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Pferde kann man tot reiten, und Worte genauso. In Amerika bedeutet „Ich liebe Dich“ inzwischen nur noch so etwas wie „Hallo“, viel zu oft gedankenlos ausgeteilt von aufgespritzten Frauen, bussi, bussi, und von Männern mit leeren Herzen und vollem Rohr, ficki ficki; ein Trauerspiel ohne Tränen, eine platte Lüge, die keinen mehr was schert.

Und auch bei uns ist der Satz in vielen Beziehungen zu etwas Mechanischem verkommen, bedeutungslos geworden, hohl. Ich. liebe. Dich. Ja. ich. liebe. Dich. auch. Okay. Danke.

Eine Alternative wäre nicht schlecht.

Aus dem Film „500 Days of Summer“ stammt folgender Satz, von dem WELT.de schreibt:

Ich liebe uns.

Das macht einen Unterschied. Nicht nur, weil es unverbraucht ist.

„Ich liebe Dich“ hat etwas Trennendes an sich, kann auch einseitig sein. Der Spanner auf dem Baum kann die Frau lieben, die sich da gerade auszieht und die nichts von ihm weiß und noch weniger von ihm wissen will.

Zu „Ich liebe uns“ gehören zwei Menschen und eine zweiseitige Beziehung. Es schließt beide ein in einer warmen Blase. Sagt auch: ich liebe mich, wie ich mit Dir bin, für Dich bin, und ich liebe das, was wir zusammen haben und zusammen sind.

Ich liebe uns.

Sprich es aus. Keine Frage, der Satz fühlt sich anders an. Ob besser? Das kannst nur Du entscheiden.

(Am Ende geht’s natürlich gar nicht um die Worte, sondern darum, dass die Liebe echt ist.)

 

Siehe auch: Die 5 Sprachen der Liebe (Welche sprichst Du?), 15 Gedanken zur Liebe und Selbstliebe und 10 Anzeichen, dass Du in einer gesunden Beziehung bist.  

 

Photo: Per Gosche