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Wer kennt dieses Lied nicht. Wer kennt diesen inneren Dialog nicht?

Ob Tim Bendzko sich sein Lied als inneren Dialog gedacht hat oder nicht, werden wir wohl nicht erfahren. Aber lesen Sie sich den Text einfach kurz durch und stellen Sie sich vor, da ist jemand, der einen inneren Dialog führt, jemand, der sich selber immer wieder vertröstet, vernachlässigt, nicht alles in sich ernst nimmt, weil von außen noch so wichtige Dinge an ihn herangetragen werden.

Alles ist wichtiger als man selbst. Viele Menschen, gerade Burnout gefährdete Menschen führen ähnliche Dialoge:

„Nur noch kurz die Welt retten“ Refrain:

Muss nur noch kurz die Welt retten, danach flieg ich zu dir.
Noch 148 Mails checken, wer weiß was mir dann noch passiert, denn es passiert so viel.
Muss nur noch kurz die Welt retten und gleich danach bin ich wieder bei dir.

Innere Dialoge führen wir alle, jeder Mensch macht das. Ihr ganzes Leben wird geprägt und bestimmt durch Ihren inneren Dialog. Es kommt vor, dass uns eine innere Stimme Vorwürfe macht, uns kritisiert, zu mehr Disziplin ermahnt, uns an wichtige Dinge erinnert oder uns auch lobt.

Bekanntlicherweise ist es ganz schön schwer, dieses Geschwätz im Kopf abzustellen, vor allem nachts, wenn man nicht schlafen kann, vor lauter Gedanken-Geschwätz im Kopf.

Wichtig ist, sich selbst ernst zu nehmen, dazu gehört es im ersten Schritt, wahrzunehmen, wie man mit sich selber kommuniziert.

Nimmt man das Lied von Tim Bendzko nochmals als Grundlage, so wird hier recht einseitig und dominant kommuniziert. Der mehr nach außen orientierte Anteil nimmt den, sich nach Nähe und Ruhe sehnenden Anteil nicht wirklich ernst und setzt sich ständig über ihn hinweg. Über kurz oder lang wird sich der ruhige Anteil nicht mehr melden, sich immer mehr zurückziehen, da er ständig ignoriert und nicht ernst genommen wird. Dies führt dazu, dass der nach Außen orientierte Anteil weiter so lebt wie bisher, bis er registriert, dass er alleine nicht mehr kann, dass seine Leistungsfähigkeit nachlässt, er sich schwach und ausgelaugt fühlt, er keine Sozialkontakte mehr hat, er einfach keine Lust mehr an seinem Leben verspürt.

Wenn man an diesem Punkt angelangt ist, erwacht in einem (bestenfalls) die Erkenntnis sowohl physisch als auch psychisch Ruhe zu benötigen, die einem die fehlende Kraft und Energie wieder zurückbringen kann. Es kann aber auch passieren, dass man im Krankenhaus erwacht und sich nur noch wundert was denn passiert ist, wenn man dazu noch in der Lage ist.

Sind Sie an diesem Punkt angelangt, so ist der Weg zurück in eine gesunde Zukunft oftmals sehr beschwerlich. Den inneren, sich nach Ruhe und Nähe sehnenden Anteil in sich hat man zu lange missachtet und überhört. Der Weg, wieder in einen Dialog zu treten, um eine gemeinsame Lösung für das gesamte Leben zu finden, ist langwierig. Sie werden erst lernen müssen, wie Sie diesen Weg überhaupt wieder finden können.

Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse ernst!

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine erfolgreiche Burnout-Prävention in Anspruch zu nehmen, damit Sie in eine solche Spirale erst gar nicht hineingeraten?

Zeitmanagement, Selbstreflexion und Stressmanagement sollten wichtige Themenkomplexe in Ihrem Leben sein.


Text von: Ute Felix, www.coachingundmediation.de
Herzlichen Dank für die Unterstützung!

 

Photo: Tim Morgan