Neu: Der kostenlose myMONK-Podcast und das erste gedruckte Buch: "Finde deinen inneren Mönch" sind da.

Als hätte es die Vergangenheit, als hätte es uns selbst nie gegeben, löst sich unser Gedächtnis bei Demenz auf. Nach und nach, langsamer oder schneller, werden wir von älteren Erwachsenen wieder zu Babys, auf eine andere Art schrumpelig, auf dieselbe Art hilflos.

Neun Jahre vorher kann uns ein kleines Anzeichen davor warnen.

Warum das wichtig ist?

Weil in Deutschland inzwischen eine ganze Million Menschen demenzkrank sind. Jeder 13., der älter ist als 65 Jahre. Ab 90 Jahren ist es sogar jeder Dritte. Und da wir immer älter werden, blüht das vielleicht sehr vielen von uns.

Dieses frühe Warnzeichen ist einer neuen Studie aus dem Journal of Alzheimer Disease zufolge:

Eine Veränderung im Humor.

Genauer: Wir finden Slapstick immer lustiger. Wo wir sonst eher über satirische oder absurde Witze gelacht haben, hauen wir uns dann auf die Schenkel, wenn Mr. Bean auf einer Bananenschale ausrutscht (ha, ha). Missgeschicke statt Worte lassen uns auflachen.

Angehörige von Patienten mit frühzeitig ausgebrochener Demenz (frontotemporale Demenz, vor dem 55. Lebensjahr) berichteten auch, dass diese Jahre vor der Diagnose plötzlich häufiger in unpassenden Situationen lachen: zum Beispiel über die Ehefrau, die sich aus Versehen in den Finger geschnitten hat und nun blutet. Oder in solchen, wo’s wirklich nicht mal im Ansatz was zu lachen gibt, etwa bei bellenden Hunden, falsch eingeparkten Autos, leeren Flaschen.

Oh man, hoffentlich liegt’s nicht daran, dass mein Umfeld immer wieder mal über meine schlechten Witze lacht.

Jedenfalls: je früher man die Krankheit erwischt, umso besser kann man sie behandeln. Und das ist kein Witz.

Photo: Can’t remember / Shutterstock