Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Ständig diese Angst, etwas zu verpassen. Die neuesten Meldungen, die neusten Mails, den neusten Mist.

Ständig diese Angst, von gestern zu sein. Den Kollegen gegenüber, den anderen Bloggern, den Freunden und Bekannten.

Also tragen wir unser Smartphone schon gar nicht mehr in der Tasche, sondern immer in der Hand wie eine Waffe. Wir Mobilfon-Miliz. Chancenlos gegen die Übermacht neuer Informationen. Kämpfen kämpfen kämpfen … und verlieren doch den Anschluss, immer wieder.

Schlimmer noch, wir machen uns damit gleichförmig und langweilig, weil wir unseren Geist in dieselben Gedanken kleiden, die alle um uns herum auch tragen: Finanzmensch liest Finanznachrichten liest Finanzbücher spielt Golf mit Finanzmenschen. Marketingmensch liest Marketingnachrichten liest Marketingbücher hockt im Starbucks mit Marketingmenschen …

Die Alternative:

Nicht mehr von gestern sein. Nicht mehr austauschbar sein. Sondern wie von einem anderen Stern.

Ein Hybrid, göttliche Kreuzung.

Ein Schamane, Wanderer zwischen den Welten.

Wie einzigartig werden wir doch, wenn wir uns mit ganz anderen Dingen beschäftigen als der Rest unserer Branche und unseres Umfelds?

Wie viel kreativer werden wir sein, wenn wir Ideen aus ganz Gebieten aufsaugen und einbringen können?

Wie viel mehr Menschen helfen und begeistern, wie viel mehr verdienen können?

 

Mir fallen da zum Beispiel ein:

Der Finanzmathematiker, der Gedichte schreibt.

Der Technologie-Blogger, der Science Fiction liest statt anderer Technologie-Blogs.

Der Geschäftsführer, der fast wie ein Einsiedler lebt in seinem Garten.

Der Gärtner, der sich für die Raumfahrt begeistert.

Der Sachbearbeiter, der am Feierabend zuhause die Psychologie studiert.

Der Marketingmensch, der seine Freizeit im Zoo verbringt.

Zwischen welchen Welten willst Du wandern?

 

Siehe auch: Wie man aufhören kann, sich ständig mit anderen zu vergleichen.

 

Photo: Jonathan Grado