AKTUELL: myMONK sucht Werkstudenten +++ Kennst Du schon den neuen Podcast? Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Wenn wir uns fragen: „Was soll ich mit meinem Leben machen?“ … oder „Was will ich wirklich?“ … oder „Wie werde ich zum Millionär oder wenigstens glücklich?“ … dann hilft uns das oft nicht so recht weiter, weil die Frage zu groß und zumindest mich gnadenlos überfordert.

Außerdem scheint mir das Ergebnis egal welcher Antwort so weit weg, so weit in der Zukunft, dass ich mir denke: Ach, na gut, dann ist ja noch Zeit, ich leg mich erst mal wieder hin und schau weiter im Fernsehen, wie eine stämmige Frau einen LKW zieht oder wie eine siebenköpfige Familie achtköpfig wird, weil der Typ das Kondom vielleicht doch ein paar Mal zu oft benutzt hat.

Diese Überforderung durch diese großen Fragen fühlt sich für mich manchmal so an, als würde ich eine BlueRay ins Diskettenlaufwerk eines 30 Jahre altes C64 stopfen wollen.

Häufig sind kleinere Fragen die viel besseren Fragen:

  • Wie kann ich mit der Wut oder Enttäuschung umgehen, die jetzt gerade in mir brütet?
  • Wie kann ich diese nächste Mail so schreiben, dass es nicht nur irgendeine hingerotzte, langweilige Mail ist, sondern eine, bei der ich lächle und vielleicht sogar auch der Empfänger?
  • Wie kann ich das Beste aus dem Abendessen mit meiner Familie machen, auch, wenn das Essen von „perfekt“ abweicht … oder vielleicht sogar die ganze Familie?
  • Wie kann ich in den nächsten 5 Minuten ein bisschen mehr in Frieden sein mit mir und meinem Leben?

Die Sache ist doch:

Erfolg ist die nächsten 5 Minuten.
Glücklichsein ist die nächsten 5 Minuten.
Liebe ist die nächsten 5 Minuten.
Wachstum ist die nächsten 5 Minuten.
Der Beste sein, der Du sein kannst, ist die nächsten 5 Minuten.

(Oder natürlich „Die Beste“ – ich vergess das oft mit dem korrekten Gendern und möchte mich dafür entschuldigen – Beschwerden diesbezüglich bitte briefkastin@mymonk.de)

Das heißt auch, dass wir nicht für immer der beste sein müssen. Nicht für immer glücklich. Nicht für immer liebend oder dankbar. Angelehnt an das Motto Anonymen Alkholiker: „Nur für heute will ich kein Glas anrühren“ können wir sagen: „Nur in die nächsten 5 Minuten schmeiß ich mich richtig rein und mach was Gutes draus.“

Klar können wir gigantisch große Pläne haben … nur wird zumindest bei mir aus denen nichts, wenn ich immer um die Zukunft kreise, träume, plane, oder mir Sorgen mache, was denn zum Beispiel mit dem Podcast mal wird, wenn ich spontan meine Stimme verliere – noch bevor ich überhaupt mit dem Podcast angefangen habe.

Während das Kostbarste, das ich habe, verstreicht und verstreicht – meine Lebenszeit.

Stattdessen können wir die Ziele, wenn wir denn welche haben wollen, runterbrechen in 5-Minuten-Einheiten, mit denen wir wirklich was anfangen können.

Das ist eine leicht ausgedehnte Version von der Idee vom Leben im Hier und Jetzt, mit dem ich oft nicht so viel anfangen kann. Weil mich auch die Anforderung wiederum überfordert, mit meiner Aufmerksamkeit bei einem Laserpunkt-kleinen Teil auf der Zeitachse zu bleiben. Aber in 5 Minuten Zeiträumen zu denken, das kann ich ganz gut hinbekommen. Ich will fast sagen:

5 Minuten sind das neue „Hier und Jetzt“.

Was könntest Du tun, damit Deine nächsten 5 Minuten richtig gut werden, lebendig und freudvoll? Wie kannst Du aus den nächsten fünf Minuten etwas mache, an das Du Dich heute Abend erinnerst und denkst: Scheiße, war das schön?

Diesen Text gibt es auch als Podcast mit dem Titel „Die wichtigsten 5 Minuten Deines Leben“:

Photo: Hanging von wanderingstock / Shutterstock