Warum Du heut im Leben genau dort stehst, wo Du stehst | myMONK.de
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|4. März 2013 18:18

Warum Du heut im Leben genau dort stehst, wo Du stehst

Sie sah ihn an und hatte diesen Blick und er wusste, was sie wollte (wie in „Shades of Grey“!) und ihm ging die Hutschnur auf, wenn Du weißt, was ich meine, und sie meint ihn und seinen Körper und er meint: „fuck, ich würde ja gern, aber ich muss ins Büro, in einer halben Stunde beginnt das Meeting“ und sie fühlt sich zurückgewiesen und er sich mies, und ihn kotzt das gerade so was von an, dass er jetzt gehen muss und überhaupt diesen Job machen muss, rauf und runter geht’s in seinem Kopf und naja, dann geht er runter, setzt sich ins Auto und fährt in die Arbeit.

„Ich arme Sau“, denkt er.

„Du kleiner Lügner“, denke ich.

Warum?

Weil er sich anlügt und sie anlügt (und mich auch, und das obwohl ich ihn erfunden habe).

Er muss nicht ins Büro, nie im Leben. Er muss ab und zu etwas essen und regelmäßig etwas trinken und immer atmen und dazwischen mal aufs Klo gehen und schlafen. Das ja. Aber das war’s dann auch mit dem, was er muss (wenn er überleben will). Ins Büro muss er nicht. Nicht heute und nicht morgen, niemals. Er will ins Büro – jedenfalls lieber, als bei der Frau zu bleiben.

Er hat das Für und Wider abgewogen, mehr oder weniger bewusst, und sich dann für die Option entschieden, die für ihn persönlich angenehmer ist. Jetzt erwartet ihn zwar eine grantige Frau am Abend, die ihm heute mal nicht seine Leibspeise aus Bio-Eiern und Pferde-Hack zubereitet, und er hat auf die Zeit im Bett verzichtet … aber: dafür machen ihm Chef und Kollegen keinen Ärger, er muss nicht um sein Standing im Unternehmen und sein Gehalt fürchten, er verpasst nicht, was im Meeting besprochen wird und kann vielleicht die eine oder andere Entscheidung beeinflussen.

Er konnte nicht beides haben, klar. Aber er war nicht gezwungen, das eine oder das andere zu tun. Er hat sich dafür entschieden, sich ins Auto zu setzen und abzudüsen. Er hat den Job, weil er sich dafür entschieden hat, und er geht hin, weil er sich so entschieden hat, und er bleibt nicht bei der Frau, weil er sich so entschieden hat.

Mit Ausnahme von Krankheiten und anderen harten Schicksalsschlägen lässt sich dies auf alles übertragen, stehen wir zu 100% dort im Leben, wo wir stehen, weil wir uns dafür entschieden haben. Vielleicht träumen wir schon lange davon, nicht mehr im Controlling sondern als Künstler zu arbeiten, aber wir haben uns bisher dafür entschieden, Controller zu bleiben. Wir waren nicht bereit, den Preis dafür zu zahlen, das war uns die Unsicherheit und Anstrengung und der Verlust der Kollegen und des Status‘ nicht wert. Stattdessen haben wir uns vielleicht lieber als Opfer gesehen, die unabänderlich von Gott mit diesem Job in dieser Firma bestraft wurden. Aber auch das ist unsere Entscheidung gewesen (wenn auch nicht unbedingt bewusst): uns lieber als Opfer zu sehen, uns nicht konfrontieren zu müssen mit uns selbst und unserer Entscheidung und womöglich Bequemlichkeit oder Angst.

Das ist in jedem Lebensbereich dasselbe. Dein Partner? Du hast Dich für ihn entschieden. Dein Auto? Du hast es aus freien Stücken gekauft. Dein Wohnort: ebenfalls. Und so weiter.

Ganz einfach. Und doch von einer Tiefe, von der mir schwindlig wird, wenn ich länger hinein schaue.

 

Photo: Jon Wick

107 Kommentare

  • Genial! Genau so ist es.

  • lieber tim, find ich gut, wie du es auf den punkt gebracht hast! wir sind der schöpfer unserer welt, und nur wir sind dafür verantwortlich! aber es halt so einfach zu sagen “ich würde ja gern, aber……..” die entscheidung auf andere abschieben – eigentlich ist es nix anderes!! liebe grüße, brigitte

  • seit mir klar geworden ist, dass wir tatsächlich für alle entscheidungen im leben selbst verantwortlich sind (ich würde soweit gehen zu behaupten, dass auch krankheiten und schicksalsschläge mit hineingehören, denn solche dinge kommen nicht aus heiterem himmel, sondern sind auch nur wieder das resultat aus getan oder nicht getan) hat sich vieles in meinem (innen)leben verändert.

    unglaublich wie wir es schaffen uns tagtäglich selbst zu belügen. ist schon fast wie ein sport. ausreden hin und herschieben, die schuld jedem anderen versuchen in die schuhe zu schieben. familie, schule, partner, politikern, konzernen, religion… “eigentlich” haben wir immer die wahl. nur selten gefällt uns aber, was wir dafür tun, aufgeben, verändern müssten…wenn wir mal ganz ehrlich sind.

    • Das ist natürtlich eine radikale Verantwortlichkeit, die Du da übernommen hast (und auch anderen zuweist). Buddhisten sind sich da ja sicher, dass auch Schicksalsschläge von einem selbst irgendwann und irgendwie ausgelöst wurden. Ich bin mir da nicht ganz so sicher. Und bei den Krankheiten ist’s halt zum Beispiel auch eine Frage der Gene – oder eine Frage, ob die eigene Mutter in der Schwangerschaft geraucht und gesoffen hat wie ein Loch. Auch da würden die Buddhisten vermutlich sagen: “Du wurdest Deinem Karma entsprechend von dieser Frau zur Welt gebracht”, aber ich weiß nicht, ich weiß nicht …

      Von diesen beiden Punkten mal abgesehen bin ich aber ganz auf Deiner Seite.

  • Ein Thema für lange Abende mit einem guten Wein und mit Sicherheit keinem Konsenz. Was vollkommen OK ist. Und wer weiss, wie ich/wir in ein paar Jahren darüber denke/n. das leben ist und bleibt Veränderung.

  • Die Theorie der Wiedergeburt und des Karmas ist für uns vielleicht deswegen so hinterfragunsgwürdig, weil wir einfach mit anderen Weltbildern aufgewachsen und von ihnen geprägt wurden. Ein Buddhist würde vielleicht über unsere Sicht der Dinge schmunzeln. Jeder hat in seiner Welt, in seiner Sichtweise “recht”.

  • …oder wie benannte Julia Roberts so schön in “Eat, Pray, Love” den Wein -> Therapeut. ;-)

    • Das ist jetzt mal ne Frage: glaubst Du, der Film “Eat, Pray, Love” würde einem Mann auch gefallen?

