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Fotograf Michael Wolf verleiht dem japanischen Großstadt-Stress ein Gesicht. In seiner Fotoreihe „Tokyo Compression“ zeigt er Menschen auf dem Weg zur Arbeit. Leere Gesichter in den überfüllten U-Bahnen einer überfüllten Stadt.

Der Spiegel beschreibt die Eindrücke so:

Was man auf Wolfs Bildern sieht, kommt einem nahe: An die Scheiben gepresste und dadurch entstellte Gesichter japanischer Angestellter. Verkrampfte Finger, die Halt an den vom kondensierten Schweiß befeuchteten Fenstern suchen. Menschen, die im Stehen schlafen, und dabei aussehen, als wären sie tot. Menschen, die direkt in die Kamera blicken, ohne sie wahrzunehmen, ohne irgendetwas wahrzunehmen. Menschen, ihrer Umwelt und ihrer selbst entfremdet, gezwungen, sich schon auf dem Arbeitsweg zu quälen, damit das Gehalt auch am Ende dieses Monats auf das Konto kommt. Moderne Sklaven.

Zu den Bildern geht es hier: http://www.photomichaelwolf.com/tokyo_compression/

Manchmal könnte man ähnliche Fotos in der morgentlichen Münchner U-Bahn machen (zumindest nach Betriebsstörungen).

 

Photo: Dom Crossley