Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

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Es folgt ein Gastbeitrag von Aljoscha Laschgari.

 

Ich liebe es, wenn ich mit meinen Freunden Basketball spiele. Ich liebe es, wenn ich mir ein Stück Gemüselasagne auf der Zunge zergehen lasse. Ich liebe es auch, wenn sich eine schöne Frau nackt vor mir in lustvoller Ekstase räkelt. Doch am meisten liebe ich es, wenn ich das Funkeln in den Augen eines Menschen sehe, der gerade seine eigenen Grenzen gesprengt hat.

Es ist dieses wunderbare Gefühl, das den ganzen Körper durchflutet. Es ist wie ein wuchtiger Befreiungsschlag mit dem Baseballschläger, bei dem sich mit einem Mal zehn Tonnen aufgestaute Kraft entladen. Es ist, als ob in Deinem Inneren ein heftiges Feuerwerk von Glücksgefühlen abbrennt.

Ich spreche von dem Moment, bei dem Du realisierst, zu was Du eigentlich fähig bist. Kennst Du diesen Moment? Ich habe so einen Moment in 2013 gehabt.

Mein magischer Moment

Alles fing an mit einem Auto. Ich bin zwar kein großer Autofan, aber an diesem ganz gewöhnlichen Tag war alles anders.

Ich kam gerade vom Sport als ich dieses Prachtstück von Gefährt zum ersten Mal erblickte. Wow! Ich hielt meinen Atem an. Dieser Anmut. Diese Eleganz. Ein wahres Meisterwerk auf vier Rädern! Alleine der Anblick löste etwas in mir aus, das ich noch nie zuvor erlebt hatte. Es war definitiv Liebe auf den ersten Blick!

Und in diesem Moment, von einer wahnsinnigen Euphorie beflügelt, fasste ich einen Entschluss. Ich musste dieses Auto fahren! Ich hatte zwar keine Ahnung wie, aber ich musste einfach dieses Auto fahren!

Hektisch wie ein kleiner Schuljunge, der im Möbelhaus seine Mutter sucht, hielt ich Ausschau nach dem Fahrer. Vielleicht war er ja gerade in der Nähe und würde mir zumindest einen näheren Blick in den Innenraum gewähren. Doch mein Suche blieb vergebens. Keine Spur vom Besitzer! Ich notierte mir den Namen des Autos und googelte ihn noch am selben Abend.

Auweia! 101.800 Euro Neuanschaffungspreis. Standard Variante. Zugegebenermaßen überstieg das mein damaliges Budget um 97,8%.

Aber das war mir egal. Ich musste dieses Auto einfach fahren! Egal wie.

Ich überlegte, suchte nach Lösungen und dann kam mir eine verrückte Idee. Was wäre, wenn ich es schaffen würde, dieses Auto bei einem Händler Probe zu fahren?

Die Angst vorm Scheitern zurechtrücken

Die Idee sorgte bei mir für eine unglaubliche Euphorie. Ich fühlte mich der Realisierung meines Traums schon ganz nahe. Doch ich zögerte. Allein der Gedanke an die Umsetzung erzeugte wahnsinnig starke Ängste in mir.

Was wäre, wenn mein Vorhaben nicht klappen würde?

Was wäre, wenn der Händler mir keine Fahrerlaubnis erteilen würde?

Die Angst des Versagens. Die Angst vor Ablehnung. Ich kämpfte innerlich mit meinen Gefühlen. Für was würde ich mich entscheiden? Würde ich das Abenteuer meines Traums wählen oder den gemütlichen, sicheren Platz auf meiner Couch?

Ich stellte mir zur Entscheidungsfindung die folgende Frage: Was wäre in meinem Fall das Worst-Case-Szenario?

Das Worst-Case-Szenario wäre, dass ich ein Autohaus finde, eine Probefahrt vereinbare und kurz vor dem Aushändigen der Schlüssel eine Absage des Händlers erhalte.

Und in diesem Moment realisierte ich, dass der schlimmste Fall eigentlich gar nicht so schlimm wäre. Ich würde danach immer noch atmen und das Leben würde weitergehen!

Also entschloss ich mich, meine Ängste zu überwinden und suchte im Internet nach der Marke des Autos. Ein paar Sekunden später fand ich tatsächlich ein Autohaus, das diesen exklusiven Sportwagen vertreibt. Ich nahm den Hörer in die Hand und rief in der Filiale an. Wenige Minuten später hatte ich einen Termin zur Probefahrt ausgemacht.

Ich konnte es nicht glauben! Ich hatte tatsächlich eine Gelegenheit bekommen, meinen Traum Realität werden zu lassen! Ich zog mir meine besten Klamotten an, stopfte mir viele kleine Geldscheine in den Geldbeutel, um wohlhabend zu wirken und nahm die erste U-Bahn Richtung Autohaus.

