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Über das Landleben, die Zusammenführung von Yoga und Wassersport und mehr spricht Steffi Huber von www.yogaamsee.at mit mir.

Woran hast Du Dich heute schon erfreut?

An der warmen Morgensonne, dem Lachen meines kleinen Sohnes, als in ein Marienkäfer kitzelte, der über seinen Fuß krabbelte, dem kühlenden Attersee und den 28 Kindern in meiner Jugendstunde.

Yoga ist Deine Lebenseinstellung geworden, erfährt man auf Deiner Website. Wie meinst Du das? Und wie hat Yoga Dein Leben verändert?

Ich komme aus dem Leistungssport und beruflich aus der Werbung. Durch Üben der Asanas, Meditation, Atemfluß und den anderen Aspekten von Yoga haben sich meine Prioritäten sehr verlagert. Ich habe gelernt mehr im JETZT zu sein und weniger an alle Eventualitäten der Zukunft zu denken. Yoga ist für mich eine Therapieform, die wir in unserer Welt sehr gut gebrauchen können, für den eigenen Körper, Geist und die Seele, aber auch für den Umgang mit allen anderen Menschen und Lebewesen.

Du hast dem Stadtleben nach vielen Jahren den Rücken zugekehrt. Was hat Dich am Stadtleben genervt oder: warum hat Dich das Leben auf dem Land am Mondsee angezogen?

Mir war die Stadt einfach irgendwann zu viel, zu schnell, zu laut, zu entfremdend, zu anonym. Ich bin selbst am Land groß geworden und das wollte ich für meine Kinder auch, wo man noch weiß wer die Semmerl gebacken hat und wie viel Kinder der Briefträger hat. Am Land habe ich das Gefühl angekommen zu sein.

Sind Deine „neuen Nachbarn“ auf dem Land zufriedener als die, die Du in München und Wien um Dich herum hattest?

Zufriedenheit ist, denke ich, eine Tugend, die nichts mit Land oder Stadt zu tun hat. Dennoch glaube ich, dass das Land vielleicht weniger Möglichkeiten bietet, sich zu ärgern und wenn man in einer schwierigen Situation beim tief Durchatmen frische Landluft atmet ist das allein schon viel wert.

Was ist Hormonyoga und wer sollte es praktizieren?

Hormonyoga ist eine ganz feine und effektive Übungsserie, die von Dinah Rodrigues entwickelt wurde. Es handelt sich um eine natürliche Therapieform, um hormonelle Disbalancen auszugleichen und hilft z.B. Wechseljahrsbeschwerden zu mildern oder sogar zu beseitigen. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch wurden durch Hormonyogatherapie tolle Erfolge erzielt. Die Übungsserie dauert ca. 20 min. und kann leicht erlernt werden. Wirklich eine sehr wertvolle und feine Sache!

Du bietest eine Yoga- und Wassersportwoche an. Wie gehen diese beiden Dinge Hand in Hand, und für wen eignet sich diese Woche besonders?

Wenn die Leute z.B. einen Segel- oder Surfkurs machen, befinden sie sich in der Regel den ganzen Tag im Wind. Neben der meist neu entdeckten Muskelgruppen, hat auch der Kopf viel zu verarbeiten. Die Yoga-Einheiten helfen den Schülern, anzukommen, sich besser zu konzentrieren und trotz des vielen Windes in der Ruhe zu bleiben. Außerdem wird der ganze Körper gedehnt und auch Kraft schon aufgebaut. Ich denke Yoga mit Blick auf die Masten der Boote, den See und die Berge dahinter und dann auf einem Segelboot hinauszufahren … so kann schon eine perfekte Urlaubswoche aussehen, um Körper, Geist und Seele wieder in Einklang zu bekommen.

Wo können die Leser mehr über Dich und Yoga am See erfahren?

Aber am besten kommen sie in eine meiner Stunden. Ich unterrichte den ganzen Sommer über in der Segelschule Mondsee in offenen Stunden. Keine Anmeldung nötig. Einfach kommen und mitüben. Schnuppern ist natürlich gratis!

Alle Infos über mich und über Yoga am See gibt’s unter www.yogaamsee.at.

Herzlichen Dank!

 

Photo: Umberto Salvagnin