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„Zum Schlafen trage ich nur ein Paar Tropfen Chanel Nº 5“, sagte Marilyn Monroe.

Um den Vorwurf von Schleichwerbung zu entkräften: Es gibt natürlich auch andere gute Düfte. Und um gleichzeitig noch eine große Portion Sinnlichkeit in den Text zu bringen: Ich zum Beispiel reibe mich immer großzügig mit den Duftkerzen aus’m Penny ein.

Jedenfalls gibt’s zwei Lager von Liegern, die nackten und die angezogenen. Zum ersten gehören bisher nur etwa 8 Prozent. Wissenschaftler empfehlen jedoch auch dem Rest, unbekleidet ins Bett gehen. Nicht nur beim Sex.

Besserer Schlaf

Der American Academy of Sleep Medicine zufolge sinkt unsere Körpertemperatur im Rahmen der „circadianen Rhythmik“. Das ist ein Teil unserer natürlichen Chronobiologie. Pyjamas zu tragen stört diesen Prozess und stört den Schlafzyklus – bis hin zur langfristigen Schlaflosigkeit.

Weniger Kilos

Auch ein bisschen Gewicht können wir im Schlummerland zurücklassen, wenn wir die Nacht im Adams-/Evakostüm schlafen. Wenn sich der Körper abkühlt, wird zunächst das Cortisol-Level gesenkt. Später, in der zweiten Hälfte des Schlafs und zur Vorbereitung auf den nächsten Tag, werden vermehrt Wachstumshormone ausgeschüttet, damit wir etwas Energie haben, wenn wir aufwachen. Beides fördert die Verarbeitung aufgenommener Kalorien. Kühlt sich der Körper aufgrund der Kleidung hingegen nicht ab, regt das größere Maß an Cortisol unter anderem auch unseren Appetit übermäßig an.

Auch dem Intimbereich soll die Belüftung sehr gut tun, wie Dr. Jennifer Landa, Autorin von The Sex Drive Solution for Woman, schreibt. Schädliche Bakterien haben dann ein weniger leichtes Spiel.

Gestärktes Selbstbewusstsein

Nacktschlafen könnte sich ebenso sehr positiv auf unsere Psyche auswirken. Studien aus dem Journal of Happiness zufolge erhöht Nudismus die Lebenszufriedenheit und verbessert sowohl unser Bild vom eigenen Körper als auch unser Selbstbewusstsein insgesamt.

Wer nicht gleich in gemischten Saunen oder FKK-Stränden an der Ostsee alles geben will, für den ist das heimische Bett ein guter Anfang.

Mehr Sex

Teilen wir uns dieses Bett mit einem Partner, kann das weiterhin unsere Beziehung fördern. Denn – Tarraaa! – nackte Menschen haben tendenziell mehr Sex („Huch, was ist denn das?“) und die meisten Beziehungen profitieren von einem guten Sexleben. Genau wie unsere Gesundheit, dem entspannenden und entzündungshemmenden Bindungshormon Oxytocin sei Dank, dass bei der körperlichen Liebe freigesetzt wird.

(Siehe: Warum Du nicht mehr Geld brauchst, sondern mehr Sex.)

Einfacheres Leben (ein bisschen)

Ich selbst bin eher faul und für jeden Handgriff unendlich dankbar, der mir erspart bleibt (man beachte den Themenwechsel, wir sprechen nicht mehr über Sex).

Keine Schlafsachen an- und wieder ausziehen zu müssen, ist doch schon mal ein guter Anfang. Und irgendwie auch besser, als aus Zeitgründen gleich im Anzug zu pennen.

Auch das morgendliche Duschen, oder wenigstens das Haarewaschen, wird zu einer nicht mehr ganz so zwingenden Angelegenheit. Schließlich schwitzt ein in der Nacht gut temperierter Körper weniger.

Also … falls Du beim Lesen dieses Textes eingeschlafen sein solltest, dann hoffentlich nackt.

Mehr unter Wie man in 60 Sekunden einschlafen kann und unter Forschung: Intelligente Menschen neigen zu Chaos, langem Aufbleiben und Fluchen.

Photo: Woman Sleeping von  Kuznechik / Shutterstock