      • @Tim & Doreen – Bin ein ganz normaler Hetero-Mann und der Film “Eat, Pray, Love” mit Julia Roberts hat mir sehr gut gefallen.
        @Björn & Brigitte – Hab’ mich bewusst von meiner Rolle als Alpha-Tier verabschiedet und fühle mich seitdem freier, leichter und attraktiver als je zuvor. Und es gibt Frauen, die diese Entwicklung und Veränderung bei einem Mann gut finden und sich gerade deshalb bewusst für ihn entscheiden. Nur Mut. Es gibt sie, die neuen Männer und Frauen, die sich voller Respekt auf Augenhöhe begegnen und nicht mehr miteinander konkurrieren, sondern sich in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit ergänzen und dies als Bereicherung erfahren dürfen.

  • Es gibt welche, die ihn auch mögen, aber nach meinen Erfahrungswerten liegt die Erfolgsquote bei gefühlten 98:2 ;-)

    • Na, Außenseiter will ich auch nicht sein. Dann ohne mich. Oder nur nach ein paar Flaschen Wein. :)

      • Na, Tim, hast Du den Film mittlerweile gesehen?
        Ich kann ihn nur empfehlen. Er ist tiefgründig und auch witzig und hat eine deutliche Botschaft.
        Nur weil er fälschlicher Weise einem Klischee zugeordnet wurde, meinen Männer, es wäre ein reiner Frauenfilm und das männliche Ego sträubt sich dann natürlich.
        “Ein ‘Frauenfilm’? SOwas schau ICH mir doch nicht an! PÜH!”
        *armeverschränk*
        *haarezurückwerf*
        *mitdemfußaufstampf*
        *umdreh*
        *ausdemzimmerstapfe*
        *türzuknall*
        Ich empfehle ihn OHNE Wein anzuschauen. Es lohnt sich.

  • sorry, den konnte ich mir jetzt auf deinen Kommentar nicht verkneifen ;-)
    http://mymonk.de/kampfansage-liebe-sorge-um-die-meinung-der-anderen/

    • Er trifft mich nicht ganz unerwartet :) – ich bin ja eigentlich ganz gern Außenseiter, spiele aber noch lieber mit irgendwelchem ironischen Quatsch, an dem ich mich leider meistens nur allein erfreuen kann :)

      Oder, wie ich regelmäßig höre: ich bin mir für nichts zu schade, was das angeht. ;)

  • das nächste Thema für die nächste schlaflose Nacht… ich bestell mal zum Wein das Lagerfeuer dazu ;-)

    • Sehr gut, so machen wir’s … sagst Du dem Lieferanten bitte, er soll das Feuer nicht nur “frei Bordsteinkante” bringen soll sondern gleich in die Wohnung? Ist mir echt zu heiß.

      Ich liefere mich selbst jetzt erst mal .. meinem Buch wieder aus, das ich gerade lese – und wünsche Dir einen schönen Abend, hat mich gefreut!

  • Scho recht ;-)

    Ja ich bin auch ungeplant und länger “aufgehalten” worden. Und es traut sich seitdem keiner mehr zu kommentieren, nachdem es in einen Dialog ausgeartet ist. Geben wir das Feld mal wieder frei. Schönen Bücherwurmabend und wir lesen uns. ;-)

  • wenn der Mann aus der Geschichte nicht zur Arbeit gegangen wäre und er das noch ein paar Male auf ebensolche Weise wiederholt hätte, hätte er den ungeliebten Job verloren.
    Und ein wenig später darauf auch die Frau, denn Frauen wollen keine arbeitslosen Lebemänner, die nur ihrer Intuition nachgehen und gängigen Konventionen widerstehen (es sei denn, sie waren immer so und sind damit seit jeher auf Erfolg programmiert). Einen Hartzi findet sicher keine Frau attraktiv.
    Schade eigentlich, denn seit ich auch mithilfe von Mymonk verstanden habe, dass Leben nicht nur Arbeiten ist oder sein sollte, hab ich auch nicht mehr so recht Lust, die Keule zu schwingen für 2 Euro mehr pro Kalendertag (aber eben ohne 8-10stündigen Zeit -> Ergo Lebensverlust).
    Jetzt müssen das nur noch die Frauen verstehen, dass ich kein Alpha-Männchen im herkömmlich-etablierten Sinne mehr sein kann (da nicht will) ;-)

    Danke für Deine Seite, Tim!

    LG Björn

    • Hi Björn, deine Zeilen haben mich zum Nachdenken gebracht, da ich früher auch so eine Frau war, die sich ein Alpha-Männchen gewünscht hat. Bis ich auch draufkommen bzw. erleben musste, das man einiges zurücklassen muss, wenn man ein Alpha-Männchen als Partner hat. Und ich gebe dir auch vollkommen recht, dass es für viele Frauen sehr reizvoll ist, und sie auf ihren Partner “raufschauen” möchten. Höre ich in meinem Bekanntenkreis öfter, leider. Und genau da fängt es an – wenn wer sagt “ich möchte auf meinen Partner raufschauen können” (sprich ich brauch ein Alpha-Männchen). Da würde ich meinen, fehlt es an nötigem Selbstwert. Denn wenn der stimmt, braucht man niemanden, den man anhimmelt (abgesehen von der rosaroten Brille der Verliebtheit!) Ich möchte dir nur damit sagen, wenn du es für dich zu 100 % akzeptierst, wie du jetzt bist (kein vom Erfolg gehetzter Mensch, sondern ein Mensch mit viel Lebensqualität) dann kann es eine Frau auch, und auch zu 100 %. Leider müssen es halt noch einige viele Frauen lernen!

  • Das einzige, das Mensch muss ist sterben. Sonst ist es ausreichend mit den Konsequenzen, die Entscheidungen mit sich bringen zufrieden zu sein. Nach meinem Ehrenamt in einem Obdachlosenheim war es für mich einfacher im ungeliebten Job zu bleiben … So einfach, wie es im Blog dargestellt wird, ist es in der Realität nicht immer.

    • Hi Michaela, danke für Deinen Kommentar. Dass es leicht ist, behaupt ich nicht. Aber im Grunde doch recht simpel … zumindest eine mögliche Sicht auf die Dinge, die uns die Selbstverantwortung ein Stück weiter bewusst macht. LG Tim

    • ja der ungeliebte job…Er ist aber notwendig um durchzukommen.Das Leben ist teuer heutzutage,Strom,Heizung,Miete,das notwendigste für2.Als Hartzler bist du abhängig,wirst gegängelt ,gezwungen,lebst ein noch unfreieres Leben als mit Job

      • Hi Birgit,

        wenn ich vor dieser Wahl stünde … zwischen Job und Hartz 4, dann würde ich sicher auch den Job wählen.

        Ich glaube aber, dass es noch mehr Optionen gibt (auch, weil ich sie selbst gewählt habe): die Selbstständigkeit zum Beispiel.

        Ist bestimmt auch nicht jedermanns Fall, aber wäre das was für Dich?

