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Wenn wir erwachsen sind, sind uns viele prägende Ereignisse nicht mehr bewusst. Ein Klassiker: ein Patient kommt mit Depressionen, Burn-out oder Angststörungen zum Psychologen, wird in den ersten Stunden gefragt, wie denn seine Kindhaut aussah. Der Patient antwortet fest überzeugt: „meine Kindheit war fantastisch, daran kann es nicht liegen“, oder er kann zu seiner Kindheit überhaupt keine Aussagen treffen. Erst nach und nach decken Patient und Therapeut auf, welche Erfahrungen im Elternhaus ihn noch heute im Alltag behindern und belasten.

Menschen, die als Kind zu wenig Liebe erfahren haben, kompensieren dies im Erwachsenenalter sehr häufig durch gesteigerten Einsatz, durch den Versuch, sich die Liebe zu erarbeiten. Auch wenn dies nicht gelingen kann, bleiben die Motive lange Zeit im Verborgenen. Sich den früheren Liebesmangel einzugestehen ist eben noch schmerzhafter.

Der übertriebene Einsatz wird ebenso wie die emotionale Leere eines „harten Hundes“ im Berufsleben honoriert. Viele Jahre funktioniert die kompensierende Bewältigungsstrategie dadurch scheinbar hervorragend. Die Defizite im Emotionalen und Sozialen bleiben aber, wenn auch nur im Dunkeln.

Treten dann Probleme im Beruf auf, wird der Betroffene nicht weiter befördert, herabgestuft oder sogar entlassen, fallen die bis dato genutzten Strategien zusammen. Der Patient ist praktisch nackt inmitten eines Kugelhagels. Ihm fehlen die Möglichkeiten zur Bewältigung und die tiefen Beziehungen als Auffangmatte.

Muss das so kommen? Nein, zwar prägen die Gene und die Lebensgeschichte Charakter, innere Einstellungen und Selbstbild. Zwar werden Menschen entscheidungsfreudig oder eben nicht, fühlen sich fähig und mehr oder weniger liebenswert. Zwar beeinflusst all dies das individuelle Burn-out-Risiko. Aber: ob zu einer psychischen Erkrankung kommt, ist abhängig davon, ob sich ein Mensch passende oder unpassende Situationen im Leben schafft. Situationen, die ihn entweder wachsen oder zusammenbrechen lassen.

Jeder kann einem Burn-out vorbeugen. Manche müssen dafür nur etwas mehr auf sich achten, als andere. Mehr dazu unter Burn-out vorbeugen.

Burn-out
Burn-out und Depressionen
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Burn-out – Ursachen
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Burn-out vorbeugen (Prävention)
Quellen