AKTUELL: myMONK sucht Werkstudenten +++ Kennst Du schon den neuen Podcast? Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Mantra für diese Zeit:

„Ich atme ein … und eine neue Mail kommt. Ich atme aus … und eine neue Mail kommt.“

Du bist ständig beschäftigt und hast „nicht genug Zeit“? Dann fehlt es Dir eigentlich nicht an Zeit, sondern an Prioritäten.

Etwa, weil Du Dir von anderen Leuten Aufgaben anschaffen lässt.

Genau das können die Mails in Deinem Postfach werden. Bekannte, Halbfremde und Ganzfremde füllen damit unsere To-Do-Liste.

Wenn wir sie lassen.

Bei den vielen Lesern, die myMONK inzwischen hat – über 1/2 Million im Monat, echt irre und für mich noch immer nicht zu fassen -, kommt da einiges zusammen im Postfach.

Mails, die mich sehr freuen.

Mails, die mich sehr bewegen.

Mails, die mir helfen, wenn ich mal wieder zweifle an mir oder an dem, was ich hier tue.

Mails, die ich sehr, sehr gern so viel und so gut beantworte, wie ich’s schaffe.

Und Anfragen aller Art – spannende und weniger spannende („Tim, willst Du nicht beim Gesunder-Rücken-Online-Kongress 2017 mitmachen, Du hast doch auch einen Rücken?“)

Wenn ich jemandem eine Mail schreibe, hoffe ich auf eine Antwort, klar. Vielleicht warte ich drauf, vielleicht bin ich enttäuscht oder sauer, wenn nichts zurückkommt (da fällt mir ein: auf meine Frage zu meinem Sternzeichen an info@nasa.org schuldet man mir noch ne Rückmeldung).

Inzwischen verstehe ich aber:

Das hat nichts mit mir zu tun. Der andere hat einfach beschränkte Kapazitäten.

Ich zum Beispiel lese nach wie vor alle Mails selbst, die hier eintreffen. Und zwar sehr gern. Was mich angesichts der Menge jedoch inzwischen wirklich überlastet ist die Vorstellung, sie alle beantworten zu müssen. In der Vergangenheit hatte ich einige Jahre extrem damit gehadert und konnte kaum einschlafen, wenn da noch etwas unbeantwortet war. Sogar wenn’s ne Mail vom Anwalt von Prinz Thorben aus Malawi war, einem entfernten Onkel, der mal eben 4 Millionen Dollar Erbe auf meines Konto müssen zwischen parke.

Auf Dauer funktionierte das nicht, killte mich. Und hielt mich von dem ab, was ich zumindest bezüglich meiner Arbeit für das Wichtigste halte: Schreiben.

Also begann ich, Prioritäten zu setzen. So gut es ging und Schritt für Schritt.

Auch heute habe ich manchmal noch ein schlechtes Gewissen, wenn nicht immer zurückschreiben kann. Aber unterm Strich funktioniert es viel besser für mich, wenn ich daran denke:

„Ich bin nicht der Sklave meines Maileingangs. Ich bestimmte selbst über meine Zeit und meine Prioritäten.“

Photo: Email von JKStock / Shutterstock