Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Nora Fieling fühlte sich schon als Kind anders. Sie hatte große Ängste, war sehr unsicher und sensibel, oft tieftraurig und verzweifelt. Das alles hat jedoch niemand gemerkt. Erst als sie 18 war, sprach ihre Hausärztin sie auf ihr selbstverletzendes Verhalten an und überwies sie zur Psychiaterin. Diagnose: Depression und Borderline-Persönlichkeitsstörung, Typ emotional-instabil.

Heute ist sie 31 und bloggt über ihr Leben mit seelischen Erkrankungen. Dort bin ich auf einen Beitrag gestoßen über die Sätze aus dem Umfeld, die sie als Mensch mit Depressionen schon viel zu oft hören musste – und über die, die ihr und anderen Betroffenen tatsächlich helfen.

Was NICHT hilft:

  • Alles, was die Krankheit herunterspielt: „Jeder ist doch mal schlecht drauf.“
  • Alles, was ausdrückt, dass sie mit der Krankheit nicht akzeptabel ist: „Sei doch mal fröhlich!“ „Reiß Dich mal zusammen.“ „Wann hilft die Therapie endlich?“
  • Alle viel zu einfachen Vor-Schläge, wie man das doch in den Griff bekommen könne: „Denk doch mal positiver!“ „Geh mehr an die frische Luft!“ „Du müsstest nur mehr unter Leute gehen …“

„Wie man Sorgen, Stress und Selbstzweifel loslässt“

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Stattdessen wünscht sie sich von den Menschen, die sie liebt, von ihrem Partner, ihren Freunden, ihrer Familie, zum Beispiel diese Sätze:

  1. Du bist sehr wichtig für mich.
  2. Ich verlasse Dich nicht.
  3. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst.
  4. Ich frage absichtlich nicht ständig, wie’s Dir geht … aber wenn Du reden willst, bin ich immer für Dich da.
  5. Ich bin froh, dass Du mein(e) Frau/Tochter/Mutter/Vater/Sohn/Mann bist, ich möchte keinen anderen.
  6. Darf ich Dich umarmen oder Deine Hand halten?
  7. Du darfst weinen, ich halte Dich.
  8. Es ist nicht schön, Dich so zu sehen – doch Du bist wunderschön so, wie Du bist.
  9. Ich kann nicht alles nachvollziehen und verstehen, aber ich schätze Dich und Deine Gegenwart, denn Du bist viel mehr als diese Krankheit.
  10. Gemeinsam schaffen wir das, ich liebe Dich!

Aus euren Kommentaren und Mails weiß ich, dass es einige Leser gibt, die mit Depressionen zu kämpfen haben. Wie seht ihr das, welche Worte tun euch gut und welche ziehen euch nur noch mehr runter?

 

Siehe auch:Dir geht’s schlecht? 5 Anzeichen, dass Du eine Therapie brauchst und Wie man schmerzhafte Gefühle überlebt sowie Wie man richtig tröstet. Machst Du diese 5 großen Fehler?

 

Photo: April L. Sanders