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Das größte Problem an der Komfortzone ist, dass sie immer kleiner wird, je mehr wir uns in ihr einrichten und je weniger wir sie verlassen.

Und das geht schneller, als man denkt.

Mit den mentalen Muskeln ist es da nicht anders als mit denen des Körpers. Es gibt eine Studie aus Dänemark, für die gesunde, normale Männer, die keinen oder wenig Sport machen, 14 Tage lang eine Schiene an einem Bein tragen sollten und es nicht belasten durften. Nach den 14 Tagen hatten sie 30 % ihrer Muskelkraft in dem Bein verloren.

Hinterher sollten sie sechs Wochen lang trainieren auf einem Fahrrad, mehrmals wöchentlich für insgesamt zwei bis drei Stunden pro Woche. Und selbst diese sechs Wochen Training haben nicht ausgereicht, um wieder auf die alte Muskelmasse in dem Bein zurückzukommen.

So ist es in allen Lebensbereichen.

Wie viel Überwindung kostet es Dich, zum ersten Mal nach Jahren wieder Laufen zu gehen? Oder eine Frau anzusprechen, die Dir gefällt? Oder Dich zum ersten Mal nackt auszuziehen vor anderen? Oder zum Zahnarzt zu gehen (nackt oder angezogen)?

Use it or loose it, nutze es oder es geht ein. Es gibt keinen Stillstand, nirgendwo im Leben, nirgendwo in der Natur, alles, was nicht wächst, stirbt. Und das, was nach Stillstand aussieht, ist nur unsichtbares Sterben.

Je mehr wir „anstrengende“ Dinge vermeiden, desto schwerer machen wir es uns. Irgendwann verwächst unsere Haut mit dem Sofabezug und dann wird’s richtig schmerzhaft, sogar schon, wenn wir nur mal die Fernbedienung vom Tisch holen wollen.

Anders gesagt: Wenn wir uns zu viel schonen, schonen wir uns tot.

Es ist noch niemand daran gestorben, dass etwas zu unbequem war … aber viele Menschen, viele Ideen, viel Potenzial.

Ein Leben mit wenig Anstrengung ist in Wahrheit keine Wellness-Area, sondern ein Friedhof.

Dazu passt auch ein Zitat eines US-Schauspielers namens Greg Pitt (Greg Pitt, nicht Brad Pitt): „Deine Komfortzone ist eigentlich Deine Gefahrenzone.“

Das Gegenteil gilt natürlich auch: Je mehr gute Sachen wir machen, die uns guttun, desto voller wird unser Tank … nicht leerer. Desto mehr wachsen wir. Und desto leichter wird’s.

Mehr zum Thema findest Du auch im myMONK Podcast:

Photo (oben): Anthony Arrigo, Lizenz: CC BY 2.0