Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Es ist so lange zu früh, bis es zu spät ist.
– Unbekannt

Es ist hart, etwas zu ändern.

Ein Teil unseres Gehirns hasst Veränderung und versucht uns mit aller Kraft davor zu bewahren. Durch Faulheit, Zweifel, durch „Ach, es könnte alles viel schlimmer sein“, durch „Ich hab’s ja nicht anders verdient“ oder „Dafür ist es zu spät“. Das macht es auch so schwer zu erkennen, wann die Zeit gekommen ist, wirklich etwas zu ändern.

Zum Glück gibt es einige Zeichen, die Dir den Weg weisen können. Ganz gleich, ob es darum geht, umzuziehen, eine neue Karriere anzustreben, neue Menschen kennen zu lernen oder negative Beziehungen hinter Dir zu lassen, oder Dich auf eine andere aufregende Reise zu begeben.

Hier sind sie, die Zeichen für eine Veränderung:

1. Du hast das Gefühl, in einem fremden Leben festzustecken

Meine Situation als Angestellter kann ich nicht besser beschreiben als mit diesen Worten. Es war einfach widernatürlich für mich. Die vorgegebenen festen Zeiten, all die Meetings, die mir oft wie eine riesige Lebenszeitverschwendung vorkamen, das Politische, an dem in größeren Unternehmen nichts vorbeiführt. Das war alles nicht meins, nicht mein Traum und nicht mein Leben, sondern das eines Fremden. So ähnlich ging’s mir auch mit manchen Jobs, die ich während meines Studiums hatte. Wenn’s Dir auch so geht, lass mich Dir Mut machen: das eigene Leben, das, was sich richtig und passend anfühlt, ist irgendwo da draußen, es wartet auf Dich. Im Ernst.

2. Du hasst den Ton Deines Weckers mehr als alles andere

Ein gutes Indiz – auch für die Nummer 1 dieser Liste. Wie oft drückst Du die Schlummertaste Deines Weckers? Wenn Deine Antwort größer ist als 0, könnte das zwei Gründe haben: Du schläfst zu wenig oder Du lebst zu wenig, wonach Dir ist. In beiden Fällen wäre eine Veränderung nicht schlecht, und wenn das für Dich bedeutet, früher ins Bett zu gehen oder an Deinen Lebensgewohnheiten zu schrauben, um Dich insgesamt wacher und vitaler zu fühlen.

3. Deine Gedanken sind meistens woanders als Dein Körper

Als ich studierte, wartete ich immer auf die nächsten Ferien, in denen das Lernpensum endlich wieder abnimmt. In den Ferien habe ich meistens intensiver gearbeitet. Und mir dabei die Zeit des Semesters herbeigesehnt, in der ich endlich wieder weniger arbeiten musste. Mein Körper arbeitete im Jetzt, meine Gedanken kreisten in der Zukunft.

Wenn man sich häufig die Vergangenheit zurückwünscht oder in Gedanken immerzu beim nächsten Wochenende, nächsten Urlaub oder der Rente ist … könnte dann etwas am jetzigen Leben veränderungsbedürftig sein – im Äußeren oder im Geist?

Verschenkt man den Moment, verschenkt man alles.

4. Du hast das Gefühl, ständig und mit allen anderen im Wettstreit zu stehen

Der ständige Vergleich und das permanente Gefühl, mit anderen im Wettstreit (Krieg?) zu stehen ist ein Zeichen, dass eine innere und vielleicht auch eine äußerliche Veränderung notwendig ist.

Für mich persönlich eine größere Baustelle, als ich es gern zugeben möchte. In privaten Beziehungen macht der ständige Vergleich ohnehin keinen Sinn, und auch sonst ist er nicht unbedingt vorteilhaft.

Im Studium zum Beispiel war der Wettbewerbs-Gedanke ein echter Antreiber für mich, der mich auf den Zeugnissen weit gebracht hat, sozial aber behinderte.

Andererseits kommt mir die Wir-haben-uns-alle-lieb-Propaganda der Selbsthilfe-Industrie auch etwas fadenscheinig vor. Business bleibt Business, ob es dabei um Yoga geht, um Mettwurst oder um Haarspray – am Ende des Tages müssen wir alle unsere Rechnungen zahlen.

Ich möchte da einfach schauen, mit wem ich gut auskomme. Was alle anderen angeht: da arbeite ich dran, sie nicht mehr wichtig genug zu nehmen, um mich mit ihnen zu vergleichen.

Letztlich ist man, wenn überhaupt, nur mit sich selbst im Wettstreit.

5. Du schwimmst in einer Suppe aus negativen Gedanken

Oh man. Ich schwamm nicht nur in einer Suppe aus negativen Gedanken. Ich drohte, in ihr zu ertrinken. Abwertungen seiner eigenen Person oder anderer Menschen, übertriebene Zweifel, Pessimismus, Sorgen … all das sind nicht nur Gedanken, sondern Zeichen. Zeichen dafür, dass etwas anders werden muss. Du kannst heute damit beginnen.

