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Manche Tage, manche Arbeitsplätze, manche Familien sind voll mit unverschämten Leuten, die unverschämte Dinge sagen. Worte wählen, die uns abwerten oder verletzen sollen. Sachen einfordern, die wir ihnen gar nicht schulden.

Viele von uns (ich auch) neigen dann zum Kämpfen. Wollen sich verteidigen, rechtfertigen, den anderen überzeugen oder ändern. Meist mit wenig Erfolg.

Die vielleicht bessere Lösung besteht aus den folgenden zwei Schritten.

Schritt 1: uns daran erinnern, dass das Verhalten des anderen etwas mit ihm zu tun hat, nicht mit uns.

(Siehe Wie man aufhören kann, die Dinge zu persönlich zu nehmen in 30 Sekunden.)

Schritt 2: der Unfreundlichkeit möglichst ohne Frust und Faust begegnen.

Wir sollten uns nicht verstricken in den Netzen, die das Gegenüber spinnt. Hier fünf Reaktionen, mit denen das gelingen kann. Und zwar, ohne uns alles gefallen zu lassen.

„Danke.“

Ein einfaches „Danke“ kann den gesamten Wind aus den Segeln nehmen, den Gott des Zorns zum Atemstillstand bringen. Weil es überrascht. Weil es zeigt, dass wir nicht mitspielen wollen. „Danke“ demonstriert Reife und Abgrenzung und dass wir dem anderen nicht so einfach die Macht geben werden über unsere Gefühle.

„Ich schätze Deine Perspektive.“

Dieser Satz signalisiert unsere Bereitschaft zum Austausch. Aber nur auf eine wertschätzende, erwachsene Weise. Wir werden uns nicht auf das Niveau des anderen begeben. Und genau das macht klar, wie tief dieses Niveau vielleicht gerade ist.

Gleichzeitig erinnert es auch uns selbst daran: Seine / ihre Worte sind nicht die objektive Wahrheit, sie spiegeln die eigene subjektive Welt wider. Der Grad an Offenheit für die Perspektive des anderen beruhigt zudem oft auch das schreiende Kind in ihm („Ist ja gut, ist ja gut … Mama / Papa hat gehört, dass du gerade ganz doll unzufrieden bist“).

„Wie man Sorgen, Stress und Selbstzweifel loslässt“

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„Du hast Recht.“

Äh, was? Damit hätte der andere wohl nicht gerechnet. Und eigentlich ist das gar nicht, woran er interessiert ist – er will die negative Energie füttern, will, dass sich eine Diskussion aufschaukelt. Und wie soll das jetzt noch gehen? Was bleibt da noch zu sagen? Gar nichts. Den Streit womöglich „verloren“ – aber den Seelenfrieden zurückgewonnen.

Dieses Mittel ist nicht zum Dauergebrauch geeignet, denn gerade bei wichtigen Dingen sollten wir unsere Grenzen auch nach außen sichtbar schützen. Aber im Einzelfall kann es Wunder wirken.

„Dieses Gespräch ist jetzt vorbei.“

Eine klare Ansage. Und eine klare Absage daran, noch weitere, immer schnellere Runden im schädlichen Gespräch zu drehen. Also: aussteigen, fortgehen, die Sackgasse (und den unfreundlichen Sack) hinter uns lassen. Zumindest erst mal. Durchatmen. Wir sind nicht ausgeliefert. Wir entscheiden, wie lange wir an dem Austausch teilnehmen und wann es uns reicht.

Lachen

Wir bauchen kein künstliches Lachen aus uns herauszupressen versuchen wie aus einer Zitrone, die nur noch aus trockener Schale besteht. Aber mit etwas (innerem) Abstand haben viele Situationen schon etwas Komisches. Gelingt es uns, das zu sehen, kann das sowohl uns als auch den Gesprächspartner befreien und entspannen.

Die wenigsten Dinge sind so ernst und bedeutsam, wie sie uns im Augenblick erscheinen mögen. Wenn wir „in 10 Jahren bestimmt drüber lachen können“, wie es so oft heißt … warum nicht gleich damit anfangen?

Mehr dazu unter Wie man aufhören kann, genervt und verletzt zu sein (in 60 Sekunden). Und im myMONK-Buch „Wie man die Dinge nicht mehr so persönlich nimmt“ erfährst Du ganz genau, wie Du Dich auf gesunde Weise von anderen Menschen abgrenzen kannst.

Photo: Annoyed woman von Shutterstock