Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Ist oft schon schwer genug, das Leben. Da sollten wir jede Möglichkeit nutzen, es uns leichter zu machen. Hier zehn kleine Tricks, mit denen wir besser mit Emails, Menschen und Bananen klarkommen können. Und mit dem, was uns aus der Nase fliegen will.

1. Das Niesen stoppen

Ich niese eigentlich ganz gern. Aber manche Menschen empfinden das in manchen Situationen als unangemessen.

Was man nicht tun sollte: die Nase zuhalten. Der Niesreflex schleudert die Luft nämlich mit mehr als 150 km/h aus der Nase, lässt man die Luft nicht heraus, drückt sie nach innen. Es gibt sogar Berichte von Menschen, die davon taub wurden und blieben, weil’s ihnen das Trommelfell zerhauen hat. Auch Risse der Hauptschlagader, Fehlgeburten und Blutgerinsel können dabei auftreten.

Verschiedene Strategien können hier Abhilfe schaffen:

  1. Die Nase putzen. Das befreit die Nasennebenhölen von der Reizung.
  2. Die Zunge hinter hinter die oberen Vorderzähne pressen – genau dort, wo die Zähne ins Zahnfleisch übergehen (Zahnansatz). So fest wie möglich, so lange wie nötig.
  3. Die Nase oberhalb der Nasenspitze mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken und ziehen, als würde man die Nase aus dem Gesicht entfernen wollen. Nicht so stark, dass es weh tut, und erst recht nicht so stark, dass man die Nase dabei tatsächlich entfernt.

2. Beim Drucken Tinte sparen

Man nehme ein Textdokument, das man ausdrucken möchte. Markiert dann den ganzen Text und formatiert ihn in grauer Schriftfarbe. Der Drucker verbraucht somit weniger Tinte – die schwarze Farbe ist ja nichts anderes als mehrere Graudrücke übereinander.

Schneller fertig gedruckt und umweltschonender ist es auch.

Nur ein Ausdruck ganz in weiß läge da noch vorn. Den kann man aber leider nicht mehr lesen (dafür kann man das Papier wiederrum sehr oft benutzen).

3. Nie wieder Mails an den falschen Empfänger senden

Innerhalb von wenigen Sekunden von Zweifel zu Schrecken zu Oh mein Gott! … ein Film aus üblem Stoff, de, wenn wir eine private, peinliche oder aus Versehen an den Falschen schicken.

Ist mir schon oft passiert. Sorry nochmals an meinen Steuerberater, dass der Heiratsantrag nicht ihm gegolten hat.

Die Lösung: das Adressfeld leer lassen, bis die Mail fertig getippt ist und erst ganz am Ende bewusst einsetzen.

4. Emails an sein Zukunfts-Ich schreiben

Wie wäre es, in Dein E-Mailpostfach zu schauen und Post von Dir selbst zu bekommen, aus der Vergangenheit? Post, die Dich erinnert, berührt, zur Verantwortung zieht, zeigt, wie Du gekommen bist, oder dass Du vielleicht etwas aus dem Blick verloren hast, das Dir eigentlich sehr wichtig ist.

Nachdem ich viele Jahre meines Lebens dem Bau einer Zeitmaschine widmete und leider scheiterte (wenn auch nur knapp), bin ich nun eine andere Lösung gestoßen:

Auf der Website „Write a letter to the future“ kann man sich kostenlos Mails zu einem späteren, ausgewählten Zeitpunkt schicken.

Zum Beispiel könnte etwas drinstehen wie:

„Liebes Ich, ich hoffe, Dir geht es gut. Ich wollte Dir nur sagen, dass Du mir wichtig bist. Ach ja, und bitte denk dran, die Bananen andersrum zu schälen.“ (siehe weiter unten im Text)

Oder:

„Na, hast Du heute schon Deine zehn Minuten Sport gemacht für den Körper, den Du Dir schon so lange wünschst und meditiert für die Gelassenheit, nach der Du Dich so sehnst?“

Oder:

„Hast Du die Sache mit Deiner Scheidung inzwischen geregelt, um die Du Dich kümmern wolltest?“

5. Vorm Schlafengehen das Gehirn aufräumen

Chaos im Kopf kann uns schlecht einschlafen lassen.

Vorm Schlafengehen kannst Du Dir eine Minute nehmen, um Deinen Tag zusammenzufassen anhand dreier Fragen:

  1. Was habe ich heute getan und warum?
  2. Habe ich heute etwas Wichtiges nicht getan, aus Bequemlichkeit oder Angst … und wenn ja, warum genau?
  3. Was kann ich morgen noch besser machen und wie?

Besonders gut funktioniert es, wenn wir die Antworten aufschreiben und das Gehirn damit nicht nur aufräumen, sondern leeren. Was wir aufschreiben, kann der Kopf leichter loslassen.

