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EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) wurde 1987 von der Psychologin Francine Shapiro entwickelt und bei der Behandlung schwerer Traumata eingesetzt und bildet das Kernstück der Anwendung. Seit der Entwicklung der Methode wurde EMDR intensiv erforscht. Es liegen bis heute 16 kontrollierte Studien zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörung vor, die den Nutzen von EMDR belegen. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie verabschiedete 2006 ein Gutachten, durch welches die EMDR-Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann.

  1. Der Myostatiktest (kinesiologischer Krafttest) nach Dr. Omura, mit dem Stressfaktoren erkannt werden und mit dem die Wirksamkeit des Coachings überprüft werden kann.
  2. Das NLP (Neurolinguistisches Programmieren) ist eine Methodensammlung zielorientierter Konzepte, die sich in den Bereichen Kommunikationspsychologie, Coaching, Lernpsychologie und Psychotherapie bewährt hat.

Das ungewöhnliche am EMDR / Wingwave-Coaching ist die Technik der schnellen Augenbewegungen. Der Klient folgt mit seinen Augen den Handbewegungen des Coaches. Das erinnert an die REM-Phasen (Rapid Eye Movement), die man in der Traumphase beobachten kann. Wichtig ist, dass der Klient sich emotional auf die Stress-Situation einlässt und sich während der Sitzung auf die belastenden Gedanken konzentriert. Das ist zwar zu Beginn unangenehm, denn wer möchte sich schon gerne an Angst- oder Versagenssituationen erinnern und die damit einhergehenden negativen Emotionen und Körperreaktionen grundlos aufrufen? Allerdings muss ganz klar festgestellt werden, dass die Wirkung des Coachings umso stärker ist, je mehr der Klient bereit ist, sich der Emotion zu stellen.

Nach jedem Durchgang werden die neu entstandenen Stimmungen, Bilder und Körpergefühle erfragt und gedanklich in den nächsten Durchgang einbezogen. Die Stress- und Angstgefühle nehmen kontinuierlich ab und oftmals erkennt der Klient schon während der ersten Sitzung den eigentlichen Ursprung seiner Emotionen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass dem Klienten längst vergangene und scheinbar vergessene Situationen in Form von Bildern oder Sätzen wieder in das Wachbewusstsein gerufen werden. Das Erkennen des  Ursprungsereignisses führt zum beschleunigten Auflösen der Stressemotion, da sie jetzt bewusst verarbeitet werden kann. Die bisher automatisiert ablaufenden Angst- und Stressreaktionen können gelöscht und durch neue, effektive Verhaltensmuster ersetzt werden.

Wann wird Wingwave-Coaching eingesetzt?

  • Abbau stressauslösender Faktoren
  • Abbau von Ängsten (Prüfungsangst, Kommunikationsängste, Versagensängste, Flugangst, Höhenangst usw.)
  • Auflösung hinderlicher Glaubenssätze (ich bin nicht gut genug, ich bin an allem Schuld usw.)
  • Abbau sportlicher Leistungsblockaden
  • Abbau von Zorn- und Wutgefühlen

Besonders interessant ist die Tatsache, dass EMDR / Wingwave auch zum Aufbau von Ressourcen hervorragend geeignet ist. So können charakterliche Eigenschaften, die der Klient bei sich selbst nur in geringem Maße vermutet, gestärkt und aufgebaut werden.
Besonders häufig ist das bei den folgenden Persönlichkeitsthemen der Fall:

  • Selbstbewusstsein
  • Redegewandtheit
  • Selbstmotivation
  • positive Ausstrahlung

um nur einige zu nennen.

Auch als unterstützende Methode bei der Rauchentwöhnung und der Genussmittelreduzierung (Heißhunger-Attacke) hat sich Wingwave bewährt.

Da viele körperliche Symptome und Krankheiten auf seelische Ursachen zurückzuführen sind, habe ich auch oft die positive Verarbeitung von Reizdarmsyndrom, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen erleben können.

Einschränkend muss man sagen, dass EMDR/Wingwave nicht bei allen Menschen gleichermaßen gut anspricht. Daher ist eine Methodenvielfalt im Coaching wichtig. Es gibt viele sehr unterschiedliche Techniken, die bei gleichen Themen auch zum Erfolg führen. Man sollte daher immer auch die Möglichkeit nutzen, zumindest unterstützend noch weitere Techniken einzusetzen.

Zur Standardausrüstung gehören:

  • NLP (z.B. Phobietechniken, Zielermittlung, Übungen zur Verhaltensanpassung usw.)
  • Energetische Psychologie (EFT)
  • Systemische Arbeit (Familienaufstellung, Dilemma-Aufstellung usw.)
  • Timeline
  •  Meditation
  • Hypnose
  • Huna

Diese Techniken unterstützen und beschleunigen die Erfolge, die mit EMDR / Wingwave erzielt werden, da sie auch teilweise vom Klienten zuhause zwischen den Terminen eingesetzt werden können. Zu den erfolgversprechendsten Techniken im Selbst-Coaching gehört das EFT in Kombination mit dem hawaiianischen Huna und die Meditation.

Darüber berichte ich in einem der nächsten Artikel. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit.

Text von und herzlichen Dank an:

Thomas Pfitzer
Praxis für Leistungscoaching und Mentaltraining
Uhlandstr. 8
67069 Ludwigshafen
www.gapra.de