        LG

        Tim

    • sterben … und Steuern zu zahlen, pflege ich jeweils zu sagen. ;)

  • Hi Tim, ein interessantes Thema – über das wir tatsächlich schon die eine oder andere Flasche Wein geleert haben. Meine Freundin hat die Theorie in folgende Worte gefasst: “wir haben immer die freie Wahl – wir müssen nur bereit sein die Konsequenzen zu tragen”. Es gibt da auf der “Frauenseite” häufig mehr Zustimmung, während sich die Männer häufiger als “Opfer” ihrer “Ernährer-Rolle” sehen…
    LG Birgit

  • Hallo Brigitte,

    danke für Deine Bezugnahme und auf`s “Hoffnung machen” bzgl. des Verständnisses der Frauen. Leider wird das aus evolutionstechnischen Gründen niemals passieren (zumindest nicht dauerhaft), da der Ur-Instinkt des Alpha-Tieres leider immer dem rationalen Verstand Platz machen wird. Guck dir die Affenhorden an, da ist immer einer Chef, und alle darunter wollens auch werden und sein. Und machen dem Boss da richtig Streß, denn sie wollen ja sprichwörtlich auch mal zum “Schuß” kommen (ist jetzt weniger chauvinistisch gemeint als es klingt).
    Ist blöderweise irgendwie immenser Streß für alle Beteiligten (bis auf die Äffinnen, denn die haben ja die “Macht der Auswahl”^^ ;-) )

    Aber vielleicht brauchen wir einfach heutzutage wirklich weniger “Erfolg”, technische Spielereien und Scherereien, materiellen Status und weniger Sucht nach Anerkennung, Ruhm, Glanz und Glamour als einfach nur den “Mut zum Mittelmaß” und Chilling in die Welt zu tragen.

    Diese Seite trägt auf jeden Fall einen guten Teil bei, zumindest in mir hat sie schon viel angeregt. Nur das Kernstück der “Lebensaufgabe”, die hab ich leider bei mir noch nicht ansatzweise gefunden. Aber kommt vielleicht noch ;-)

    LG Björn

    • Lieber Björn, ich kanns nicht lassen – muss dir nochmal antworten! Dein Beitrag klingt nämlich etwas frustriert, und da denk ich mir, da können doch nicht die Affen und Äffinnen schuld daran sein! Lass das nicht zu!! Kann ja sein, dass du es früher so gesehen hast und du jetzt schon den Weg zum Mittelmaß gefunden hast! Dann kannst stolz auf dich sein, dann bist du schon ein Stück weiter als noch namals, als der Frust noch größer war! Aber dann hast du doch schon einen Ansatz gefunden! mach da weiter, wo du dich wohl fühlst! Dann kommt (fast) alles von selbst ;-) Glaub mir, ich könnte ein Lied davon schreiben! Mir ist es genauso ergangen. Und jetzt bin ich stolz drauf, wo ich stehe! Zwar noch ein Stückerl weg vom Ziel – aber der Ansatz ist da! Glaub an dich, dann siehst du auch die Veränderung ….und auch den Ansatz dazu! Wünsch dir von Herzen alles Gute, Brigitte
      Ja, und diese Seite ist sowieso der HIT – ein großes “DANKE” an Tim!

  • @Brigitte & Björn: vielen Dank für euren öffentlichen Austausch hier, ich finde ihn äußerst wichtig und bereichernd!

    So wie Du Björn, fühlen sich sehr sehr viele Männer, ich weiß nicht mal, ob ich mich da ausschließen kann.

  • Hi Brigitte und Tim,

    das ist gar nicht so schlimm wie es vielleicht rüberkam.
    Was müssen besonders schöne, erfolgreiche, erfolgsgehetzte, gut gebaute und sportliche Männer alles durchmachen für “den kleinen Unterschied”?

    Meines Erachtens viel. Den Lohn seiner Früchte bewertet zwar jeder für sich anders aufgrund seiner Sichtweise und seinen Prioritäten. Aber ich bin lieber stressfrei(er), auch wenn das mit mehr Mittelmaß einhergeht.

    Hatte mir übrigens heute wieder vorgenommen, keinen Sport zu machen – und hab das auch heute wieder knallhart durchgezogen ;-)))

    • Hi Björn,

      erstmal Glückwunsch zu Deinem erfolgreichen Nicht-Sport :) … an der Stelle könnten wir beide echt n Wettkampf draus machen, wenn das nicht gegen die myMONK-Philosophie wäre!

      Was das “Mittelmaß” angeht … ist doch vielleicht auch das stressige Streben nach Schönheit, Erfolg und einem durchtrainierten Körper mittelmäßig?

      Wichtig ist, schätze ich, nur, dass man sich nicht aus Protest oder Anpassung auf die eine oder die andere Seite schlägt, sondern weil man das wirklich so will.

      LG

      Tim

  • Danke. Manchmal muss eine einfaches, aber von Herzen kommendes Danke reichen, weil Worte – also Abstraktionen – nicht annähernd das Gefühl beschreiben können.

  • Sehr gut geschrieben! JA genau so ist es! Wir hben IMMER die Wahl!

  • Sehr schöner Text und trifft auch auf die meisten Entscheidungen im Leben zu, aber wie ist es mit Schule? Zumindest in Deutschland wird man 10 Jahre dazu gezwungen, wenn man Studieren möchte sogar 12 und das obwohl die meisten Kinder absolut unzufrieden mit der Schule sind. Somit sind einem auch durch das Gesetz einige Grenzen gesetzt.

  • Vielen Dank für den Text! Ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit dem Thema und habe bei mir selbst angefangen, statt “ich muss” lieber “ich möchte” zu sagen. Da komme ich mir selbst sehr schnell auf die Schliche. Wer es vertiefen möchte, hier zwei Buchempfehlungen: Sprenger, R.: Das Prinzip Selbstverantwortung und Corssen, J.: Der Selbstentwickler. Haben mir beide gut gefallen.

  • Hallo zusammen, nein so ist es nicht. Das ist ganz klar eine romantische Geschichte und sehr schön geschrieben. Es ist natürlich so, dass alles auf Entscheidungen beruht. Aber … manche Entscheidungen aus der Vergangenheit sind eben nicht mehr veränderbar und haben große Auswirkungen die man erst später merkt. Wer über finanzielle Mittel verfügt hat faktisch mehr Entscheidungsfreiheit, als jemand der arm ist. Wer es anders sieht, der kann gern nach Afrika reisen und dort rumfragen für welches Auto sie sich entschieden haben…dann werden viele Fragen…Auto? Wie soll ich mir ein Auto kaufen? Dann könnt ihr fragen für welche Ernährungsweise man sich entschieden hat….Ernährungsweise? Ich bin froh jeden Tag irgendwie satt zu werden!. Dann könnt ihr Fragen für welchen coolen Klamottenstyle man sich entschieden hat….Style? Ich hab nicht mal Schuhe!!. Das ist ein ganz dekantentes Gefasel hier. Warum sollen andere im Büro arbeiten wenn andere sich dafür “zu schade” sind? Warum sollen andere für 0,50 Cent in Bangladesch Klamotten nähen, während andere sich zu schade sind ins wohlig warme Büro mit Kaffee und Schnittchen zu gehen? Nein – also ich kann nur bitten – macht die Augen auf für die Wirklichkeit. Wenn ihr mal als Müllmann, Paketzusteller oder Aldiverkäufer gearbeitet habt, dann werdet ihr vielleicht nicht euren Bürojob kündigen, sondern zukünftig dem Müllmann mal ein Geschenk geben, dem Paketzusteller nicht anmotzen und in der Schlange beim Aldi nicht mehr rumnörgeln weils solange dauert.

