Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Vielleicht ist das große Glück gar nicht so weit entfernt.

Da gibt es eine kurze Zen-Geschichte:

Fragten die Schüler: „Du bist immer so gelassen und zufrieden. Was ist Dein Geheimnis?

Antwortete der Meister: „Aus dem Herzen kommendes, uneingeschränktes Einverständnis mit dem Unvermeidlichen.“

Der Meister akzeptiert die Dinge, wie sie sind. Er erwartet nicht, dass sie anders sind – dass der Regen gefälligst aufhören soll, der Nachbarshund nicht mehr bellen oder die Nachbarsfrau stöhnen (komisch, wo doch ihr Mann gar nicht daheim ist, nur ihr Hund), die Schlange an der Kasse schrumpfen, die Gesundheit strotzen, die Partnerin statt Tripper und schlechter Laune Mon Chéri mitbringen, der Chef netter und das Portemonnaie fetter sein sollen.

Er erwartet gar nichts. Er ist vielleicht nicht immer happy! und berauscht, kein Dauergrinsen, kein Dauerorgasmus, doch ist er immer glücklich. Weil er Ja sagt zu allem, was da ist, zu allem, was sein Leben ist, und zu allem, was er selbst ist.

Oder, in fünf Worten:

Glück ist Realität minus Erwartungen.

Und unglücklich sind wir nicht wegen der Realität, sondern wegen unseren Erwartungen an uns (Leistung!), an das Leben (Erfolg!) und an die Menschen um uns herum (Respekt! Bestätigung! Liebe!).

So, wie ich früher von mir Supernoten im Studium erwartet hab, und dass ich mir nicht anmerken lassen, wie schwer‘s für mich war, unter Menschen zu sein, und dass mich alle mögen, für den, der ich bin, obwohl ich den gar nicht gezeigt habe.

Und so, wie ich heute noch zu oft von mir erwarte, ständig gute Texte für myMONK zu produzieren – zum Teufel mit den Tagen, an denen es nicht klappen will – und dass myMONK schneller wächst, manches scheinbar lästige Gefühl schneller verschwindet und meine Wunden schneller heilen.

Doch jedes Mal blieb und bleibt die Realität unbeeindruckt von dem, wie ich sie lieber hätte. Sie ist, wie sie ist. Gegen sie kämpfen: sinnlos und erschöpfend und deprimierend.

Wenn wir also das nächste Mal denken …

„Nein, das darf nicht sein. Nein, ich will das so nicht. Nein, das (oder die, oder den, oder mich) kann ich nicht akzeptieren.“

… dann lass uns tief durchatmen und daran erinnern:

Glück ist Realität minus Erwartungen.

Nichts im Außen muss sich ändern, damit wir glücklich sein können, hier und jetzt und für all die Zeit, die uns bleibt (auch wenn das leichter geschrieben als getan ist).

P.S.: Ich habe diese Glücksdefinition von Tim Ferriss gelernt, Autor von „Die 4-Stunden-Arbeitswoche“.

P.P.S.: Siehe auch Die 3 Arten des Glücks (und wie wir dem falschen hinterherjagen) und Wie man belastende Erwartungen loslassen kann.

Photo: sabin paul croce