Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

myMONK ist im März 2015 drei Jahre alt geworden.

Ich habe eine Rede dafür vorbereitet.

[Stehe auf und klopfe ans Glas.]

Die Rede ist sehr kurz. Sie geht so:

DANKE VON GANZEM HERZEN!

[Setze mich wieder hin.]

[Stehe wieder auf, denn das war vielleicht doch ein bisschen zu kurz.]

Es waren gute Jahre. Oft anstrengend, längst nicht immer leicht. Aber immer richtig. Trotz all der Selbstzweifel, die mich manchmal nur angerempelt und manchmal so richtig verprügelt haben, hab ich weiter gemacht. Und dass ich weiter gemacht habe, das verdanke ich in erster Linie euch. Eurem Zuspruch, euren Mails und Kommentaren, und dass ihr myMONK so weiterempfehlt und mich mit dem Kauf meines ersten Buchs so unterstützt.

Mir fällt es insgesamt nicht so leicht, stolz auf mich zu sein. Aber ihr lasst mich wissen, dass ich’s vielleicht hier und da echt ein bisschen mehr sein könnte, und es gibt Tage, da kann ich kaum glauben, wie weit die Sache hier doch gediehen ist, wie groß das einstige Baby in den ersten drei Jahren doch geworden ist, und wie unheimlich viele herzliche, interessante, tolle Menschen ich dadurch schon erreichen und kennen lernen konnte.

Das berührt mich sehr, ihr berührt mich sehr und ich schätze mich glücklich, dass es euch gibt.

Die Erkenntnisse

Regelmäßig werde ich gefragt, worauf’s aus meiner Sicht ankommt, wenn man von seiner Leidenschaft leben können will.

Meine erste große Erkenntnis dieser drei Jahre ist:

Es ist eine Menge Arbeit, etwas aufzubauen … aber es lohnt sich.

Wenn mich jemand fragt, wie ich’s denn geschafft habe, myMONK so wachsen zu lassen, dann erwartet er vielleicht ein Geheimnis, einen Trick aus meinem Geheimlabor. Aber der einzige Trick, den ich kenne, lautet: fleißig sein, ausdauernd sein, geduldig sein. Es mag einsam und trostlos beginnen, als arbeitete man in einem dunklen Loch vor sich hin und niemanden interessiert es. Doch dann, mit der Zeit, wird es heller, Licht strömt hinein, Türen beginnen sich zu öffnen. Erst kleinere, vereinzelt. Dann größere, immer mehr. Hin und wieder sind dann so viele Türen auf einmal offen, dass es ganz schön ziehen kann, und ich mich für gar keine dieser Türen entscheide, sondern mich gemütlich unter die vertrauten Decke kuschele, während sich Türen wieder schließen, die vermutlich schon sehr spannend gewesen wären.

Auch darin besteht die Arbeit: den Fokus nicht zu verlieren. Oder anders: ihn immer wieder einzufangen, wenn er sich in alle Richtungen davon schleicht. In meinem Fall eben nicht noch Podcasts und Videos und Coachings und Vorträge und Seminare und Webinare zu machen. Sondern mein Zentrum bei dem zu halten, was ich am besten kann und am liebsten tue – Schreiben.

Meine zweite Erkenntnis ist:

Es ist eine Menge Arbeit, etwas aufzubauen … deshalb sind Pausen besonders wichtig.

Pausen und gelegentlicher Abstand. Das musste und muss ich immer wieder auf die harte Tour lernen. Oft noch ist da der Tim am Werk, der machen machen machen will und sich erst erholt, wenn er schon ernsthaft erschöpft ist, und der sich lange Zeit schwer mit der Einsicht getan hat, dass er nicht mehr jede Mail und jeden Kommentar beantworten kann, auch wenn er’s noch so sehr will und versucht. Wenn Du, lieber Leser, mir geschrieben und keine Antwort bekommen hast, nimm es mir bitte nicht allzu übel, ich habe alles gelesen, das mich erreicht hat, es ist alles bei mir angekommen, aber es übersteigt inzwischen meine Kräfte, auf alles zu reagieren.

Wenn man sich bei einem großen Vorhaben nicht regelmäßig zurückzieht, verliert man das Gleichgewicht, den Blick fürs Wesentliche und schlimmstenfalls sich selbst. Neu für mich war: das kann beim Ausleben der größten Leidenschaft genauso passieren wie in einem Job, den man nicht mag.

Einatmen und ausatmen, anspannen und entspannen,  tun und ruhen – so, so wichtig.

Die Ankündigung

Der dritte Geburtstag ist doch ein guter Zeitpunkt, um meine bisherige Arbeit am Blog auf den Punkt zu bringen und es in einem Ganzen zusammenzuführen. Dieser Aufgabe habe ich mich in den letzten Wochen intensiv gewidmet.

Herausgekommen ist ein neues E-Book:

 

ANLEITUNG FÜR DIE REISE NACH INNEN
Die besten Augenöffner und Seelenstreichler von myMONK

 

Es enthält die besten Texte aus diesen ersten drei Jahren myMONK.de, ausgewählt, sortiert und in aller Ruhe und Gemütlichkeit zu lesen, ergänzt um 20 neue, exklusive Texte.

Die Themen:

  1. Die Träume, der Mut.
  2. Die Menschen, die Liebe.
  3. Das Leben, das Glück.
  4. Das Zulassen, das Loslassen.
  5. Das Wachstum, die Ruhe.

Hier das Cover:

cover

 

„Anleitung für die Reise nach innen“ hat 380 Seiten, erscheint am Montag, 13.4. als E-Book hier auf myMONK für sämtliche Computer, Tablets, Smartphones und E-Book-Reader und wird 14,95€ kosten.

Hinweis: ab sofort gibt es das Buch hier.

 

Natürlich mache ich weiter hier, und wenn ich mir etwas wünschen dürfte, während ich die Kerzen ausblase (wenn auch mit etwas Verspätung), dann wäre es: dass ihr dabei bleibt, dass wir noch eine ganze Strecke des Wegs gemeinsam gehen.

Ja, das ist, was ich mir wünsche – und wenn es etwas gibt, das ihr euch wünscht, von mir oder der Seite oder wie auch immer, dann hinterlasst einfach einen Kommentar.

P.S.: Dankeschön an Lisa vom Experiment Selbstversorgung für die Idee zum Untertitel des neuen Buchs!

 

Photo (oben): Daniel Zedda