  • Ja stimmt, er muss nix. Doch wenn er denkt “Ich arme Sau“, dann gibt es ein anderes Problem bei ihm, denn dann ist ihm sein Job nicht nicht viel wert und auch nicht die Menschen um ihn, auf die er keine Rücksicht nehmen würde ohne seine Zuverlässigkeit. Er hat sich lange vorher belogen und wollte etwas HABEN für das er sich dann lieblos quält. Und mit einer unwillig ausgeführten Tätigkeit schade ich nicht nur mir selber, die Arbeit ist im Grunde wertlos und ich bin sozusagen ein Dieb und raubte den KollegInnen die Energie.

    Der maskulin veranlagte Mann geht in den Wald und kommt nicht eher zurück, bevor er weiß, was seine Mission ist und seine Arbeit, die er mit Liebe vollbringen kann, und wie er seine gerichtete maskuline Energie ausrichtet. Und dann geht er seinen Weg. Und sollte er einmal unzuverlässig sein, weil wieder einmal das Weib lockte, dann fühlt er sich anschließend nicht nur als “arme Sau”. Nein, auch die feminin veranlagte Frau ist unzufrieden, denn ihr Mann war unzuverlässig. Das Gefühl, sich fallen lassen zu können, sich einfach dem Augenblick zu öffnen, geschehen lassen zu können, ist auf einmal nicht mehr dasselbe, als wenn er gesagt hätte “ich freue mich auf heute Abend”. Sie spürt die Unsicherheit in ihrem Mann und nicht mehr die Klarheit seines Weges. Sie lebt auf einmal etwas mehr die maskuline Energie, um die Zukunft zu regeln, und das tut der femininen Essenz in der Tiefe weh. Na dann wünsch ich einen guten Appetit am Abend.

    LG Richard

    • nö, es tut der “femininen Essenz” nicht in der Tiefe weh, wenn ich einmal mehr die maskuline Energie lebe. ich bin nicht nur “feminin” und der Mann nicht nur “maskulin”.

      das Thema hatten wir schon bei einem anderen Artikel, ich sehe das einfach anders

      Lg Bettina

  • Hallo Tim,
    ich lese viele Dinge von dir, aber an dieser Geschichte stört mich trotzdem etwas. Ja wir sind verantwortlich für unser Leben, aber wir können uns die Situationen nicht wirklich aussuchen und damit meine ich nicht “nur” Krankheiten. Klar haben wir immer eine Entscheidungsmöglichkeit, aber IN der Situation. Mit einer anderen Frau, wäre es vielleicht nie zu diesem Konflikt gekommen, mit einem anderen Job vielleicht auch nicht… Natürlich entscheiden wir uns in jeder Minute für oder gegen etwas und damit beeinflußen wir unser Leben, aber oft (zumindest habe ich das erfahren) hat die Situation mich “gefunden” und ich MUSSTE irgendwie (re-)agieren. Und klar, da habe ich immer die Wahl, mache ich es noch schlimmer oder versuche ich einen Ausweg zu finden ;-) LG Evelyn

  • Du arrogantes kleines Menschlein! Was denkst du nur, was du alles bestimmen und entscheiden kannst? Und dann machst du dir Schuldgefühle, machst dich klein. Du kannst jetzt beabsichtigen, dass du bewusster leben wirst. Doch was jetzt ist, das wurde für dich entschieden zum aller größten Teil, weil du eben nicht bewusst genug warst. (sinngemäß aus “Ein Kurs in Wundern”)

  • Ja, empfehle dazu “Die Entscheidung liegt bei Dir” von Sprenger. Es ist definitiv so. Wir stellen seit einiger Zeit unser Leben komplett auf den Kopf; und nein, es ist nicht immer leicht und es geht nicht immer nur nach oben. Aber es sind unsere Entscheidungen. Und es hängt viel am Bauchgefühl, was sich gut anfühlt.

  • Hallo, ich würde gern auch meine Meinung zu diesem Artikel mitteilen. :)

    Ich denke, hier werden verschiedene Dinge miteinander vermischt und dann mit einer plakativen, romantisierten Geschichte zur Schau gestellt.

    Ja, im Großen und Ganzen kann man hierzulande recht frei entscheiden, was man tut, wie man handelt. Meine großen Entscheidungen führen aber ganz logischerweise auch zu Zwängen im Kleinen. Angenommen, der Mann würde seinen Traum leben und, sagen wir mal, erfolgreicher Künstler sein, und er hätte zu diesem Zeitpunkt einen für ihn sehr wichtigen Termin mit einer Galerie – dann kann es doch sein, dass er zwar im Großen und Ganzen seinen Traum lebt, sich im aktuellen Moment aber ärgert aber ärgert, seine Frau ‘zurücklassen’ zu müssen, und ich finde es durchaus legitim, sich in dem Moment darüber zu ärgern.

    Ich denke, in den kleinen Momenten wirklich frei entscheiden kann man nur, wenn man im Großen und Ganzen keine Verpflichtungen eingeht, und das wäre ein Leben, das ich nicht leben wollen würde – hieße es doch, keine tiefergehenden Beziehungen, keine Kinder, kein Studium, usw.

  • Ich frage mich im Moment sehr oft wieso ich nicht weiterkomme und ob ich daran selbst schuld bin. Auf eine gewisse Art und Weise sicherlich,da ich ein sehr unsicherer Mensch war und immer noch sehr hart mit mir bin. Und langsam hab ich das Gefühl, dass ich auf eine Probe gestellt werde: vielleicht sollte ich einfach mehr riskieren und weniger nachdenken um zu einem anderen Punkt zu kommen.

  • Tim, ich liebe deine Geschichten. Diese aber ganz besonders,hält sie uns doch den Spiegel vor.

    • Vielen lieben Dank Dieter, für das frühmorgendliche Kompliment – so kann der Tag doch losgehen! :)

  • Lieber Tim! Wieder mal ein toller Beitrag für all die, die sagen:

    “mir glangts wenn i woas das i kannt wenn ich mechat aber i duas ned weil i muas ned”

    (Mir reichts schon, wenn ich weiß, dass ich könnte,wenn ich wollte, aber ich tu es nicht, weil ich muss nicht)

    Dankeschön! Weiter so!

  • Und was ist das wirklich, dein Traum, wenn er nur im Kopf herum geistert? Vielleicht auch nur ein Ersatz für etwas, das dir mal gefehlt hat. Manche nennen das schlicht “Liebe”.

