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Es folgt ein Gastbeitrag von Thomas Pfitzer.

 

Leben heißt Weiterentwicklung und diese geht oftmals langsam voran. Wenn Sie zu schnell und unüberlegt die dunklen Seiten Ihrer Persönlichkeit bekämpfen, machen Sie diese nur stärker. Alles was man bekämpft wird stärker – das gilt für Ängste, festgefahrene Handlungsmuster und Charakterschwächen genauso, wie für Schmerzen und Krankheiten.

Ein aussichtsloser Kampf

Häufig wird in esoterischen Kreisen ausschließlich die Lichtarbeit propagiert, aber wo viel Licht ist, muss zwangsläufig auch viel Schatten sein. Wer sich nicht mit seinen Schatten beschäftigt und versöhnt, wird von ihnen eingeholt. Leugnen ist ebenso kontraproduktiv wie bekämpfen.

Unsere negativen Eigenschaften müssen anerkannt, akzeptiert, hinterfragt und durch bessere Handlungs- und Denkmuster überlagert werden. Wer krampfhaft nach Erleuchtung strebt und unbedingt gut handeln will, wird zu oft seine innersten Triebe und Charaktereigenschaften leugnen und gegen seine eigenen Überzeugungen handeln. Selbst wenn diese Überzeugungen falsch sein mögen, so hat man doch gegen sich selbst gehandelt. Ein Umstand, der zum Zwiespalt führt.

Yin und Yang in der Persönlichkeitsentwicklung

Erst wenn Sie den Schatten als Teil ihrer Persönlichkeit anerkennen und sich zumindest zu Beginn Ihrer Entwicklungsphase den ein oder anderen Rückfall in alte Verhaltensmuster verzeihen, werden Sie wirklich wachsen.

Das Naturgesetz, das dahinter steht, ist das Gesetz der Polarität. Es gibt kein Yin ohne Yang, keinen Berg ohne Tal und keinen Erfolg ohne Preis. Für die Persönlichkeitsentwicklung bedeutet das, dass weder Licht noch Schatten überbewertet werden dürfen. Wer sich unschlagbar toll findet, wird am Ende genauso leiden wie der, der sich grundsätzlich für einen Versager hält. Das Polaritätsgesetz sorgt immer für einen Ausgleich, für Harmonie im Universum. Je mehr Sie sich diesem Prinzip annähern, desto leichter und angenehmer wird Ihr Leben verlaufen.

(Hier finden Sie den Artikel zu allen 5 Universalgesetzen. Falls Sie noch ein sechstes Gesetz kennen, schreiben Sie mir bitte eine Mail.)

Geduldig annehmen und lernen statt nur „positiv denken“

Verzeihen Sie sich Ihre Fehler und lieben Sie sich dafür. Nur so können Sie Ihre Schwächen auflösen und sogar in Stärken umwandeln. Zwanghaftigkeit und eine zu hohe Geschwindigkeit bei der Arbeit an der Persönlichkeit führt zu Rückschlägen und Realitätsverlust. Seien Sie sich bewusst, dass Ihnen nur das begegnet, was Sie gerade brauchen um zu lernen und zu wachsen. Jeder Mensch, jedes Buch und jede Begebenheit, auch die unangenehmen, haben einen Sinn, den es zu erkennen gilt. Alles ist wichtig – selbst der Zorn, richtig eingesetzt und geleitet, kann große Kreativität hervorbringen.

Wenn Sie es schaffen, aus allem etwas zu lernen und dieses Lernen in Ihren Fokus setzen, wird alles positiv. Das ist die einfachste Glücksformel, die es gibt. Es ist nicht leicht dieses Denken jederzeit in den Alltag zu integrieren. Mit sturem Positiv-Denken hat das nichts zu tun. Es geht vielmehr um die positive Fokussierung und die Fähigkeit aus allem einen Nutzen zu ziehen – und sei es nur die Erkenntnis in Zukunft etwas ändern zu müssen. Das klingt banal, aber wie viele Menschen kennen Sie, die ihre Fehler ständig wiederholen und das noch nicht einmal einsehen oder behaupten sie seien dagegen machtlos?

Jeder wächst in seinem Tempo

Auch solche Verhaltensweisen können mit etwas Geduld korrigiert werden. Jeder Charakterzug, jede Eigenschaft kann verändert und sogar neu geschaffen werden. Alle Ressourcen dafür sind in uns vorhanden – Sie müssen sich nur etwas Zeit lassen. Jeder Rückschlag, der zwangsläufig als Folge von Übereifer und übertriebenen Forderungen an die eigene Vollkommenheit entsteht, wirft Sie weit zurück. Vielleicht sogar so weit, dass Sie aus Frust Ihren guten Weg verlassen. Das wäre schade.

(Hier finden Sie eine leicht anzuwendende mentale Trainingstechnik.)

Wie so oft ist es der goldene Mittelweg, den es zu finden gilt. Dieser Weg wird nur durch die Geschwindigkeit definiert, die Sie alleine bestimmen. Haben Sie Ihr persönliches Tempo gefunden, haben Sie Ihren Weg gefunden, denn die Richtung ist Ihnen schon längst klar, sonst würden Sie diese Zeilen nicht lesen.

Mentale Trainingstechniken müssen solange angewendet werden, bis Ihnen das Thema nicht mehr wichtig erscheint oder Sie bemerken, dass sich Ihr Verhalten geändert hat. Gute Erfolge erzeihlen Sie, wenn Sie diese Übungen pro Thema täglich ein- bis zweimal machen und das 21 Tage in Folge.

Viel Erfolg und liebe Grüße
Thomas Pfitzer

 

Text von und herzlichen Dank an:Thomas Pfitzer
Praxis für Leistungscoaching und Mentaltraining
Uhlandstr. 8
67069 Ludwigshafen
www.gapra.de

 

Photo (oben): commune_absence_giboyeuse