Wenn Du feststeckst, wenn Du erfolglos bist, liegt das vor allem an einem: Du scheust harte Arbeit.

Früher bedeutete harte Arbeit: auf dem Feld buckeln, 14 Stunden am Tag unter der glühenden Sonne; oder unter Tage malochen und die Sonne überhaupt nie zu sehen bekommen, bis die eigene Lunge im Alter von 30 Jahren von dem ganzen Staub so schwarz und am Ende war, dass man einfach tot umfiel.

Heute hat harte Arbeit eine ganz andere Bedeutung, wo die meisten von uns an Schreibtischen sitzen und in Monitore starren.

Heute ist harte Arbeit nicht mehr das Übel der ärmsten Schweine, sondern der einzige sichere Weg zu einem erfüllten, reichen Leben. Ob Du einen Blog aufbauen willst, den Hunderttausende lesen; ob Du von Deiner Kunst oder Deinen Coachings leben oder Deine Idee richtig groß machen willst … in jedem Fall wird harte Arbeit Dich weit bringen.

Klar gibt es ein paar Ausnahmen: die Lottogewinner, einige Youtube-Stars, Supermodels. Wir Leben in einer Welt, die ständig verspricht, man könne auch zu einer Ausnahme werden, einfach so. Aber Ausnahmen gibt’s nun mal immer, und die spielen für Dein Leben eigentlich überhaupt keine Rolle. Du kannst auf Zufallsglück warten, Dein Leben lang, und keinen Meter vorwärts kommen. Oder Dein Glück selbst in die Hand nehmen, hart arbeiten, die Früchte ernten und auf ein Leben zurückblicken, auf das Du stolz bist.

Was harte Arbeit wirklich bedeutet

Hier ein paar Gedanken zu Arbeit, die Dich, Dein Leben und die Welt besser macht:

  • Harte Arbeit hat nichts mit der Zeit zu tun, die Du dafür brauchst. Nichts mit der Menge. Die erfolgreichsten Leute auf diesem Planeten arbeiten kaum länger als Du – und selbst wenn, liegt der Grund für ihren Erfolg nicht in diesen Überstunden.
  • Harte Arbeit schafft echten Wert. Was Du tust, ist nicht nur „nett“ oder „cool“ oder „fleißig“, sondern bereichert wirklich, verändert etwas, macht einen Unterschied.
  • Harte Arbeit trägt Deine Handschrift – mit Deinem Herzblut als Tinte. Nur Du kannst sie so tun, wie Du sie tust. Für diese Art von Arbeit bist Du unersetzlich.
  • Harte Arbeit heißt Deinem Herzen zu folgen, auch wenn Du damit erst mal ganz allein dastehst.
  • Harte Arbeit ist Risiko. Risiko, weil Du für sie kritisiert werden kannst. Risiko, weil Du aus der Masse ragst und dafür zurückgewiesen werden kannst. Weil Du vermutlich nicht immer richtig liegen wirst, sondern auch mal ein Schuss (Bild / Text / …) von Dir kräftig daneben geht. Weil harte Arbeit riskant ist, macht sie Angst.
  • Harte Arbeit heißt, sich dieser Angst zu stellen und auch allen anderen Formen, die der Widerstand annimmt, der Dich von dieser Arbeit abhalten will (Selbstkritik, ständiges Aufschieben und Ablenken mit Facebook und Scheiß, Vermeidung durch viel, aber sinnlose Arbeit).

Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis ich selbst Texte für myMONK geschrieben habe. Davor habe ich ausschließlich Leute interviewt und andere Blogs verlinkt. Das hat eine Menge Zeit und Mühe gekostet. Es war aber keine harte Arbeit. Hart war es für mich, mich zu öffnen und rauszutrauen, mit meinen Gedanken, meinem Herzblut. Jeder konnte auf einmal sehen, was in mir vorgeht – und wie ich es ausdrücke. Für jemanden wie mich, der eher zurückgezogen lebt, eine riesige Herausforderung. Doch das hat sich gelohnt: die Besucherzahlen stiegen – im Gegensatz zu vorher – rasch an, seit ich selbst den Stift in die Hand nahm und hart arbeitete, statt mich risikolos in den gemachten Nestern von Gedanken, Texten und Antworten anderer Leute auszuruhen.

Steckst Du gerade fest? Rennt der Erfolg vor Dir davon?

Wenn ja, ist es vielleicht an der Zeit, anders zu arbeiten. Nicht mehr, nicht länger, nicht das ganze Wochenende durch, sondern: härter.

Weil die meisten Menschen diese Art der Arbeit scheuen, ist auf dem Gipfel viel Platz. Wir müssen nur akzeptieren, dass wir den Gipfel eben nicht anders als durch harte Arbeit erreichen werden.

 

Photo: János Csongor Kerekes