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Um einen Burn-out erfolgreich mittels Psychotherapie zu behandeln, sind vor allem drei Dinge notwendig: der Wille des Patienten, gesund zu werden, ein erfahrener Therapeut und ein vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Gegenüber dieser drei Punkte ist das gewählte Therapieverfahren fast zweitrangig.

Was sich ein Patient fragen muss, ist:

  • Möchte ich mit diesem Menschen jeweils eine ganze Stunde (bzw. 50 Minuten) in diesem Raum verbringen?

Experten wie Dr. Manfred Nelting, der Leiter der Gezeiten-Klinik für Burn-out-Patienten, halten die tiefenpsychologische Therapie beim Burn-out für besonders geeignet, da sie die folgenden Kriterien bedient:

  • sie hilft dem Patienten, seinen Körper, sein allgemeines Erleben und seine Gefühle besser wahrzunehmen
  • sie hilft, die Einstellungen gegenüber Arbeit etc. zu überprüfen und anzupassen
  • sie hilft, das Setzen und Wahren von Grenzen zu erlernen

Neben der tiefenpsychologischen Therapie kann eine psychoanalytische Therapie, eine Verhaltenstherapie oder eine Gesprächstherapie gegen den Burn-out angewendet werden, wobei:

  • Die psychoanalytische Therapie (Psychoanalyse) häufig viel Zeit mit Denkarbeit über die Vergangenheit verbringt, bevor sich der Alltag des Patienten ändert
  • Verhaltenstherapien sind zwar gut für Verhaltensänderungen geeignet, vernachlässigen häufig aber die Wahrnehmung von Körper und Gefühlen – und damit auch von den persönlichen Grenzen
  • Bei Gesprächstherapien besteht die Gefahr, dass zu intellektuell diskutiert wird, anstatt die körperliche und emotionale Selbstwahrnehmung zu fokussieren

Alle genannten Therapieformen können von erfahrenen Therapeuten so angepasst werden, dass der Patient auf seinem Weg aus dem Burn-out gut unterstützt wird.

Die tiefenpsychologische Psychotherapie lässt sich zum Beispiel auch um Elemente aus der Verhaltenstherapie ergänzen, auch kann eine Kombination hilfreich sein aus tiefenpsychologischer Therapie und:

  • Gestalttherapie
  • Existenzielle Psychotherapie
  • Logotherapie
  • Spezielle Traumatherapien (z.B. EMDR)
  • Nonverbale Verfahren wie die Körpertherapie, die Tanztherapie oder Maltherapie, bei denen zunächst nicht das gesprochene Wort im Vordergrund steht
  • Therapeutisches Malen

Wie häufig die Therapiesitzung stattfindet, hängt vom Patienten und dem verwendeten Verfahren ab. In der Regel finden die Sitzungen wöchentlich statt und dauern 50 Minuten.

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Quellen