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Wie geht´s dir gerade, auf was freust du dich heute?

Danke schön, es geht mir sehr gut. Ich komme gerade von einem intensiven Wochenende aus Berlin zurück. Es ist schön, dort viele alte und neue Freunde zu treffen. Sich mal auszuklinken aus dem Alltag und sich treiben zu lassen, wie ein Tropfen Wasser in einem Ozean.

Jetzt bin ich wieder zurück, voller Inspirationen und Ideen und ich freue mich darauf, dies heute abend in meiner Yogaklasse weitergeben zu dürfen.

Manchmal fragen mich Leute aus meinen weiteren Umfeld, wie ich das alles eigentlich aushalte: Studium, Studio, Familie, Hund.

Manchmal frage ich mich das ehrlich gesagt auch.

Aber weißt du, ich habe das große Glück meinen Traum leben zu dürfen! Ich habe mich von Konventionen gelöst und „mache mein Ding“. Ich denke, dass ist es, was mich so glücklich macht. Und auch dankbar. Jeden Tag aufs Neue.

Wie bist du zum Yoga gekommen?

Es war ein sogenannter Zufall.

Ich bin 2001 nach Berlin gezogen. Für einen neuen Job. Ich hatte vor allem viel Arbeit, dafür überhaupt keine Sozialkontakte. Aber glücklicherweise gab es ja dieses fantastische Fitness-Studio nicht weit entfernt. Dort verbrachte ich meine Abende.

Dort machte ich das erste Mal die Erfahrung einer Yogaklasse.

Eine junge, wunderhübsche Yogalehrerin ließ uns Dinge machen, von denen ich nie gedacht hätte, dass mein Körper das tun würde.

Aber zum ersten Mal in meinem Leben kam ich aus einer Stunde und war einfach nur happy…und soooo entspannt.

Der Muskelkater war allerdings auch nicht zu verachten.

Ich wusste – DAS ist es!

Kurze Zeit später verließ die tolle Lehrerin das Studio und ich kündigte und begann meine Tingeltangel-Tour durch die Berliner Yogastudios. Ich probierte alles: ganz ruhiges, meditatives Hatha Yoga bis hin zum Ashtanga Yoga.

Ich nahm mir Zeit, herauszufinden was „mein“ Yoga ist. Das kann ich im Übrigen auch jedem empfehlen. Yoga hat viele Gesichter. Und für jeden findet sich der richtige Zugang zum Yoga.

Hat dir Yoga geholfen, gesund(er) zu werden?

Ich bin vorsichtig mit der Aussage „gesund zu werden“. Das höre und lese ich immer wieder und erfahre dabei die tollsten Wundergeschichten.

Bei näherer Betrachtung relativieren sich diese Behauptungen oftmals.

Ich persönlich glaube, daß die Yogapraxis mit all ihren Facetten genauso gesund wie auch krank machen kann.

Aber eine gute, angepasste Yogapraxis hilft uns, besser in unserem Körper zu sein, unsere Wahrnehmung zu verfeinern.

Durch dieses „Finetuning“ lernen wir die Signale unseres Körpers, aber auch unserer Seele viel früher wahrzunehmen.

Wenn es uns gelingt unser Ego und unseren Habitus hinter uns zu lassen und immer wieder offen zu sein und in uns hinein zu hören, DANN findet sicherlich Heilung statt.

So gesehen kann ich sagen, dass Yoga mich gesund gemacht hat.

Hilft dir Yoga auch dabei, das anspruchsvolle Studium zu meistern?

Ja selbstverständlich. Ich praktiziere Yoga seit nunmehr 11 Jahren. Zugegebenermaßen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Intensitäten.

Yoga hilft mir jeden Tag aufs Neue im „Hier und Jetzt“ zu bleiben.

Auch wenn mal etwas schief läuft, zum Beispiel eine schlechte Klausur, dann halte ich mich nicht daran auf, sondern blicke nach vorne. „OK, der Status quo hat sich verändert. Also muss ich meine Aktionen einfach auch verändern“ Yoga macht nicht nur den Körper flexibel, sondern auch den Geist.

Gibt es einfache Pranayama-Übungen für den Alltag, die uns schnell zurück ins Gleichgewicht bringen können?

Meine einfachste und auch liebste Atemübung, die mich wunderbar ausgleicht ist Samavritti.

Bei dieser Pranayamapraxis lassen wir alle Elemente des Atems gleich lang werden.

Erstmal fokussiert man sich nur auf die EA (Einatmung) und AA (Ausatmung) und lässt beides gleich lang werden.

Nach und nach versucht man die Atemzyklen zu verlängern und Atempausen einzufügen, aber nur solange, wie der Atem noch mit Leichtigkeit fließen kann und nicht gepresst wird.

Einige Minuten mit Samavritti und ich sehe die Welt wieder klar.

Auf Deiner Website schreibst Du: „Wichtig ist für mich nicht, ob sich jemand wunderschön im Unterricht verbiegen kann, sondern wie sehr es dem Einzelnen gelingt die Yoga-Philosophie ins tägliche Leben zu transformieren.“. Was verstehst Du unter der Yoga-Philosophie – und warum ist es so schwierig, sie zum festen Teil des Alltags zu machen?

 

Für mich gehören zum philosophischen Gedankengut des Yoga auf jeden Fall die ethischen Richtlinien, aber auch die Erkenntnisse über Ursache und Wirkung genauso wie das Gesetz von Form und Inhalt. Und über allem steht die Universalität des Kosmos.

In meinem Unterricht gebe ich immer wieder Denkanstöße anhand kleiner Geschichten, die die Teilnehmer mitnehmen und weiterspinnen können. Yoga findet ja nicht auf der Matte statt, sondern das ist nur die Vorbereitung auf das große, wahre Leben draußen, außerhalb des Yogaraums. Dort draußen können wir unsere neuen Erkenntnisse üben und anwenden.

Das schwierige ist (glaube ich zumindest), dass wir draußen auch immer wieder Rückschläge erleiden, z.B. in Form von Ablehnung, nicht Ernst genommen werden, Agression.

Und für mancheinen ist es schwierig, dann nicht ins selbe alte Muster zu fallen.

Deshalb kann die Integration ins „normale Leben“ nur in kleinen Schritten erfolgen.

Es braucht viel Mut, Hingabe und Leidenschaft den eigenen Weg zu finden – und ganz oft braucht es gute Freunde, die einen ermutigen und unterstützen.

Ich sehe meine Rolle als solche Freundin für meine Yogis und Yoginis.

Kannst du drei Dinge nennen, die bei der Integration von Yoga ins tägliche Leben helfen?

1. Eine „Kula“ – Gemeinschaft, die dich trägt und unterstützt

2. Mut

3. eine regelmäßige Yogapraxis

a)    mit Asanas, die uns auch mal fordern, an denen wir unsere Grenzen erkennen – für einen gesunden Körper

b)    mit Reflektion und Meditation – für einen klaren Geist

c)    mit Gesprächen und Gesang – für ein offenes Herz

Wie können dich Interessierte am besten kontaktieren, wo können sie mehr über AspiriaYOGA erfahren?

Der beste Weg ist unsere Webseite www.aspiriayoga.de.

Wer mehr über meine Ideen und mein Leben erfahren möchte und vielleicht sogar in der einen oder anderen Form partizipieren möchte, kann mich jederzeit direkt ansprechen und mit mir in Kontakt treten (via email, Facebook: aspiriayoga)

Herzlichen Dank für das Interview!