    LG Richard

  • Absolut richtig, man ist für alles selbst verantwortlich. Und genau das macht das Leben doch so schwer. Man muss alles selbst entscheiden und wenn man sich falsch entscheidet, ist es die eigene Schuld. Genau diese Unzahl an Möglichkeiten ist es doch, was einen überfordert. Und es ist schwer zu wissen, was man wirklich will, wenn das Herz schizophren ist. Führt uns zu dem, was du Lebensaufgabe nennst ;). Ich arbeite daran, aber genau dieses Luxusproblem der Multioptionalität macht es so schwer, sie zu finden.

    • Klingen nicht sehr ermutigend, deine 7 Sätze, Senta. Ich antworte mal knapp:
      1. Wir sollten mit einer sinnvollen Absicht antworten.
      2. Wie man nimmt.
      3. Schuldgefühle sind nur kontraproduktiv.
      4. Überfordert nur den Kopf, nicht das Herz.
      5. Sowas denkt nur der Kopfmensch.
      6. Gibt es nicht, nur eine tiefe Sehnsucht. Und nur maskulin ausgerichtete Menschen brauchen eine Mission, die länger als Bis morgen dauert.
      7. Lass es dir nicht einreden, es brauchen.

      • Richard, tut mir Leid, wenn meine Antwort so negativ rübergekommen ist, so war sie nicht gemeint. Ist ja nicht so, dass ich meine Entscheidungsfreiheit eintauschen wollen würde, nur um keine Verantwortung mehr für “falsche” Entscheidungen zu tragen – wobei ich in Frage stellen würde, ob es falsche Entscheidungen überhaupt gibt, denn sie sind auch Erfahrungen, aus denen man lernt, das nächste Mal die richtige Entscheidung treffen. Also ich stimme Tim absolut zu, wir sind zum Großteil selbst verantwortlich für die aktuelle Situation und haben deshalb auch die Macht, sie zu ändern, wenn sie uns nicht passt. Ich wollte nur anmerken, dass diese Tatsache das Leben nicht unbedingt einfach macht. Dass es auch überfordern kann, so viele Möglichkeiten zu haben, dass das ein typisches Luxusproblem meiner Generation ist, an dem viele verzweifeln. Aber selbstverständlich auch ein Geschenk.

        • Ich stimme Tim in dieser Form nicht zu. Seine Darstellung zeigt nur, wir eingenommen wir sind von unserem anerzogenen Verantwortungs-/Schulddenken. Ich wiederhole einfach mal etwas, das ich an anderer Stelle bereits gepostet habe. Besser kann ich es nicht ausdrücken:

          Du arrogantes kleines Menschlein! Was denkst du nur, was du alles bestimmen und entscheiden kannst? Und dann machst du dir Schuldgefühle, machst dich klein. Du kannst jetzt beabsichtigen, dass du bewusster leben wirst. Doch was jetzt ist, das wurde für dich entschieden zum aller größten Teil, weil du eben nicht bewusst genug warst. (sinngemäß aus “Ein Kurs in Wundern”)

  • Wenn es keine falsche Entscheidung gibt, wie kann man dann die Entscheidung treffen, beim nächsten mal, die richtige zu treffen?

    Veränderung(en).. nichts weiter!

    Tut mir leid??

    Es gibt auch keine Fehler.

    absolut zustimmen?
    gibt es auch nicht, nur ein relatives.

    Beste Grüße,
    Stephan

    • Dann sagen wir statt “sich richtig zuentscheiden” “es anders zu machen”. Mehr so zu machen, wie man es wirklich will. Und du hast Recht, absolut ist sowieso nichts.

  • gerade die Geschichte gelesen, wenn auch frei erfunden natürlich sehr gut … doch wie hätte ER sich entscheiden sollen? Daheim bleiben bei der Frau? Lassen wir mal den ganzen Mist von Prestige, Anerkennung, Standing im Unternehmen weg … dann bleibt “um das Gehalt fürchten” … dann bleibt um den Job fürchten … dann bleibt um die Existenz fürchten … dann bleibt die Entscheidung zwischen Familie ernähren und Arbeitslosigkeit. Ganz einfach.
    Ich finde es daher zu einfach, zu sagen, wir hätten die freie Entscheidung in jedem Moment.
    Klar, ich kann ausbrechen aus meinem Leben, ich werde Aussteiger … das ist doch die einzige Alternative, immer das tun und lassen zu können zu dem man gerade Lust und Laune hat und dass auch noch zur gewünschten Zeit. Leben in voller Selbstbestimmung?
    Entweder man lebt von Arbeitslose oder Sozialhilfe – womit dann eben nicht mehr alles geht, so wie man möchte, weil man es sich einfach nicht leisten kann (und da rede ich einfach mal zB auch von einer Reperatur der Toilette), oder man hat den gewaltigen Luxus finanzieller Unabhängigkeit (vielleicht durch Erbschaft oder so?).
    Ich zähle nicht zu den Glücklichen Tausende Euros auf der hohen Kante zu haben. Ich muss für jeden Cent meines Lebens arbeiten. Will ich das immer, nein! Natürlich nicht. Habe ich eine andere Wahl? Ich verweise auf Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe … will ich das? Natürlich nicht! Was kann ich also anderes tun? Umschulen? Kann ich mir nicht leisten. Bekomme ich Unterstützung: nein. Dafür verdiene ich aktuell ausreichend. Was bleibt mir also, um eine Veränderung zu erzielen, um mich nicht verkaufen zu müssen, um mich nicht dauernd anlügen zu müssen????
    Ich bin alleine und eine Frau. Ich bin neugierig auf anregendes Feedback, denn das Dillema in dem Text beschreibt mich, wie vermutlich viele andere auch.

    • Lassen wir auch mal das Spekulieren um irgendwelche Ängste weg. Und die Entscheidung liegt auch nicht zwischen Familie ernähren und Arbeitslosigkeit. Denn ein Mann folgt auch seiner Mission und ist nur ganz und fühlt sich wohl, wenn er grundsätzlich zuverlässig ist. Im Zweifel stellt er hierfür seine Beziehung hinten an und holt die Dinge dann nach. Besonders die Frau ist in der Lage, die sexuellen Bedürfnisse etwas zu verschieben. Und sie ist auch verunsichert, wenn ihr Mann sich unzuverlässig zeigt. Die Geschichte ist also ziemlich daneben. Ärger am Abend gibt es hier ganz und gar nicht.

      Gleichwohl möchte ich meinen, dass ein Mann auch eine einmalige Chance ergreift, wenn es ihm wichtig genug ist. Hierfür lassen sich dann 1000 Ausreden finden und etwas so Wichtiges passiert ja auch nicht dermaßen häufig.

      Das dargestellte Entweder/Oder ist auch eher fiktiv. In der Regel lässt sich auch ein Sowohl/Als Auch finden, z.B. wenn wir genannten Sex etwas verschieben.

      Bleibt noch das jederzeit Tun und Lassen können was ich will. Ich meine, dass sich diese Frage nur stellt, wenn ich in einer grundsätzlichen Unzufriedenheit lebe und keinerlei Befriedigung oder Freude daran habe, was ich als Pflicht auf mich genommen habe. Ich meine, ich sollte dies dann baldmöglichst lassen. Denn damit belaste ich sowieso alle, denen ich begegne. Vielleicht ein paar Ansprüche zurückstellen dafür?

