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Kaum ein Mensch bietet seinen Körper jedem an, der ihm begegnet.

(Ich kenne da niemanden, und Scheiße, es gab Zeiten, da wäre ich vor lauter Einsamkeit ziemlich beglückt gewesen über so eine Bekanntschaft.)

Nein, so etwas tun wir nicht.

Doch unseren Geist bieten wir schnell jedem Dahergelaufenen an, lassen ihn damit machen kann, was er will. Da reichen Sekunden, eine kleine Handlung, eine Geste, ein paar Worte eines Kollegen oder Kunden, Nachbarn oder völlig Fremden und schon sind wir verärgert, aufgebracht, verwirrt, ängstlich, eifersüchtig, neidisch oder fühlen uns schuldig. Wir lassen uns benutzen, sind dafür sehr oft empfänglich.

Die Aufregung mag schon nach einer halben Stunde vorbei sein … aber das ist auf dem Strich ja auch nicht anders. Und auf dem Strich gibt’s immerhin ein bisschen Geld.

Sollte uns unser Geist nicht mindestens genauso heilig sein wie unser Körper?

Dazu müssen wir uns um ihn kümmern, die Kontrolle übernehmen. Uns besser abgrenzen lernen, bei uns bleiben.

Beginnen können wir mit einem Gedanken, gedacht bei Vorfällen aller Art, für die wir nicht mehr zur Verfügung stehen wollen. Ein Gedanke, der uns das notwendige Grenzenziehen bewusst macht sowie die eigene Verantwortung für unseren Geist:

„Ich lasse meinen Geist nicht von jedem ficken.“

(Oder, für die anständigeren von uns: „Ich lasse nicht jeden in meinen Geist eindringen.“)

 

Außerdem kann das hier hilfreich sein: Zorn loslassen in 60 Sekunden (ein Trick aus dem Zen) und Wie man aufhören kann, die Dinge zu persönlich zu nehmen.

 

Photo: Anton Nazarov