten von 215.000 Erwerbsfähigen im US-Bundesstaat Pennsylvania ausgewertet auf der Suche nach den Jobs, in denen Depressionen am weitesten verbreitet sind.

Das Ergebnis:

  1. Mitarbeiter im Nah- und Fernverkehr (16,2% mit Depressionen)
  2. Immobilienmakler (15%)
  3. Soziale Arbeiter (14,2%)
  4. Mitarbeiter in Produktion und verarbeitender Industrie (14%)
  5. Personaldienstleister (14%)
  6. Juristen (13,3%)
  7. Umweltschutz (13,2%)
  8. Partei-, Gewerkschafts- und Vereinsmitarbeiter (13%)
  9. Händler (12,6%)
  10. Journalisten und Autoren (12%)

Menschlicher Kontakt zu Kunden, Patienten und Mitmenschen sowie körperliche Anstrengung scheinen als zwei der größten Stressquellen Depressionen zu fördern.

Die höchsten Suizidraten haben einer anderen amerikanischen Studie nach übrigens:

  1. Leitende Angestellte in Polizei und Feuerwehr
  2. Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft
  3. Wartungsarbeiter, Techniker, Installateure
  4. Lkw-Fahrer und Hilfsarbeiter
  5. Manager und Banker
  6. Putzkräfte, Landschaftsgärtner und Hausmeister

Das erinnert mich an die Welle von Selbstmorden bei der France Telecom, als sich innerhalb von 18 Monaten 23 Mitarbeiter vom Büro in den Tod flüchteten. Als Grund gelten die verschärften Arbeitsbedingungen. Einige der Selbstmörder formulierten das sogar so in ihren Abschiedsbriefen. Der damalige Chef nannte es jedoch nur eine „bedauerliche Selbstmord-Mode“. Was darauf hindeuten könnte, dass er ein Psychopath ist.

Durchhalten, nach vorn schauen

Selbst wenn Du gestresst bist, hoffe ich, dass der Sprung ins nächste Wochenende verlockender für Dich ist als der aus dem Fenster, auch wenn es vielleicht noch ein paar Tage Anlauf bis zu den nächsten freien Tagen sind.

Und hey, könnte doch sein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, um über was Neues nachzudenken. Etwas zu verändern. Einen Platz auf der Welt zu finden, der Dir gut tut und gut zu Dir passt. Den gibt es für Dich, irgendwo da draußen, und falls nicht, kannst Du ihn vielleicht erschaffen, mit Leidenschaft und Durchaltevermögen. Bei mir war’s eben der Unternehmensberater-Job, den ich an den Nagel hängte, um von Internetseiten leben zu können, seit einigen Jahren schon, auch wenn das weniger Geld und Status und Lebenslaufpolitur bedeutet.

Bis es soweit ist helfen Dir vielleicht die 10 Wege, einen ungeliebten Job zu überleben oder die 10 Wege zur weniger Stress und mehr Achtsamkeit im Alltag.

 

Siehe auch Die 10 Berufe mit den meisten Psychopathen.

 

Photo: Per Gosche