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Die meisten von uns sind auf der Suche nach Antworten.

Was, wenn wir da nach dem Falschen suchen? Was, wenn wir vielmehr die richtigen Fragen suchen sollten?

Ich selbst liebe Fragen, vielleicht weil ich selbst mehr Fragen habe als Antworten.

Leider haben Fragen einen schlechten Ruf in einer Welt, die immer klare Positionen und Antworten und Ausrufezeichen verlangt und So-wird’s-gemachts!

Fängt schon in Schule an, dass wir nur noch Antworten geben sollen und die Fragen andere stellen. Wer hinterfragt, macht sich unbeliebt, wer nachfragt, macht sich zum Idioten. „Also Kevin wenn Du das immer noch nicht verstanden hast, setz dich bitte in die Ecke und mal Dein Mathebuch mit Buntstiften aus, statt die anderen aufzuhalten!“

So verlieren wir die Lust an Fragen, haben Angst vor ihnen und dass sie uns schwach oder unsicher aussehen lassen. Und wenn wir uns selbst Fragen stellen, dann oft solche, die wenig helfen – ich hab zum Beispiel wesentliche Teile meines Lebens verbracht mit dieser prachtvollen Auswahl:

  • Was denken die anderen über mich?
  • Warum fällt anderen vieles so viel leichter? Was stimmt nicht mit mir?
  • Was, wenn meine Arbeit – zum Beispiel mein Podcast so langweilig ist, dass die Leute einpennen und Müttern ihre Babys aus dem Arm fallen und Autofahrer über Fußgängerwege brettern?

So müssen viele von uns sich selbst die Kunst des richtigen Fragens (wieder) beibringen. Wichtig ist das aus einer Vielzahl von Gründen.

Fragen geben die Richtung vor, in die wir denken – unser Gehirn arbeitet da wie Google und liefert fast immer irgendwelche Ergebnisse. Und weil Gedanken so wichtig sind, entscheiden sie natürlich auch darüber, ob unser Leben geil ist oder mies.

Voltaire hat gesagt, man solle die Weisheit eines Menschen weniger nach seinen Antworten beurteilen, als nach seinen Fragen.

Einstein hat gesagt: „Wenn ich eine Stunde Zeit hätte, ein Problem zu lösen und mein Leben davon abhinge, würde ich die ersten 55 Minuten nur damit verbringen, die richtige Frage zu finden … denn sobald ich die hätte, könnte ich das Problem in weniger als 5 Minuten lösen.“ Zu seiner bahnbrechenden Relativitätstheorie hat ihn auch eine Frage gebracht: Was, wenn ich auf einem Lichtstrahl durchs Universum reiten würde?

Newton fragte: „Warum fällt ein Apfel vom Baum aber der Mond nicht auf die Erde?“ … was übrigens etwas ist, das ich immer noch nicht verstehe und skeptisch macht, deshalb hab ich abends meistens einen Schutzhelm auf.

Darwin: Warum gibt’s auf den Galapagos-Inseln so viele Spezies, die nirgendwo sonst auftauchen?

Der Chef von Google, Eric Schmidt, sagt: „Wir leiten unser Unternehmen mit Fragen, nicht mit Antworten.“ Und Airbnb ist aus der Frage entstanden: Warum sollte jemand keinen Schlafplatz in einer fremden Stadt haben, wenn überall noch Sofas frei sind?

Während uns die falschen Fragen klein halten und einschränken, können uns die richtigen befreien und auf unfassbar großartige neue Ideen bringen, uns stimulieren, provozieren, inspirieren, etwa diese hier:

  • Wenn alles gesagt und getan ist – wirst Du mehr gesagt oder getan haben?
  • Wovor läufst Du weg … und was brauchst Du, um die Flucht zu beenden?
  • Wofür liebst Du Dich?

Denken heißt, Fragen zu stellen. Gute Fragen, gutes Denken. Gute Gedanken, gutes Gefühl, gutes Leben.

Dieser Text ist ein Auszug aus der ersten Folge des myMONK-Podcasts „7 Fragen, die mein Leben verändert haben“ … und die Dir vielleicht auch helfen könnten:

Mehr unter Sei wie der hässliche alte Baum und unter Sei wie die lahme alte Schildkröte.

Photo: Senior von Dark Moon Pictures / Shutterstock