Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Abgründe. Tief fallen, Meter oder Kilometer. Hinein in eine Seelenlandschaft, die trostlos ist und öde, alles abgestorben, alles sinnlos wirkend.

Wenn es uns so schlecht geht, brauchen wir sie dringender denn je, die Hilfe anderer Menschen.

Aber was genau hilft uns dann, und was macht die Lage nur noch schlimmer?

Hier braucht es Feingefühl. „Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist der gleiche wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen“, sagte Mark Twain.

Schon im ersten Teil haben wir angeschaut, was NICHT hilft (trotz eventueller guter Absicht):

  • Alles, was die Krankheit herunterspielt: „Jeder ist doch mal schlecht drauf.“
  • Alles, was ausdrückt, dass sie mit der Krankheit nicht akzeptabel ist: „Sei doch mal fröhlich!“ „Reiß Dich mal zusammen.“ „Wann hilft die Therapie endlich?“
  • Alle viel zu einfachen Vor-Schläge, wie man das doch in den Griff bekommen könne: „Denk doch mal positiver!“ „Geh mehr an die frische Luft!“ „Du müsstest nur mehr unter Leute gehen …“

Nora Feeling bloggt sehr aufrichtig und lesenswert über ihr Leben mit Depressionen, Angstattacken und Borderline. Hier zehn Sätze, die sie von ihren Lesern eingesammelt hat. Sätze, die einem Menschen mit Depressionen gut tun wie ein warmes Schaumbad für die Seele:

  1. Du bist nicht (mehr) alleine – Du musst das nicht alleine durchstehen.
  2. Du musst nicht immer funktionieren und „stark“ sein.
  3. Ich mag Dich mit allen Deinen Stimmungen – Du bedeutest mir viel.
  4. Es ist vollkommen okay, wenn es jetzt um Dich geht.
  5. Ich koche Dir was Leckeres. / Ich mache das für Dich (Haushalt, Briefe schreiben, einkaufen …).
  6. Das bleibt nicht so!
  7. Freundschaft ist nicht nur ein Wort, ich bin gerne für Dich da – nicht nur in guten Zeiten.
  8. Ich möchte verstehen, wie es Dir geht – lass mich an Deinen Sorgen teilhaben.
  9. Wir schaffen das zusammen, Ich gehe mit Dir auch zu Deiner Therapeutin oder zum Arzt, wenn Du es möchtest.
  10. Woher nimmst Du nur all die Kraft, um immer wieder aufzustehen – ich bewundere das sehr an Dir.

Wir hatten unter Teil 1 ja schon sehr gute Berichte. Wenn Du hier noch von Deinen Erlebnissen als Betroffener oder Angehöriger erzählen möchtest, freue ich mich, in den Kommentaren von Dir zu lesen.

Siehe auch: Der wichtige Unterschied zwischen Traurigkeit und Depressionen sowie Dir geht’s schlecht? 5 Anzeichen, dass Du eine Therapie brauchst und Wie man schmerzhafte Gefühle überlebt.

 

Photo: Mike Cozzolino