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Es ist allgemein bekannt, dass Yoga Übungen das Wohlbefinden des Menschen fördert. Doch es gibt immer wieder neue Varianten des Yogas. Welche Variante, für wen geeignet ist, werden die nachfolgenden Zeilen erörtern.

Was versteht man eigentlich unter der Bezeichnung Yoga?

Yoga kann man derzeit fast überall ausführen. Fitnessclubs, Sportclubs oder extra Zentren für Yoga bieten Kurse an. Da der Begriff Yoga nicht ganz klar definiert werden kann, gibt es Institutionen, die ihre eigene Variante namentlich entwickeln. Diese Namensvielfalt sorgt bei vielen für Verwirrung. Ein Yogameister, der seit über 30 Jahren die Kunst des Yogas lehrt, sagte klar das Yoga mehr ist als das, was die westliche Bevölkerung darunter versteht. Yoga entstammte aus dem östlichen Indien und war eins eine Lebensphilosophie. Es wurden körperliche sowie geistige Übungen entwickelt, die ein harmonisches Zusammenspiel bilden sollten. Yoga bedeutet übersetzt nichts anderes als etwas zusammenzubinden oder etwas anzuspannen. Als man den Namen Yoga vergab, meinte man damit, dass ein optimales Zusammenspiel zwischen Körper, Geist und Seele erschaffen werden sollte. Heute verfolgt man mit Yoga das gleiche Ziel den Körper, Geist und die Seele in Einklang zu bringen. Spezielle Übungen befassen sich darauf, Meditations- und Atemübungen miteinander zu kombinieren. Das Ziel ist es, dass der Mensch sich wohler fühlt und eine innere Gelassenheit erlangt.

Welche Methode ist die optimale?

Es kommt immer auf denjenigen selbst an, welche Methode geeignet ist. Am Besten findet man das durch das Ausprobieren heraus. Außerdem spielt der Yogalehrer eine wichtige Rolle. Besteht zwischen dem Lehrer und den Schülern ein gespanntes Verhältnis, kann man sich nur schwer entspannen und die Yoga Übungen verfehlen ihre Wirkung. Ebenso kommt es auf das Alter und auf die Vorlieben des Menschen an. Die Bedürfnisse variieren je nach Lebenslage, sodass es durchaus sinnvoll ist, die Yoga Varianten hin und wieder zu wechseln. Nachfolgend gibt es eine kleine Auswahl an Yoga Methoden und deren Wirkung (mehr gibt es hier).

Hatha Yoga
Hatha bedeutet so viel wie Kraft oder Gewalt. Hatha entstammt dem 15. Jahrhundert. In der westlichen Region wird mit dem Hatha Yoga mehr die körperbetonten Übungen beschrieben. Damals wurden diese Yoga Praktiken verwendet, um das Spirituelle vom körperlichen leicht abzugrenzen. Im Original verwendete man diese Art von Yoga als eine Vorstufe zu dem aufwändigeren Raja Yoga. Beim Hatha Yoga gibt es eine Reihe körperlicher Übungen, die mit Meditations- sowie Atemtechniken ausgeführt werden. Bei den Übungen stärken sich die Muskeln und der Körper wird im Allgemeinen beweglicher. Außerdem wird der Gleichgewichtssinn ausgesprochen gut gefördert. Älteren Menschen kann mit dem Hatha Yoga geholfen werden, altersbedingte Gebrechen zu mindern. Um mit dem Hatha Yoga zu beginnen, ist kein Alter vorgegeben. Selbst wer mit zunehmendem Alter erst damit beginnt, kann noch sehr viel davon profitieren.

Iyengar Yoga
Iyengar Yoga wurde von einem Mann namens BKS Iyengar erschaffen. Dieser Mann entwickelte eine bedeutende Yoga Methode und schrieb bereits einige Bücher z.B. „Licht auf Yoga“ (1966). In seiner Methode wird die Vereinigung zwischen Körper, Geist und Seele noch mehr komplettiert. Durch die recht anspruchsvollen Übungen werden für ungeübte Menschen gerne Hilfsmittel verwendet, die den Schüler bei den Techniken unterstützen sollen.

Kum Nye
Kum Nye ist ein buddhistischer Yoga, der zur Heilung eingesetzt wird und aus Tibet stammt. Diese Praktiken sind sehr einfach zu bewältigen und befassen sich mehr darauf im Stillen zu meditieren. Die Aufmerksamkeit liegt beim Atmen. Außerdem gibt es spezielle Bewegungen und eine Art Selbstmassage, wo diversen Druckpunkte stimuliert werden. Diese Art des Yogas ist eine überaus moderne Methode der Stressbewältigung.

Power Yoga
Power Yoga entstammte den USA und wurde ausschließlich für Tänzer und Akteur entwickelt. Die Grundlagen richten sich auf die Hatha-Yoga-Übungen. Power Yoga vereint geschmeidige Bewegungen mit einer bewussten Atmung. Es fördert die Körperbeherrschung, stabilisiert die Koordination und wirkt sich positiv auf die Konzentration aus. Außerdem wird der Muskelaufbau unterstützt sowie die Ausdauer und Agilität gefördert. Bei dieser Methode wird der Körper zwar gefordert aber in keiner Weise überfordert. Stress wird durch den Energieausgleich abgebaut, was für positive Lebensenergie sorgt.

Chakra Yoga
Mit diesen Praktiken werden nach der indischen Philosophie, die sieben Energiezentren die sich entlang der Wirbelsäule befinden, angesprochen. Mit dem Chakra Yoga soll die Immunabwehr gestärkt werden. Außerdem wirken sich die Praktiken positiv auf den Kreislauf aus und wirken sogar positiv auf die inneren Organe ein. Mit dieser Methode wird eine eher ruhige Art des Yogas bezeichnet, wo innere Ruhe und Gelassenheit angesprochen werden. Beim Burnout-Syndrom oder psychosomatischen Störungen kann man mit dem Yoga eine deutliche Verbesserung erreichen. Erfahre hier mehr über die 7 Chakren.

Um einen Yoga Kurs zu beginnen, sollte man sich vorab sehr gut informieren. Es ist anzuraten auch mal einen Schnupperkurs mitzumachen, um zu sehen, ob diese Yoga Methode die Richtige ist. Eine gewisse Sympathie zum Kursleiter und zu den anderen Kursteilnehmern ist ebenso wichtig für ein perfektes Yoga Training.

Wie man sich richtig vorbereitet und was man alles für eine Yoga-Einheit benötigt, verrät das a-frame Surf- und Yoga-Camp.

Die richtige Vorbereitung:

  • 1-2 Stunden vor dem Yoga nichts mehr essen und auf Kaffee und schwarzen Tee verzichten
  • Der Raum sollte gut gelüftet und nicht zu kalt sein
  • Der Morgen und der Abend sind sehr gute Zeiten für Yoga
  • Eine kurze Meditation und anschließende Entspannungsübung bringt den Geist in die richtige Verfassung

Was du für die Yoga-Einheit brauchst

  • Lockere, bequeme Kleidung. Am besten barfuß üben.
  • Eine rutschfeste Matte (ca. 1,80 x 0,75 Meter)
  • Eine Sitzhilfe (z.B. ein flaches Kissen)
  • Eine Decke (falls dir bei der Meditation kalt wird)
  • Je nach Yoga-Stil kommen auch Korkblöcke zur Unterstützung bei Verkürzungen zum Einsatz – beliebt sind auch Stoffgürtel zur Dehnung der Beinrückseiten.
  • Und zu guter Letzt: Jede Menge Freude am Üben.

 

 

Photo: kris krüg