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Sein-Zeit lässt keinen Platz für Ängste.

Im Dogen Sangha Berlin ZEN Blog heißt es:

Die Wirklichkeit besteht aus Augenblicken und miteinander vernetzten Prozessen. Weil das wirkliche Sein nur genau diese Augenblicke umfasst, sind alle Augenblicke der Sein-Zeit das Ganze der Zeit, und alle existierenden Dinge sowie alle existierenden Phänomene sind Zeit. Etwas anderes gibt es nicht. Durch die Ruhe und Kraft des wahren Augenblicks verlieren wir die Ängste vor Veränderungen!

[…]

Ein Beispiel: Das wirkliche Erleben des Frühlings hat nach Dōgen nichts mit dem gedachten zeitlichen Ablauf des Jahres zu tun. Das Erleben der vollen Lebendigkeit der Natur im Augenblick des Frühlings eröffnet dessen Wirklichkeit unmittelbar für uns und benötigt keine abstrakten Gedanken über den vergangenen Winter und den kommenden Sommer. Solche Gedanken können sogar das wunderbare Ereignis „Frühling“ stören, denn uns überkommt dabei vielleicht Bedauern darüber, dass der schöne Frühling schon bald wieder vorbei ist. Seine abstrakte Beschreibung kann also niemals die Wirklichkeit ersetzen.

Den Artikel findest Du hier.

Heißt also:

Sein-Zeit ist kein gestern, heute und morgen. Kein Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Kein 21. Jahrhundert und keine Geschichte davor. Keine Aneinanderreihung von Momenten, sondern immer nur ein einziger.

Angst kann man aber immer nur vor den Dingen haben, die in der sehr nahen bis sehr fernen Zukunft passieren. Vor dem, was gerade jetzt passiert, kann man daher keine Angst haben. Verweilen wir im Moment, ist für Angst und für alles was passieren wird oder passieren könnte kein Platz mehr. Ruhe beherrscht den Moment, die Sein-Zeit.

Wie können wir lernen, mehr Momente in der Sein-Zeit zu verbringen? Mit Zazen-Meditation zum Beispiel.

 

Photo: Rama V