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Die großen Ziele in noch größerer Ferne, der nächste Urlaub ebenfalls, das Glücklich-Sein aufs Ende einer langen Bank geschoben, von Erledigung zu Erledigung hetzen, von hier nach dort am Morgen und wieder zurück am Abend, und dabei irgendwie der Gedanke: Wozu das alles, wenn es mir dadurch doch nie besser geht?

So erleben es wohl viele von uns. Doch das muss nicht sein.

Der PsyBlog hat zehn Dinge zusammengetragen, die nachweislich glücklicher machen. Und zwar nicht erst irgendwann. Sondern schon heute.

Hier sind sie, wie immer frisch von mir verpackt und wie ein Edeka-Verkäufer aus der Fernsehwerbung lächelnd als Wörterwurst über die Theke gereicht:

  1. Zieh was ab, dann rechne es wieder dazu. Oft denke ich an das, was ich nicht habe (Muskeln, Millionen, Infinity-Pool, Doktortitel, Einhorn). Doch statt an das, was uns fehlt, können wir auch daran denken, wie sehr uns fehlen würde, was wir schon haben und für selbstverständlich nehmen. Wir schließen dazu die Augen. Dann radieren wir vom Gesamtbild unseres Lebens für einen Moment wichtige Teile weg und betrachten das schmerzhaft klaffende Loch. Wie wäre unser Leben ohne diesen Freund, diese Beziehung, oder den geliebten Hund, wie sehr würden wir das vermissen? Anschließend atmen wir tief durch, öffnen die Augen und freuen uns, dass es doch da ist. Mentale Subtraktion nennt der Psychologe das.
  2. Sag Danke. Um ganze 25 Prozent erhöht sich unser Glückslevel, wenn wir Dankbarkeit praktizieren. Besonders wirksam ist es, wenn wir einem anderen danken, für das, was er für uns tut und ist. Oder noch besser: Einen Dankesbrief schreiben. So wie Inka, die der Familie ihres lebensrettenden Organ-Spenders jedes Jahr schreibt. Wer innerhalb von drei Wochen insgesamt drei dieser Dankesbriefe (oder Mails) schreibt, wird sogar dauerhaft spürbar zufriedener.
  3. Gib Geld aus – für einen anderen. (Nicht von einem anderen.) Man kann Geld ausgeben und sich hinterher sehr schlecht fühlen (der Infinity-Pool wollte einfach nicht in meine Mietwohnung im zweiten Stock passen) … oder sich sehr gut fühlen. Letzteres klappt am leichtesten, wenn wir es für einen anderen ausgeben. Warum? Forschern zufolge stärkt das unser Bild von uns selbst, wir sehen uns als einen Mensch, der gern gibt – und fühlen uns dadurch besser. Außerdem kann ein Geschenk oder eine Einladung zum Essen die Beziehung fördern. Vor allem, wenn Geschenke die Sprache der Liebe des anderen sind (hier geht es nicht um die Höhe der Ausgabe, sondern darum, dass wir an den anderen gedacht haben).
  4. Beweg Dich. Ich geb’s ja ungern zu, da ich sogar für ein Couchpotato-Dasein zu faul bin – ich schaffe es gar nicht erst vom Bett auf die Couch – aber es stimmt wohl: Nichts hilft und so dabei, uns besser zu fühlen, mehr Energie zu haben und weniger verspannt zu sein als Bewegung. Dazu ist kein Marathon nötig, ein Spaziergang in der Mittagspause zum Beispiel (wenn möglich nicht zu McDonalds) reicht bereits aus.
  5. Hör Musik. Musik gehört zu den beliebtesten Strategien der Menschen, um in eine andere Stimmung zu kommen (genau das ist der Hauptgrund, warum wir Musik hören). Auch traurige Musik kann uns glücklicher machen, weil sie einen interessanten Mix aus positiven und negativen Emotionen erzeugt, eine eigene Romantik hat.
  6. Mach Pläne. Vorfreude ist die schönste Freude. Erwiesenermaßen: Wir erleben intensiveres Glück, wenn wir nach vorn schauen als wenn wir auf etwas zurückschauen. Worauf hast Du Lust, was möchtest Du Dir Schönes vornehmen?
  7. Pflege Freundschaften. Freunde, das sind die, die Du immer wieder mal angerufen oder getroffen hast, bevor Du komplett im Job und / oder Familienleben versumpft bist. Für das Glückslevel macht ein regelmäßiger Kontakt einen großen Unterschied: es entspricht einem Jahreseinkommenszuwachs von 100.000€, wenn wir Freunde statt einmal im Monat oder seltener an den meisten Tagen sehen.
  8. Schreib auf, was Dich glücklich macht. Drei gute Dinge, die am Tag passiert sind, jeden Abend aufzuschreiben, führt noch sechs Monate später zu mehr Lebenszufriedenheit, weniger Arztbesuchen und einem verringerten Risiko für depressive Symptome, wie der bekannte Glücksforscher Martin Seligman nachweisen konnte.
  9. Tue, was Du besonders gut kannst. Worauf Du vielleicht sogar stolz bist, ein bisschen oder riesig. Hol das Akkordeon raus, pack Dein Blasrohr aus. Dressiere (oder frisiere) Deinen Hamster, jongliere, mach Klimmzüge, putz Dein Auto oder putz Dein Kind beim Schach weg. Wenn wir tun, was uns liegt, erleben wir Freude und bauen unser Selbstbewusstsein auf.
  10. Träume. Wenn wir unsere Gedankenreisen mal bewusst wegführen von dem, was uns Sorgen macht oder ängstigt, uns deprimiert oder ärgert (falls das Blasrohr verstopft ist oder das 3-jährige Kind vorhin doch beim Schach gewonnen hat) … hin zu den guten alten Zeiten, verschafft uns das ebenfalls nachweislich Glücksgefühle (auch, wenn das Planen der Zukunft noch effektiver ist).

Wir können also eine Menge kleiner Dinge tun, damit es uns gut geht und das Leben nicht nur trüb und monoton wie ein Fließband aus Aufgaben an uns vorüberzieht.

Wann bist Du besonders glücklich?

(Und eine Frage, die sich wirklich lohnen kann: Warum nimmst Du Dir dafür womöglich so selten Zeit?)

Siehe auch: 10 Gewohnheiten, die Dich nachweislich glücklicher machen und 20 Wege, sich sofort besser zu fühlen und 28 Dinge, die Du Dir ab heute nicht mehr antun solltest.

 

Photo: Sjoerd Lammers (Street Photography)