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Überrumpelt von Werbung, überrümpelt von dem ganzen Mist, den wir nicht brauchen und trotzdem kaufen, leben wir Leben, in denen wir kaum noch atmen können.

Oder, wie Will Rogers sagte, und auch Tyler Durden im Film Fightclub:

„Wir geben Geld aus, das wir nicht haben, für Dinge, die wir nicht wollen, um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.“

In Amerika haben die Leute doppelt so viel Wohnfläche wie noch vor 50 Jahren. Trotzdem mietet sich jeder Zehnte Platz in Lagerhallen an, irgendwo müssen zum Beispiel die teuren ungenutzten Fitnessgeräte ja hin.

In Deutschland ist‘s auch nicht viel besser, das weiß ich aus sicheren Quellen:

Mein Kellerabteil zum Beispiel war lange Zeit so voll, ich konnte Neues nur noch oben drüber werfen. Die Tür ging nicht mehr auf, der ganze Krempel drückte gegen sie. Möglicherweise hatte sich da auch jemand eingenistet und die Tür nur zugehalten, wenn ich kam. Eine asiatische Familie vielleicht, oder ein sehr großer Marder mit Schnurrbart, wer weiß das schon.

Inzwischen gebe ich mein Geld aber etwas achtsamer aus, schaffe mir weniger an, lehne sogar Angebote ab, die ich angeblich nicht ablehnen kann (ich denke da an dieses runtergesetzte Designerkleid für den Riesen-Marder, auch wenn‘s ihm sicher gestanden hätte).

Mehr Kram hat uns bisher nicht zufriedener gemacht.

Und wird es auch in Zukunft nicht tun.

Was ich stattdessen brauche – und Du vielleicht auch – ist mehr weiße Fläche im Leben, mehr Klarheit, mehr Luft zum Atmen und Sein.

Dabei helfen BecomingMinimalist zufolge drei Fragen, die wir uns vor jedem Kauf stellen können:

1. Warum will ich das wirklich kaufen?

Oft ist uns gar nicht bewusst, warum wir etwas wollen. Und oft sind es irrationale Fantasien und Befürchtungen. Vieles habe ich nur gekauft, um dazuzugehören, oder um mich von meinem Schmerz abzulenken oder mein Selbstwertgefühl zu stärken.

Das wäre ja irgendwie fast schon okay, wenn es wenigstens funktionieren würde. Aber Materielles heilt weder das eigene Herz, noch bringt es uns denen der anderen näher. Hier kommt die Achtsamkeit ins Spiel – in uns hinein spüren und den wahren Gründen auf den Grund gehen.

(Siehe: Die 3 wahren Gründe, aus denen Du tust, was Du tust.)

2. Wozu führt der Kauf langfristig?

Kurzfristig, im Hier und Jetzt, ist so gut wie jeder Kauf herrlich, ein kleiner oder großer Rausch. Doch sollten wir mehr im Blick haben als nur den Moment. Was bringt es langfristig?

Ein flaues Gefühl, weil wir eigentlich genau wissen, dass wir das Gerät kaum nutzen oder die Kleidung nur eine Saison tragen und dann vermotten und verrotten lassen? Vielleicht sogar Schulden und schlaflose Nächte?

Die Frage lässt sich selbst bei kleinsten Alltagskäufen anwenden. Fastfood zum Beispiel schmeckt kurzfristig gut (wenn man sich einmal dran gewöhnt hat), in den ersten Minuten steigt außerdem der Blutzuckerspiegel, wir drehen auf. Dafür fühlen wir uns in den Stunden danach vollgestopft und zugeklebt, wir sind McDonald’s mal wieder auf den Leim gegangen. Noch etwas langfristiger betrachtet nehmen wir dadurch zu und belasten unsere Organe.

3. Ist das Geld woanders besser angelegt?

In grünen Salaten statt gequälten Schweineschwarten, in schönen Erlebnissen statt öden Dingen, in die persönliche Entwicklung statt in sinnlose Verstrickung … oder einfach auf dem Konto, für ein langfristig ruhigeres Leben?

Wofür könntest Du Dein Geld noch besser nutzen?

Mehr unter Weniger besitzen ist gut, weniger wollen ist besser und unter Die Vorteile von Minimalismus: 7 Gründe, Dein Leben zu vereinfachen.

Photo: Shopping bags von AshTproductions/ Shutterstock