  • “Mit Ausnahme von Krankheiten und anderen harten Schicksalsschlägen..”

    Ja.. JETZT stehe ich hier, wo ich stehe und wie weiter?
    Hinfallen, aufstehen, weitermachen..

    Meiner 56jährigen Erfahrung nach, kann und MUSS man akzeptieren was ist und dann nach dem suchen, was (noch) möglich ist. Das kann dauern.. Oft in meinem Leben habe ich eine von zwei (oder mehreren) Möglichkeiten gewählt und es nicht bedauert. Ein paar Umwege nahm ich dabei inkauf (Umwege erweitern die Ortskenntnis). Finazielle Einschränkungen oder den berühmten Karriereknick.. ganz bewußt.. no regrets..

    Komplett handlungsunfähig war ich selten (Ausnahme: Krankheit, Jobverlust..). JETZT bin ich durch einige Täler durch und sehe Licht am Ende des Tunnels. Mehr nicht. Was einmal war, was ich einmal (beruflich) gemacht habe, kann ich nicht (mehr). Ich bin dabei mich neu aufzustellen, neu zu positionieren. Fragt sich nur was?

    Und in meiner Jugend habe ich schon mal den Job für einen schönen Tag mit meinem Liebsten geschwänzt.. Schön war’s! ;-D

    • Job Schwänzen finde ich gut, Hanne. Denn das Licht ist da. Nur den Tunnel machst du dir selber, denke ich. Wieso denkst du denn, du musst dich aufstellen, obwohl du gar nicht weißt wie das aussieht? Ich meine, die Kraft kommt zurück, wenn du das sein lässt, und einfach die Speicher sich füllen lässt. Danach gibt es tausend tolle Dinge zu tun, wirst sehen.

      LG Richard

      • hallo richard,

        danke für deine antwort auf meinen kommentar. ausruhen, spazieren gehen, abwarten, geduld haben.. sich eine gute zeit machen und auf morgen hoffen.. alles schön und gut. und richtig!

        die miete, strom usw. muss bezahlt werden und der bauch hat hunger. das lässt sich nicht von der hand weisen. luft und liebe reichen da nicht aus.

        was ich ausdrücken will: es geht weiter.. mich zurücklehnen und abwarten fällt mir schwer. es kostet mich kraft. lieber bin ich aktiv (immer gewesen).. eine op folge hat mich aus der bahn geworfen. ich habe es akzeptiert.. meine firma wurde verkauft.. ich habe gut verhandelt und mich zurückgelehnt.. einen neuen job im alten beruf finde ich nicht.. habe ich auch akzeptiert. das alles dauert nun seit 2010.

        behörden frust, x bewerbungen.. ich habe aufgehört in diese richtung meine energie zu verschwenden. als soziales wesen brauche ich nicht nur freunde, partner, familie sondern auch die gesellschaft, kollegen und ich möchte meine erfahrungen sinnvoll einbringen..

        ich bin durch den tunnel gegangen, weil ich wußte am ende ist das licht. es gab schon einige tunnel in meinem leben.. ich habe sogar davon geträumt.. andere dinge habe ich auch geträumt – und meine träume haben mir die richtung gezeigt..

        natürlich kann man in diesem reichen land überleben.. irgendwie ist für einen gesorgt.. man wird demütiger, bescheiden und anspruchsloser.. und seltsamer weise wächst die kraft.. langsam, aber stetig.. kampflos geht das nicht.. wer nicht sehr gut informiert ist, seine rechte nicht kennt und seine möglichkeiten – dem gnade gott!

        ich habe mich von meinem partner, von meiner wohnung, der region in der es keine arbeit für mich gab, getrennt und bin 700 km richtung heimat gezogen.. ob die fernbeziehung funktionieren wird? keine ahnung.. ich fühlte diesen schritt machen zu müssen.. es scheint der richtige zu sein.. die speicher füllen sich. schritt für schritt komme ich durch..

        1000 dinge.. schmunzel.. warten wir es mal ab! :-D

        _______________________________

        momentan befasse ich mich mit themen die mich geistig-seelisch und nicht zuletzt gesundheitlich voran bringen. wer weiß wozu es gut ist – wohin es mich führt..

        liebe grüße, hanne

        • Hört sich doch super an, Hanne. Den Luxus der Anspruchslosigkeit hast du ja. Vielleicht auch genug Stille, um das Licht anzumachen, ob Tunnel oder nicht. Dazu kannst du auch sitzen oder liegen, brauchst dich nicht aufstellen.

          LG Richard

  • Wenn wir unbewusst sind, ist das mit den Entscheidungen so eine Sache.
    Wir nehmen auch viel Fremdenergie auf. Ständig vermischt sich unsere, mit der von anderen und das kann Entscheidungen beeinflussen. Gerade wenn wir uns selbst fremd sind und leer, können viele Fremdenergien in uns eindringen und uns irritieren.
    Je bewusster wir allerdings werden, je mehr wir uns unserer Selbst gewahr werden, desto authentischer können wir uns ausdrücken. Wir sind von uns selbst gefüllt und haben keinen Platz mehr für Fremdenergie.
    Das führt auch zu klareren Entscheidungen, so denke ich zumindest…….. :-)
    Doch vorab ist es elementar, sich von allem zu befreien, was nicht zu einem gehört. Dann kann man auch seine eigenen Schatten bereinigen und zur Essenz finden.

    • schon mal schattenarbeit bewusst gemacht?!

        • @ vio Qkey

          schatten/ oder symptomarbeit

          faustregel: das jenige oder derjenige der/das uns informiert haben wir
          integriert, das- oder derjenige der uns aufregt “affektiert” (nervt), wo wir hängen blieben, da haben wir ein schatten-thema.
          da steckt noch was in uns, was wir nicht sehen wollen – der andere zeigt es uns – doch och ach – nöööö….soooo, bin ich nicht. doch genau. vielleicht nicht genau auf dieser ebene.

          z.b. ich rege mich auf, weil mein freund auf partys sich immer durch das buffet frisst, seinen teller meterhoch aufstapelt, und zum krönenden abschluß noch 4 käsekuchen in sich reinstopft. obwohl er doch selber nie geburtstag feiert, selten einen ausgibt und außerdem sind seine speckröllchen auffällig gewachsen.

          hmh? ich selber bin jedoch schlank, mache regelmäßig sport und bin auch sonst sehr diszipliniert. denke ich.

          so, nun schauen wir mal nach was das bedeuten könnte:

          sich viel gönnen – maßlos sein – nicht aufhören können.

          könnte man jetzt mit GIERIG betiteln.

          nun kann ich nachschauen in welchen lebensbereichen ich gierig bin.
          und glaube mir, da gibt es so manches, was wir gerne verdrängen!!!

          bevor man mit dem finger auf andere menschen zeigt, bedenke, daß die restlichen neun auf dich zeigen! :-)

          herzlichst
          kalypso

          • Wenn ich aber bewusst jemanden mit allem möglichen bombardiere, drücke, nerve etc., von dem ich ausgehe, dass da was sein muss…………
            Wie würde dieser reagieren?
            Relaxt?
            Oder nicht doch eher hinterfragend, was da Sache ist und warum man das macht?
            Was wäre dann das Thema?
            Die Wurfgeschosse an sich, oder der Werfer?
            Ich meine, was kann der Fisch dafür, wenn ein Angler seine Angel auswirft und der Fisch am Haken hängen bleibt?
            In welchem Bereich angelt der Fisch denn, nur weil er selbst geangelt wird? Was lehnt der Fisch ab?

