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Zahlen definieren unser Leben, viel zu oft. Wir leben ein quantitatives Leben.

Gehalt. Umsatz. Karat. PS. Aktienkurs. Kontostand. Kalorien. Gewicht. Zentimeter. Tage seit. Tage bis. Likes. Follower. Gelesene Bücher. Bereiste Länder. Gestemmte Gewichte. Notendurchschnitt. Alter. Sexualpartner.

Zahlen sind überall, sollen uns helfen, uns und die Dinge einzuordnen und Entscheidungen zu treffen.

Ich hab mich fertig gemacht für Noten in der Uni, für zu wenig oder zu viel Gewicht, für Besucherzahlen auf meinen Websites.

Aber das, was wirklich zählt, lässt sich nicht zählen.

Es lässt sich nur im Herzen fühlen.

Welche Rolle spielt das Alter, wenn wir im Herzen jung sind?

Welche Rolle spielt die Anzahl an Ficks, wenn wir nie wirklich geliebt haben?

Welche Rolle spielt das Geld, wenn wir uns dafür verbiegen und selbst verlieren?

Glück. Erleichterung. Vergebung. Vertrauen. Freundschaft. Verbundenheit. Wachstum. Abenteuer. Gelassenheit. Romantik. Sinn. Authentizität. Hoffnung.

Das alles kann man nicht in Nummern gießen.

Wir brauchen die Zahlen nicht aus unserem Leben herauskürzen. Als Menschen sind wir eben dafür gestrickt, uns zu vergleichen. Und das Messen kann uns helfen. Solange wir achtsam bleiben und nicht aus den Augen verlieren, dass es am Ende nicht um Lebensquantität geht, sondern um Lebensqualität.

Wenn Du Dein Leben messen möchtest, wie wär’s mit diesen Fragen (sie sind altbekannt, aber das macht sie nicht schlechter):

Habe ich heute geliebt? Habe ich heute jemanden zum Lachen gebracht? Habe ich Dankbarkeit gespürt?

 

Siehe auch: Das wirklich Wichtige im Leben schreit nicht – es flüstert und Wie man aufhören kann, sich ständig mit anderen zu vergleichen.

 

Photo: Abhijit Kar Gupta