Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

„Ist verdammt lange her, dass ich so richtig glücklich und frei und erfüllt war. Ich würde mich so gern wieder lebendig fühlen … aber was soll ich nur tun?

Da antwortet der schlaue Ratgeber (ich oder jemand anderes):

„Okay, pass auf, ich sag Dir, was Du tun solltest: Schlaf einfach zwei Stunden mehr. Mach jeden Tag eine Stunde Sport. Meditiere danach noch eine Stunde. Lies vier Bücher pro Woche. Nimm Dir jede Woche eine große Auszeit nur für Dich. Und eine für Deine Beziehung. Ach ja, und arbeite nebenbei bitte noch täglich an Deinem großen Traum.“

Die meisten Ratschläge schlagen zeitlich ziemlich ein. Dabei sind unsere 24 Stunden doch schon jetzt so voll wie ein kleiner Fahrstuhl mit der ganzen Sumo-Ringer-Nationalmannschaft drin.

Was also, wenn wir nur fünf Minuten haben … neben Jobs und Arztterminen, Tankstellen und Waschmaschinen, Elternabenden und Aufgabenlawinen?

Gott sei Dank sind es die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied in unserer Lebensqualität machen. Und fünf Minuten kann jeder von uns freischaufeln. Wir müssen nicht noch härter kämpfen an sämtlichen Fronten und hoffen, dass wir endlich glücklich sind, wenn wir den Beachbody, die Big Love und das Big Business erreicht haben.

Was tun und warum?

Wissenschaftler haben etwas gefunden, das wenig Zeit braucht und trotzdem äußerst wirkungsvoll ist.

Dankbarkeit praktizieren. Täglich fünf Minuten.

Die Forschung konnte beeindruckende Ergebnisse dieser einfachen Gewohnheit aufdecken:

  • Mehr Resilienz: Eine Studie von 2003 belegte, dass Dankbarkeit uns Krisen leichter ertragen lässt und nach schlimmen Ereignissen zu weniger posttraumatischen Störungen führt.
  • Stärkeres Selbstbewusstsein: Dankbare Menschen sind einer Studie aus 2014 nach selbstbewusster. Unter anderem, weil sie sich weniger mit anderen vergleichen, was für viele von die Wurzel von deprimierender Selbstkritik ist.
  • Verbesserte körperliche Gesundheit: Wer dankbar ist, so die Ergebnisse einer Studie aus 2012, ist gesünder und fühlt sich auch so, berichtet von weniger Schmerzen, bewegt sich mehr und geht häufiger zu Checks beim Arzt. Das zusammen verlängert das Leben nachweislich.
  • Mehr Empathie: Eine Studie aus 2014 machte deutlich, dass sich dankbare Menschen besser in andere hineinversetzen können und seltener aggressiv werden.
  • Verbesserte Beziehungen: Uns dankbar zu zeigen vertieft vorhandene Beziehungen und lässt uns leichter neue Freunde finden, wie eine Studie aus 2014 zeigte.
  • Verbesserter Schlaf: Wer vorm Schlafengehen niederschreibt, wofür er dankbar ist, schläft einer Studie aus 2011 nach länger und besser (hierfür nahmen sich die Teilnehmer 15 Minuten täglich Zeit).
  • Mehr Glücksempfinden: In einer Studie aus 2013 fanden Forscher heraus, dass dankbare Menschen durchschnittlich 25 Prozent glücklicher sind als weniger dankbare.

Woran das liegt? Dankbarkeit verändert unser Gehirn – und zwar dauerhaft. Sie kann trainiert werden wie ein Muskel, wie die Oberarme. Das dazugehörige Fitnessstudio haben wir in unseren Köpfen (siehe auch Sprich achtsam: Wie Deine Worte nachhaltig Dein Gehirn verändern).

Wie?

Dankbarkeit ist eine ziemlich einfache Sache:

  • Du kannst jeden Morgen eine kleine Danke-Mail an einen Kollegen, einen Freund, einen Familienmitglied oder einen Blogger (mich! mich! mich!) schreiben
  • Du kannst jeden Abend drei Dinge aufschreiben, die an diesem Tag gut waren und für die Du dankbar bist
  • Du kannst einem kleinen Dankbarkeitsritual einen festen Platz geben – zum Beispiel vor dem gemeinsamen Essen aufzählen, worüber Du glücklich bist / ihr glücklich seid (so wie die Familien in den amerikanischen Filmen, die sich an den Händen fassen und beten, nur eben ernst gemeint)

Was auch immer Du genau tust: Tu’s täglich. Nimm Dir 30 Tage vor, keine ganze Ewigkeit. Nimm Dir nur diese eine Sache vor, nicht hundert gleichzeitig. Und schau, wie’s Dir damit geht.

Danke fürs Lesen. Danke für Deine Zeit. Danke fürs Teilen oder Kommentieren, wenn Du magst, und Danke an Sumo-Ringer vorhin im kleinen Fahrstuhl, es war echt herrlich warm zwischen euch.

Siehe auch das myMONK-Buch für dauerhafte Veränderungen in kleinen, realistischen Schritten: 12 Gewohnheiten, die Dein Leben verändern. Sowie den brandneuen myMONK-Kurs STÄRKER – Mehr Selbstvertrauen in 7 Tagen.

 

Photo: web4camguy