            LG
            Vio

    • Spüre die “Lebendigkeit” in dir, das nimmt dem Schatten Energie, sagt Tolle.

      • Hallo Richard.
        Schön, mal wieder von Dir zu hören.
        Just the moment, als Du das geschrieben hast, schmerzte mein Magen.
        Wir hängen halt doch alle zusammen………..
        Für mich ist das auch ein eindeutiges Zeichen von unterdrückter Lebensfreude.
        Was ist allerdings, wenn man einen anderen Menschen als seinen Schatten deklariert? Nimmt das dann diesen Menschen, in eben dieser Funktion, die Energie?
        LG
        Vio

        • Bleiben wir bei Tolle. Demnach gibst du dem Schatten Energie, indem du so denkst, ihm Bedeutung gibst, mit deinem Bewusstsein bei ihm bist. Vielleicht kannst du ihn einmal einfach so sehen, dass er “mechanisch” auf Ursachen reagierte, gleichsam als Marionette. Während du in dich spürst, denkst du nicht und das Eindringen wird schwerer. Die Muster des anderen verieren sich schneller, wenn du ihm keine Bedeutung mehr gibst.

          LG Richard

          • Marionette……….
            Darauf macht mich mein Sohn seit Wochen aufmerksam und ich konnte bisher nichts damit anfangen.
            War er denn eine Marionette?
            Schien mir nicht so.
            Er hatte eher den Eindruck erweckt, so viel mehr zu wissen und aus diesem Wissen heraus zu agieren.
            Das wäre dann allerdings Manipulation von Wirklichkeitsbereichen und das spätere Bombardieren, lässt darauf schließen, die eigenen abgelehnt zu haben und diese abwälzen zu wollen. Was somit mich zu einem Schatten macht, nicht aber umgekehrt.
            Das Angebot mich anzurufen, steht immer noch.
            Davor flüchte ich nicht.

          • Ja Vio, was der Kopf alles macht in unserer Unbewusstheit, wenn Emotionen die Gedanken treiben … Wir sind wie im Boxkampf und “sehen” nur den nächsten Schlag. Dabei könnten wir einfach aus dem Ring steigen und aufhören, zu warten oder etwas ändern zu wollen, einfach loslassen und uns anderem zuwenden.

          • @ richard

            also mit tolle anzufangen halte ich für schwierig.
            er ist sehr abstrakt.

            geholfen hat mir debbie ford mit ihrer schattenarbeit obwohl ich manches als zu sehr amerikanisch und heile welt sehe.

            zum einsteigen geeignet. und natürlich alles was von c.g. jung darüber geschrieben wurde. er war ja “der entdecker”.

          • Und dennoch sieht man immer gleich Krieg und schiebt diese inneren Zustände auf mich ab, obwohl ich derlei Emotionen nicht teile.
            Nehmen wir das Beispiel eines Stierkampfes.
            Hier wird ein eigentlich friedliches Tier herausgefordert, attackiert und in die Enge getrieben.
            Dem Stier gefällt das sicherlich nicht. Er kann auch nicht einfach “aussteigen”. Also wehrt er sich.
            Das Problem. Er stirbt so und so. Egal ob er sich nun wehrt oder aufgibt. Für ihn macht das keinen Unterschied mehr, nachdem man ihn in die Arena gezogen hat.

          • Ja kalypso, die New Age Bücher haben ihren Platz. Ich und Vio hatten das auch schon. Tolle sickert ein irgendwann. Du brauchst nichts zu verstehen. Aber dann geht er tiefer.

            Vio, die Situation des Stier hast du ja nicht. Obgleich es schwer ist, das Aussteigen.

          • Manche Dinge schaffen wir nicht alleine, Vio. Auch nicht mit EFT. Und manchmal braucht es fortgeschrittene Techniken und vielleicht auch Monate oder Jahre beständigem Übens.

          • Ich weiß Richard.
            Genau deswegen, gehe ich doch auch auf Kur……… und das nicht deshalb, weil ich flüchte, sondern um zu lernen, Hilfe überhaupt erst annehmen zu können.
            Ich denke, das ist das Problem vieler Menschen, etwas zu erkennen und dann entsprechend zu Handeln………. gebenenfalls Hilfe zu suchen, wenn man es alleine nicht schafft.
            Ich war Früher zum Beispiel, was Hilfe betrifft, ziemlich bockig.
            Jetzt habe ich zwar die richtigen Ansätze, aber alleine?
            Das will nicht greifen.
            Auch kostet kompetente Hilfe, viel Geld.
            Einem klassischen Psychologen hingegen, fehlt es an Ganzheitlichkeit. Der würde spirituelle Menschen doch nur mit Medikamente zupumpen und einweisen :-)
            Außerdem habe ich eh schon so viel geschafft……….
            Doch am heilsamsten sind wohl gesunde zwischenmenschliche Beziehungen. Das würde die Gefahr der Rückanfälligkeit verringern……… so denke ich.

  • Ja ja, die lieben Entscheidungen, wer kennt sie nicht. Dazu will ich sagen, dass viele sich dafür entscheiden, einfach tagein und tagaus so zu leben, ohne grössere Entscheidungen zu treffen, weil sie Angst vor der Verantwortung haben. Im oben genannten Beispiel weiss man nie, ob die Frau sich am Ende als die Falsche herausstellt oder man den Job irgendwann kündigt, weil man realisiert, dass er zu einem nicht mehr passt. Die Konsequenzen kann man bei beiden Entscheidungen nicht voraussehen und manchmal muss man sich auch entscheiden, was einem am Anfang vielleicht nicht gefällt, aber sich im nachhinein als die beste Entscheidung herausstellt. Ich glaube die Lösung ist, die Entscheidungen nicht zu bereuen und hinter seinen Entscheidungen zu stehen und das Beste daraus zu machen.

  • Jung war schizophren und das Ergebnis seiner eigenen Neurosen. Aber das kommt sehr häufig vor in der Welt der eigenen Schizophrenie.

    Tja und E. Tollchen macht Glaubenssätze zu Tatsachenaussagen.

    Ja so ist das mit den Menschen wenn sie geglaubte Theorien.. dann auch noch selbst glauben.

    Sie irren umher und stecken andere an.

    Aber es wird sich alles auflösen, etwas mehr Geduld werter Erden-”M”ensch.