Durch die Angst

Als ich im Autohaus ankam und an den Tisch des Filialleiters gebeten wurde, zitterte ich wie Espenlaub. Wieder gingen mir in diesem Moment Tausende vonFragen durch den Kopf.

Wie würde der Mann mit der ernsten Miene und dem Designeranzug auf meine Anfrage reagieren?
Würde er mich von oben bis unten mustern und mir dann sagen, dass er mir das Auto nicht zur Verfügung stellen könnte?

Was wäre, wenn er mich auslachen und nach Hause schicken würde?

Aber ich war so kurz davor, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Wie könnte ich denn zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch einen Rückzieher machen? Ich ignorierte meine Gedanken und ging volles Risiko! Entweder jetzt oder nie.

Ich setzte mich an den Tisch. Jetzt ging alles ganz schnell. Er forderte meinen Personalausweis, bat mich, ein Dokument zu unterzeichnen, in dem ich einwilligen würde, dass ich im Schadensfall eine Eigenbeteiligung von 5000€ zu bezahlen hätte und ich unterschrieb ohne zu zögern.

Kurz danach drückte er mir die Schlüssel in die Hand, führte mich auf den Parkplatz und wenige Minuten später saß ich in meinem Traumwagen:

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Geschafft: Ich sitze freudestrahlend bei einer Probefahrt in meinem Traumauto

Was ich aus diesem wundervollen Erlebnis mitgenommen habe? Alles ist möglich!

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch einen Traum in sich trägt. Und ich glaube fest daran, dass jeder einzelne die Fähigkeit dazu hat, sich diesen Traum erfüllen zu können.

Egal wo Du herkommst. Egal, was Du erlebt hast. Egal, in welcher Situation Du gerade bist. Es gibt IMMER einen Weg, Deinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Und wenn Du keinen Weg findest, dann machst Du Dir eben selbst einen.

Das, was über Erfolg und Misserfolg entscheidet, sitzt zwischen Deinen Ohren. Wie benutzt Du Deine gottgegebene Denkkraft? Fokussierst Du Dich auf die Probleme, die Dir im Weg zu Deinem Ziel stehen oder fokussierst Du Dich auf die Lösungen, die Dich Deinem Ziel ein Stückchen näher bringen?

Und wie gehst Du mit den Gefühlen um, die Dich von Deinem Vorhaben zurückhalten wollen? Lässt Du zu, dass Deine Angst Dich vom Weg abbringt?

Auch vor der Einsendung dieses Artikels hatte sich ein Unbehagen in meinem Körper und eine Stimme in meinem Kopf gemeldet: Wer würde meinen Text denn schon lesen wollen? Warum sollten ausgerechnet mir die Leser schon zuhören? Was habe ICH denn schon zu sagen?

Aber weißt Du was? Ich habe genau diese Stimme ausgeblendet. Warum? Weil diese Stimme nicht zu meiner Essenz gehört! Woher ich das weiß?

Weil sie mir versucht, meine tiefsten und stärksten Träume auszureden. Und diese Träume gehören zu meiner Essenz.

Bisher hat sich folgende Prüfung in meinem Leben bewährt: jedes Mal, wenn das, was die Stimme in meinem Kopf zu mir sagt, nicht förderlich für das Erreichen meiner Ziele ist, blende ich sie aus. Ganz einfach.

Und jedes Mal, wenn sich in mir ein Gefühl von Angst breit macht, weiß ich, dass es genau jetzt eine Möglichkeit zum persönlichen Wachstum gibt. Dabei gehe ich ganz nach der Devise von einem ausgezeichneten Philosophen und Schriftsteller vor:

„Tue das, wovor Du Angst hast, und der Tod Deiner Angst ist sicher.“ – Ralph Waldo Emerson

Mit diesen zwei Strategien, bei denen ich sowohl die Kontrolle über meine Gedanken-, als auch über meine Gefühlswelt zurückerlangt habe, konnte ich bisher Dinge in meinem Leben realisieren, von denen ich vor ein paar Jahren nur geträumt hatte.

Und genau deswegen bin ich jetzt hier. Und Du liest diesen Text. Weil ich mir einen Traum erfüllt habe, für mymonk.de zu schreiben.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du auch schon lange einen Traum? Warum verfolgst Du diesen Traum nicht? Denkst Du, es ist Zufall, dass Du diesen Traum in Dir trägst? Und glaubst Du, dass Dich je etwas anderes glücklich machen wird, als Dir diesen Traum zu verwirklichen?

Ich wünsche Dir viel Spass dabei, diese Frage für Dich zu beantworten.

Dein Aljoscha

Text von und herzlichen Dank an:

Aljoscha Laschgari

Aljoscha ist Gründer von psychologie-einfach.de. Seine Vision ist es, Dich glücklich zu sehen. Und seine Mission ist es, Dich mit den Inhalten seiner Webseite bestmöglich zu unterstützen, diese Vision Realität werden zu lassen.www.psychologie-einfach.de

 

Photo oben: jeronimo sanz