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Es gab eine Zeit, da spürte ich gar nichts mehr. Die Tage flach und fad, das Gefühl stumpf und taub; es war, als sei mein ganzes Leben von einer dicken Hornhaut überzogen.

Wenig Schmerz, aber auch wenig Freude.

Wenn Du Dich unlebendig fühlst, dann liegt es vielleicht daran, dass Du einen Schutzpanzer trägst. So wie ich damals. Ich wollte den Schmerz, die Einsamkeit, die Traurigkeit und Kränkung nicht zulassen, nicht länger. Also drückte ich diese „negativen“ Gefühle weg, wehrte sie ab … und mit ihnen all die positiven, meine gesamte Lebendigkeit.

Denn es ist so:

Du wirfst die ganze Medaille mit ihren zwei Seiten weg, musst ihre hässliche Seite nicht mehr sehen – aber auch ihre schöne landet damit im Müll.

Du verbietest Dir die Tränen, und das Weinen verstummt – aber auch das Lachen.

Du knipst das Licht aus, und der Schatten verschwindet – aber auch das Licht.

Der Schutzpanzer lässt nichts mehr durch, lässt nichts mehr zu, und um Dich wieder lebendiger zu fühlen, um wieder mehr Freude, Spannung, Begeisterung, Liebe, Abenteuer zu haben, wirst Du ihn ablegen müssen, wirst Du erleben müssen, was da kommt, denn das Eine gibt es nicht ohne das Andere.

Versuch‘s, im Kleinen, wenn das nächste Mal etwas in Dir aufsteigen will. Nimm es wahr, gib ihm etwas Raum, und sei es nur ein bisschen mehr als sonst. Und schau, was dann passiert.

Der Schmerz kann Dich nicht umbringen. Ihn zu unterdrücken bringt Dich aber um – und zwar ums Lebendigsein.

(Dass es das Eine nicht ohne das Andere gibt, heißt nicht, dass du für jedes gute Gefühl mit einem unangenehmen „bestraft“ wirst – die unangenehmen werden tendenziell schwächer wenn du sie zulässt, wann immer sie auftreten.)

Mehr Texte unter Wie man schwierige Gefühle überlebt und im myMONK-Buch Wie man Sorgen, Stress und Selbstzweifel loslässt.

Und hast Du schon in den neuen myMONK-Podcast gehört? Hier gibt’s Folge 1 mit 7 Fragen, die mein Leben verändert haben – und Dich vielleicht auch ein kleines bisschen glücklicher machen können:

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Photo: CIA DE FOTO