    • Schizophrenie, sollte bezüglich des Krankheitsbildes, neu überdacht werden.
      Es gibt inzwischen viele, die Stimmen hören, Eingebungen haben, Farben sehen, oder meinen, die Regierung (oder Konzerne etc.) wolle einen schädigen. Ein weiterentwickelter offener Geist, wird wohl auch schnell als psychologischer Fall gesehen, weil er damit nicht der Masse und somit der Norm entspricht.

  • Tja, das ist Polarität.

    • Die Annahme es handelt sich augenscheinlich um Polarität, so kann diese geändert werden, wenn man seine Aufladung einmal hinterfragt.

      Falsche Polarität zerstört das Licht. Es bleibt dunkel. Auch wenn es scheinbar hell scheint.

      • Und wie kann man die Aufladung ändern?
        Alleine an Gedanken und Mustern zu arbeiten, scheint hier nicht zu genügen……….

        LG
        Vio

        • Es gibt nur eine Frage die gestellt werden muss: Warum bin ich nicht glücklich. Wer zufrieden ist, kann nicht glücklichSein.

          Die Aufladung einer Energie muss in einem Zustand des GlücklichSein erfolgen. Diese Energie kommt aus der Liebe und geht zu Ihrer Quelle zurück. Deines Selbst.

          Die Antwort lautet daher nicht, wie kann ich eine bestimmte Aufladung ändern, sondern in welchem Zustand lade ich mich auf.

          Bist Du glücklich? oder fühlt es sich nur so an?

          Wenn du glücklich, benötigt es keine Aufladung. Versuche dies zu verstehen.

          Helfen wird immer der erste Satz den ich geschrieben. Er gilt für alle Menschen zu jeder Zeit.

          • Zufriedenheit, ist wohl für viele ein verhängnisvoller Zustand………….
            Ich bin nicht zufrieden.
            Auch nicht glücklich.
            Das wird wohl auch seinen höheren Sinn haben, warum das noch so ist………….
            Dieses Ganze “Hier und Jetzt” und das Annehmen von allem, greift bei mir nicht.
            Ich hab es mit Klopfen versucht, ich hab es mit Mantra singen versucht, mit Yoga, Meditieren, etc. etc…………..
            Die ganze Palette halt. Aber über einen kurzen Zustand der Erleichterung, kam ich nicht hinaus.
            Ich müsste mich schon dazu zwingen, all diese Dinge dauerhaft zu machen……………. doch was nützt es, ohne Freude?
            Ich hätte es also oben wohl eher so formulieren sollen:
            “Wie kann ich das umpolen?”, anstatt “…… die Aufladung ändern.”
            Dass ich dem Gesetz der Resonanz natürlich nur das anziehe, was in mir ist, weiß ich. Wie sollte ich mich dann mit etwas anderem aufladen können?
            Ich muss also schon selber schauen, in den Zustand von Selbstliebe, Freude, etc. zu kommen, um entsprechendes anzuziehen und um mich damit dann auch immer wieder aufladen zu können.
            Das mit einem Leihfahrzeug, ist ja nur insofern nachhaltig, solange man keine offenen Seelenverträge hat………..

            LG
            Vio

          • “Dieses Ganze “Hier und Jetzt” und das Annehmen von allem, greift bei mir nicht.”

            Man nehme die von Menschen gemachte Zeit, den Tag, die Wochen, die Monate und Jahre den Menschen weg.

            Was bleibt?

            Kein Hier und Jetzt.

            Keine Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

            ———-

            Nein, es hat keinen höheren Sinn.. warum sollte es dies, nur weil der Mensch bestimmte Fragen des Lebens nicht beantworten kann.

            Sei einfach wie Du bist, nicht mehr und nicht weniger. Jedoch, frage ich Dich wieder, warum bist Du nicht glücklich. Beantworte dir und nicht mir die Frage.

            Sie zu beantworten ist das Problem der Menschen.

          • Wir Menschen.
            Nicht die Menschen.

      • Ist das nicht abstrakt und schizophren?

    • Es ist doch in allem ein Stück Wahrheit. Und wer meint, alleine die Wahrheit zu kennen, ist krank und weiß das nicht.

      • Kann die mögliche Wahrheit unerträglicher als die Ungewissheit sein?
        Wenn du denkst man sei krank, dann ist dem so, weil Du es ja weißt, jedoch der andere nicht.

        Ich weiß was Du mir sagen möchtest. Du irrst Dich jedoch und dies ist gut so.

        :-) doch mal

        Alles Liebe Dir!!

        • Und doch irrst Du Dich, wenn Du meinst, das genau zu wissen.

          • Okidoki.. ich irre mich für dich.

            Du musst verstehen, dass es völlig unerheblich ist was ich sage und schreibe.

            Was du jedoch dabei empfindest das ist maßgebend. Jedoch nicht für mich ,dies gilt es zu verstehen.

          • Ja, da ist was dran, es ist unerheblich und nicht von Bedeutung. Dann empfinde ich es aber als störend. Nun auch das nicht mehr.

          • siehst Du… so kann auch dir geholfen werden.

          • Kann Dir denn gar nicht geholfen werden? Ich schätze das läuft unter Megalomanie. Klar hast du auch das letzte Wort. Das geht bei dieser Krankheit nicht anders.

        • Genau das ist oft ein Problem.

          Du fühlst Dich angegriffen?
          Deine Sache.
          Du denkst, ich bin überheblich?
          Deine Sache.

          Egal was ich in Dir an Gedanken und Gefühlen auslöse……….
          Es ist Deine Sache.

          Es zieht uns aus jeglicher Verantwortung, gegenüber unseren Mitmenschen.

          Ich hab Dich verletzt?
          Einen Knopf getroffen?
          Super!
          Arbeite dran und Du bist geheilt!

          Das absolute Wundermittel!
          Hier hast Du es!

          Ich hab ja damit überhaupt nichts zu tun…….. Doch freue Dich darüber, dass ich Dir helfen durfte. Dass ich Dich drauf aufmerksam machen durfte.
          Sei dankbar, für dieses Geschenk.

          Jetzt kannst Du an Dir arbeiten und Dir selbst helfen………….

          Daran ist auch an und für sich, nichts auszusetzen………… wenn das nicht manche mit purer Absicht machen würden.
          Sie nehmen etwas vom Gegenüber auf, machen sich ihre Gedanken hierzu und meinen aus IHREN Interpretationen heraus, angebliche Knöpfe drücken zu müssen und zu spiegeln.

          Das ist ein Schuß, der gewaltig nach hinten losgehen kann.

          • Wenn man mit jemanden in Beziehung tritt, kann man darauf achten, was dieser jemand in einem auslöst. Z.B. auf die Energie, sowie auf die NATÜRLICHEN Reaktionen, welche sich in einem bewegen.
            Man kann an sich selbst beobachten, was in anderen ist. Unser Verhalten etc. wird immer beeinflusst.
            Das kann einen hochziehen, oder auch runterziehen.
            Ich kenne beide Varianten.
            Es ist somit nicht nötig, mit seinem Verstand zu interpretieren und Spiegel zu manipulieren.
            Wer seine Reaktionen auf das Gegenüber wahrnehmen kann, sieht den anderen ganz automatisch.

  • Ich Liebe ich MyMonk <3

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