Du könntest einen Blick werfen auf „Die myMONK-Meditationen“ oder Dich einfach fragen:

Was ist gut an meinem Leben?
Was ist gut am heutigen Tag?
Wofür bin ich dankbar (oder wofür könnte ich dankbar sein, wenn ich nicht so ein Griesgram wäre)?
Wovon träume ich?
Was kann ich heute tun, um meinen Träumen näher zu kommen?

6. Du fühlst Dich unter Druck gesetzt von etwas anderem als Deinen Träumen

Es gibt echte Verpflichtungen, die ein erwachsener Mensch einhalten muss. Mann kann schlecht sagen: „So, Kinder, packt eure Sachen. Mama macht jetzt Kunst und bis sie Weltstar ist leben wir unter einer Brücke“.

Und dann gibt es noch unechte Verpflichtungen, solche, die der eigene Kopf oder der eines anderen für einen kreiert, um einen klein zu halten.

Musst Du wirklich X Euro im Jahr verdienen – koste es, was es wolle?
Wirst Du wirklich nie einen neuen Job finden und brauchst deshalb gar nicht erst danach zu suchen?
Bringt sich Dein Partner wirklich um, wenn Du ihn verlässt (so wie er es Dir angedroht hat)? Wenn ja, bist Du dann daran Schuld?

Von einschränkenden Glaubenssätzen befreien in 30 Minuten“ könnte Dir dabei helfen, die eigenen Verpflichtungs- und Schuldgefühle zu erkennen, zu hinterfragen und auszuhebeln, die Dich unter Druck setzen, etwas zu tun, das nicht Deinen wirklichen Sehnsüchten entspricht.

7. Du bist gelangweilt

Ööööde?

Kaum ein Zustand hat so eine klare Message wie die Langeweile. Du brauchst etwas Neues: ein neues Erlebnis, eine neue Erfahrung, neue Träume.

8. Du hast Angst

Angst kann ein sehr guter Wegweiser sein. Wenn Du keine Angst dabei empfindest, während Du an Deinen Traum denkst, ist es vermutlich nicht der richtige Traum für Dich.

Schau der Angst in die Augen.

Und dann tritt ihr in die Eier.

Siehe auch „Warum Du nie das Buch geschrieben oder das Unternehmen gegründet hast, von dem Du schon so lange träumst.“

9. Du zwingst Deine Mitmenschen zu etwas, um Dich selbst besser zu fühlen

Im Fernsehen habe ich neulich eine Mutter gesehen, deren schon lange schwerkrankes Kind im Sterben lag. Sie hat es angefleht, noch bei ihr zu bleiben, obwohl sie das Gefühl hatte, die Seele ihres Kind würde gern den kranken Körper verlassen. Es blieb jedoch weiter am Leben.

Das ist ein trauriges, zutiefst menschliches, für mich absolut nachvollziehbares Beispiel dafür, dass wir manchmal Dinge von Menschen fordern, um uns besser zu fühlen, auch wenn die andere Person darunter leidet.

Weniger dramatische Beispiele, die dennoch als Zeichen einer notwendigen Veränderung interpretiert werden können / sollten: durchziehen unser aller Leben. Die Eltern, die das Kind nicht ausziehen und erwachsen werden lassen wollen, der Mann, der seiner Frau von der beruflichen Neuorientierung abrät, der Chef, der seinen Mitarbeiter bis zu unmenschlichen Leistungen prügelt, um vor seinem eignene Chef besser dazustehen.

10. Du bemerkst, dass nur die Oberfläche glänzt

Wenn die Fakten zu stimmen scheinen, wenn die Beziehung superglücklich, das Leben supererfolgreich, der Körper superfit wirkt … und man dennoch das Gefühl nicht los wird, dass es unter der glänzenden Oberfläche Risse gibt … ja, auch dann kann die Zeit für eine Veränderung gekommen sein. Zumindest aber für einen kritischen Blick hinter die Fassaden.

11. Du wirst nicht wertgeschätzt

Du lebst in einem Umfeld, in dem Du nicht gut behandelt wirst?

Und weißt Du im Grunde ganz genau, dass Du niemanden ändern kannst – auch wenn Du es wieder und wieder versuchst?

Vielleicht will Dir Dein Leben damit zeigen: „Hier bist Du nicht richtig. Gehe dorthin, wo Du gegenseitige Liebe und Respekt mit anderen austauschen kannst“.
Letztlich hast Du immer die Wahl: Du kannst alles beim Alten belassen, oder losziehen in ein neues Abenteuer. Du kannst bleiben, wie Du bist, oder eine neue, mutigere und kräftigere Version von Dir selbst werden.

Es ist hart, etwas zu ändern.

Doch es lohnt sich.

Ist die Zeit reif für eine Veränderung in Deinem Leben? Das neue myMONK-Buch Wie man die richtigen Entscheidungen trifft hilft Dir, die Antwort zu finden.

Photo: Jack Batchelor