Spazieren in der Natur wirkt antidepressiv – und in der Stadt? | myMONK.de
|26. Februar 2013 07:43

Spazieren in der Natur wirkt antidepressiv – und in der Stadt?

Forscher aus Kanada und den USA haben untersucht, inwiefern Spaziergänge Menschen mit Depressionen helfen können

a) ihre Konzentrations- und Gedächtnisfähigkeit zu steigern
b) positiver gestimmt zu sein

Die Praxis Dr. Shaw schreibt zu den Studienergebnissen
:

Nachdem die Teilnehmer in der Natur spazieren gegangen waren, hatten sie in Tests für Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis Werte, die um 16 Prozent höher waren als nach einem Spaziergang durch die Stadt. Interessanterweise verbesserte die Interaktion mit der Natur die depressive Stimmung nicht mehr als ein Spaziergang in der Stadt. Nach beiden Arten von Spaziergang wurde die Stimmung besser, und zwar etwa gleich viel (was statistisch signifikant war). Dr. Berman meint, dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass getrennte Mechanismen im Gehirn für die Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit und der Stimmung verantwortlich sind, die nach Interaktion mit der Natur beobachtet werden.

In der Stadt zu leben ist also keine Ausrede, um nicht spazieren zu gehen, der Stadtspaziergang wirkt genauso antidepressiv.

Also … raus mit Dir :). Wenigstens mal kurz – auch da gibt es ja Studien, die zeigen, dass bereits ein fünfminütiger Spaziergang Wunder wirken kann.

 

 

Photo: Bert Kaufmann

4 Kommentare

  • Ja…Auch wenns kalt ist geh ich gern raus…:)
    Es reicht manchmal auch wenn man einfach woanders Kaffee trinkt oder ne Kleinigkeit isst…Muss ja kein sündhaft teueres Luxusessen sein…:) Nicht immer NUR zu Hause…Egal ob gemeinsam oder alleine.
    Selbst wenns , so wie jetzt gerade auch, schneit oder regnet…Allein der Ortswechsel machts auch aus…Wenn man nicht gerade ins Kino oder ins Theater oder zum Konzert geht…Auch gut…

  • Da kann ich nur zustimmen. Ich arbeite in einem großen Chemiewerk. Seit knapp zwei Jahren lege ich die Strecke zwischen Werkstor und Arbeitsplatz – etwa 15 Minuten Industrielandschaft – morgens und abends zu Fuß zurück, statt wie vorher mit dem Bus, bei jedem Wetter. Seitdem hatte ich keine schlimmere depressive Episode mehr. Schwankungen sind noch da, aber das Stimmungs-Fundament ist stark gefestigt.

    • Hi Sarah – wie schön, dass Dir diese kleine, große Maßnahme so toll hilft! Mir hilft das Spazierengehen auch schon seit Jahren, es beruhigt und befreit mich oft. LG Tim

  • Also, ich muß sagen, meine Erfahrung ist, Spazierengehen/walken in der Natur, im Wald ist wie eine Ladestation für meine Batterien – mein Kopf wird wieder frei, ich genieße die Bewegung, die Sinneneindrücke (Gerüche, Farben, Töne) und ich fühle mich glücklich und entspannt danach. Da kommt ein Spaziergang in der Stadt keineswegs hin – ich bevorzuge und brauche da wohl wirklich die Ruhe und die Eindrücke der Natur.

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