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Elefanten sind meine Lieblingstiere. Schon immer gewesen.

Aber nicht alle sind so friedlich wie die in Kuscheltierform, mit denen ich als Kind mein Bett teilte (inzwischen brauche ich natürlich keine Elefanten-Kuscheltiere mehr, da reicht mir mein Hello-Kitty-Plüschtier völlig … naja okay, Prinzessin Lillifee passt im Dunkeln auch noch auf mich auf).

Lektion eines Mannes, der einen Elefanten im Blutrausch verjagte (das war knapp!)

Zum Glück wusste der Mann aus der folgenden Geschichte um diese Problematik gefährlicher Elefanten.

Es hätte sonst böse ausgehen können.

Aber sieh’ selbst:

Ein Mann klatscht alle zehn Sekunden in die Hände.

Nach dem Grund für sein merkwürdiges Verhalten befragt, antwortet der Mann:

„Um Elefanten zu verscheuchen.“

„Aber hier sind doch gar keine Elefanten“, entgegnet der Andere.

„ Sehen Sie? Es funktioniert!“

– Aus Paul Watzlawicks wunderbarer „Anleitung zum Unglücklichsein“

Ist ja nur vernünftig, was der Mann tut.

Er schützt sich vor der Gefahr.

Oder?

Wie sein Verhalten entstanden ist, können wir nicht wissen. Vielleicht war er mal im Zoo, vorm Elefantengehege, hat in die Hand geklatscht und die Elefanten sind zufällig – vielleicht, weil es gerade neues Futter gab – nicht weiter auf ihn zu, sondern zurück in ihr Haus gegangen.

In jedem Fall hat er verknüpft: wenn ich klatsche, vermeide ich eine große Gefahr.

Allerdings gibt es drei Probleme:

  1. Er wird nie herausfinden, ob’s die Elefanten im Blutrausch auf ihn abgesehen haben – noch nicht mal, ob es in der Nähe überhaupt Elefanten gibt. Nein, anders: er wird nie herausfinden, DASS es kein Elefant auf ihn abgesehen hat. Denn Du, lieber Leser, und ich, wir wissen, dass die Befürchtung an den Rüsseln herbeigezogen ist.
  2. Klatsch für Klatsch hält er eine nicht vorhandene Gefahr am Leben, verstärkt sie sogar, weil ihm jedes Klatschen als Beweis dient, dass sein Verhalten berechtigt ist.
  3. Sein schützendes Verhalten ist nun selbst zur Gefahr für ihn geworden. Sein Leben ist ernsthaft bedroht vom Zwang, alle zehn Sekunden in die Hände zu klatschen. Wer will so jemanden schon im Meeting sitzen haben, im Auto am Steuer, im Entspannungskurs, im Bett … und wie soll der Typ jemals gut schlafen können?

Die Elefanten in Deinem Leben

Gibt es in Deinem Leben etwas, auf das Folgendes zutrifft:

  1. Du schützt Dich davor, ohne zu wissen, ob (noch) Gefahr besteht.
  2. Du hältst das Nichteintreten der Gefahr für einen Beweis dafür, dass Dein Schutz notwendig und wirksam ist.
  3. Dein schützendes Verhalten ist das eigentliche Problem in Deinem Leben (geworden).

Sich diesen Teufelskreis bewusst zu machen ist der erste Schritt.

Bei mir zum Beispiel waren es keine Dickhäuter, sondern meine eigene Haut.

Einige Jahre lang zeichnete eine recht schwere Akne mein Gesicht. Um mich vor blöden Blicken und Kommentaren zu schützen, verließ ich die Wohnung immer seltener, oft über Tage gar nicht oder nur am Abend für einen Spaziergang im Dunkeln (1). Und ich hatte Recht, es funktionierte! Niemand schaute mich blöd an oder kritisierte mich (2). Nur: ich vereinsamte total, erfuhr mehr Unglück als es ein paar eventuelle dumme Sprüche je hätten anrichten können. Der Rückzug selbst wurde mein größtes Problem (3).

Was ist mit Dir?

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Und hast Du schon in den neuen myMONK-Podcast gehört? Hier gibt’s Folge 1 mit 7 Fragen, die mein Leben verändert haben – und Dich vielleicht auch ein kleines bisschen glücklicher und entspannter machen können:

Alles weitere zum Podcast findest Du hier.

Photo: Woman worries / Shutterstock