6. Bananen schälen wie ein Affe

Affen schälen ihre Bananen anders herum als wir’s üblicherweise tun. Und die müssen nun wirklich wissen, wie es geht.

Sie machen’s so, dass:

  • man nicht zerren und reißen muss
  • sich beim Schälen sich keine Fäden unter der Schale ziehen, die man mühevoll ablösen muss
  • die Banane nicht zerquetscht wird.

Dazu muss man die Banane nur auf den Kopf drehen, am Stielende festhalten und am anderen Ende öffnen.

7. Produktiver sein

Was machst Du am Anfang Deines Arbeitstages? Die Mails checken und beantworten? Leute zurückrufen? So oft verstricken wir uns schon zum Beginn in Aufgaben, die zwar dringlich scheinen, aber nicht wichtig sind, und von da an treiben wir von einer äußeren Anforderung zur nächsten, und am Ende haben wir vielleicht mal wieder viel getan, aber wenig geschafft.

Sehr viel mehr erledigt man, wenn man am Anfang einen Zettel nimmt, die drei wichtigsten Todos des Tages draufschreibt und priorisiert, und dann mit der Aufgabe #1 anfängt.

Dauert nur eine Minute, wirkt sich aber sehr positiv auf alle anderen Minuten des Tages aus. Wenn Du daran zweifelst, probier’s nur ein einziges Mal aus und schau, was passiert.

7. Muskeln am Schreibtisch trainieren (ohne sich zum Affen zu machen)

Presse Deine Handflächen so fest wie möglich zusammen. So, dass Du Druck in den Armmuskeln, den Schultern und der Brust spürst. Baut Muskeln auf und reduziert den Stress.

(Im Gesicht ankommen muss diese Anstrengung nicht unbedingt, sonst drohen Mißverständnisse.)

9. Schnell Sympathie und Vertrauen gewinnen

Wer gemocht werden will, sollte zuerst mögen. Fremde Menschen, die wir symphatisch finden – und sei es aufgrund des bewussten Versuchs, sie symphatisch zu finden – finden uns mit höherer Wahrscheinlich ebenfalls symphathisch. Psychologen sprechen von Akzeptanzresonanz.

Ebenfalls mehr gemocht wird man von Menschen, die man gebeten hat, uns einen Gefallen zu tun. Um ihre Unterstützung vor sich selbst zu legitimieren, sind wir ihnen symphathisch – der sogennante Benjamin-Franklin-Effekt.

Und Vertrauen schafft beim Anderen, wenn wir uns für Dinge entschuldigen, für die wir gar nichts können. Für’s Wetter. Für den leeren Kaffeeautomaten. Oder für die hässliche Krawatte des anderen, die mit den gelben Enten drauf. Oh, wobei, letzteres könnte nach hinten losgehen. Dann lieber ein Kompliment hinterherschieben „… aber die gelben Enten passen farblich sehr gut zu Deinen Zähnen.“

Tja, zwischenmenschlich hab ich’s echt drauf.

Jedenfalls: Entschuldigungen beeinflussen das Vertrauen stark. Nachgewiesen wurde das von Forschern um Alison Brooks von der Harvard Busines School. Schauspieler wurden gebeten, Fremde am Bahnsteig anzusprechen mit der Frage, ob man sich kurz deren Handy leien könne. Bei „Entschuldigen Sie, aber dürfte ich mir kurz Ihr Handy ausleihen“ rückten es neun Prozent heraus. Bei „Entschuldigen Sie bitte den schlimmen Regen, aber dürfte ich mir kurz Ihr Handy ausleihen?“ ganze 74 Prozent.

(Von diesen drei Tipps habe ich bei Karrierebibel gelesen.)

10. Ehrlichere Antworten bekommen

Du hast also diese wunderschöne neue Krawatte (gelbe Enten), bist Dir aber nicht sicher, was die Kollegen davon halten.

Du könntest sie einfach fragen … aber mit sehr viel höherer Wahrscheinlicher bekommst Du eine ehrliche Antwort, wenn Du vorher bittest, dass der Andere seine Hand aufs Herz lesen möge. Diese „Hand-aufs-Herz“-Geste macht wirklich ehrlicher, sie erhöht den inneren Widerstand zu lügen.

Dein Trick

Bitte entschuldige, dass wir im Jahr 2016 leben … wenn Du einen Tipp auf Lager hast, den man schnell lernen kann, immer her damit unten bei den Kommentaren!

(Und Vorsicht, ich könnte Dir durch diesen Gefallen symphatisch werden.)

 

Siehe auch: 13 mächtige psychologische Tricks, die Du kennen solltest.

 

Inspiriert von: Business Insider | Photo: Jaka Ostrovršnik