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„Geh mir aus’m Weg, ich hab n teure Klamotten an.“ (Vordrängeln)

„Sprich mich bloß nicht erst an, Du kleine Wurst, ich bin heiß und Du bist Scheiße.“ (Verachtung im Blick)

„Ey, Kellnerin, hier haste 50 Cent Trinkgeld, aber schön einteilen!“ (Gelächter)

Warum handelt jemand so von oben herab, so arrogant, so, als würden wir unter ihm stehen?

Er will sich für was Besseres halten,
weil er sich als was Schlechteres fühlt.

Sein großspuriges Denken und Tun sollen sein verwundetes Herz überdecken. Das Gefühl, irgendwie minderwertig zu sein, unzureichend.

Es gäbe keinen Grund, einen anderen abzuwerten, wäre er sich seines eigenen Wertes bewusst. Er will andere unterdrücken, weil er etwas in sich selbst unterdrückt.

Das kann schon sehr früh im Leben beginnen. Die Entwicklungspsychologin Dr. Kristin Valentino untersuchte Kinder, die schlecht von ihren Eltern behandelt wurden. Auf Fragen nach ihrem Selbstbewusstsein gaben sie sich hohe Punktzahlen. Außerdem überschätzten sie, wie toll die anderen Kinder sie fänden. Gleichzeitig reagierten sie in Experimenten viel negativer auf ihr eigenes Spiegelbild, als es die anderen Kinder taten. Hier zeigte sich ihr wahres Selbstbild – und die Kluft zwischen den großen Tönen, die sie spuckten, und den leider traurigen Melodien, die tatsächlich tief in ihnen spielten.

Diese Wunden und diese Diskrepanz (-> Arroganz) schleppen viele auch noch als Erwachsene mit sich herum.

Heißt nicht, dass wir uns alles gefallen lassen müssen oder auch nur immer Verständnis dafür haben.

Fakt ist aber:

Verhält sich jemand Dir arrogant, hat das nichts mit Dir zu tun.

 

Siehe auch: Wie man aufhören kann, Dinge zu persönlich zu nehmen (in 30 Sekunden) und Verletzte Menschen verletzen Menschen. 

 

Photo: Matteo Bagnoli