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Du hast ein Ziel?

Gut.

Möglichkeit 1: Am perfekten Plan arbeiten. Der dann leider oft doch nicht so perfekt ist. Wenn wir überhaupt je in die Umsetzung kommen.

Möglichkeit 2: Gleich loslegen. Täglich was für unser Ziel tun. Aus einem Schneeball einen eine Lawine machen, die mehr und mehr Fahrt aufnimmt. Stichwort: Momentum, die Schwungkraft, die mit der Zeit größer und größer wird und immer mehr Hindernisse aus dem Weg räumt.

Gerade dann, wenn wir mit was Neuem anfangen, macht es eine Menge Sinn, uns nur um dieses Momentum zu kümmern im Vertrauen, dass sich die Puzzleteile und genauen Pläne schon noch zeigen werden.

Das Gute ist, dass wir dann gar keine Unmengen an Vertrauen brauchen. Nicht wie Sektenjünger, die sich weil’s ihr Guru befielt das unbekannte Elixier trinken, das sie als einzige vor der kurz bevorstehenden Alien-Knvasion verschonen wird.

Nein, wir brauchen nicht viel Vertrauen, weil wir einfach merken und sehen, dass wir Fahrt aufnehmen, weil wir spüren, dass es vorangeht und weil nichts so sehr motiviert wie regelmäßig Fortschritte zu erleben, und seien sie noch zu klein.

In dieser Phase müssen wir uns gar nicht um ausgefeilte Pläne kümmern, weil uns dafür oft ohnehin noch zu viele Informationen fehlen.

Das einzige, worum wir uns kümmern müssen, ist, in Schwung zu kommen. Das ist der erste (und oft schwierigste) Part des Ganzen, die Trägheit. Und das braucht eine Entscheidung und auch Disziplin, vor allem am Anfang.

Wenn wir die aber aufbringen, und zwar am besten täglich, egal, ob‘s um ein Sportprogramm geht, ums Schreiben, oder um ein Business, das wir gründen wollen … dann wird es nach einigen Wochen leichter, weil eine Gewohnheit heranwächst.

Wenn Du mich fragst, wie viel Anstrengung man in dieser Phase aufbringen sollte, ist meine Antwort: so viel wie möglich.

Und die Anstrengung sollte aus meiner Sicht nicht darin fließen, uns so viel wie möglich vornehmen, sondern darein, dass wir täglich irgendwas tun, und zwar wirklich täglich. Also lieber 30 Tage lang 1 Seite schreiben als an einem Tag 50 und dann wieder wochenlang gar nichts (uns nicht ganz so viel vorzunehmen für das einzelne Mal führt außerdem oft dazu, dass wir dann doch noch Bock haben, weiterzumachen, nachdem wir einmal angefangen haben, und dass wir zum Beispiel doch noch ein paarhundert Meter weiterjoggen und nicht nur wie vorgenommen zum Zigarettenautomaten).

Befreiend finde ich daran, dass es dabei nicht um konkrete Ergebnisse geht, die wir erreichen müssen, wir brauchen keine X Euro verdienen oder Rekorde aufstellen.

Ganz im Gegenteil, gleich auf äußere Ergebnisse abzuzielen ist eher ein Problem als eine Lösung, denn:

  1. Setzt uns das unnötig unter Druck und nimmt uns das Unbeschwerte, die Freude am Tun selbst, die Offenheit, den Anfängergeist
  2. Können uns Ergebnisse täuschen, vielleicht hatten wir einfach nur Glück oder Pech – zwei Dinge, die sich erst längerfristig über die Zeit ausgleichen
  3. Sind äußere Ergebnisse, also extrinsische Motivation, wenig nachhaltig und es gibt viele Studien, dass sie die Motivation langfristig killen. Eine Zeitlang funktioniert das, dass uns zum Beispiel noch mehr Geld doch noch mal ein wenig motivieren kann, auf Dauer läuft sich dieser Pfad allerdings tot.

Mit dem Momentum-Ansatz haben wir diese Probleme nicht und die positiven Folgen wachsen mit der Zeit ganz natürlich an … so, wie die Ernte nicht deshalb kommt, weil wir ewig darüber nachgedacht haben, sondern weil wir die Saat ausgelegt haben, Tag für Tag.

Also, lass uns die perfekt ausgeklügelte Strategie vielleicht erstmal hinten anstellen, die brauchen wir gar nicht. Sie ist oft einfach unnatürlich und lebensfeindlich, in der Natur entfalten sich die Dinge, ohne dass man alles genau planen könnte. Der Fluss fließt dahin, wo er eben hinfließt und unser kleiner Geist möchte gern alles vorher wissen und sehnt sich nach Sicherheit und Kontrolle. Doch das ist eben leider nichts als eine Illusion, mit der wir immer Reibung erzeugen gegen die Realität.

Momentum ist da anders, Momentum bekommt ein Eigenleben und wenn wir’s aufbauen, dann gibt’s immer mehr scheinbare Zufälle, Begegnungen, die uns weiterhelfen und berühren, Menschen, die zu uns und unseren Träumen passen, Chancen, die wir nutzen können, Türen die aufgehen und hinter denen noch coolere Dinge warten.

Dann wird die Magie des Momentums sichtbar.

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Photo (oben): Stock Photos von Maridav / Shutterstock