Neu im Podcast von myMONK: Ich schäme mich so. Und folgst Du myMONK schon bei Instagram?

Wir und unsere Ziele, wir mit all den Dingen, für die wir uns abkämpfen, tagein, tagaus, tagsüber und in den Nächten, in denen ein friedlicher Schlaf weiter weg scheint als der Mond.

Wir machen und tun und irgendwann, nach Monaten oder Jahren pausenloser Anstrengung (oft ohne wesentlich vorangekommen zu sein), weiß man gar nicht mehr, ob man noch der Angler ist, der die Sache in der Hand hat, oder der Fisch an der Angel, der kaum Luft bekommt, zappelt, zappelt, zappelt und doch gefangen bleibt.

Dann ist es an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten. Und einen Blick zu werfen auf die Ursache unseres Kämpfens – Deines Kämpfens.

Das heißt: auf das Ziel hinter Deinem Ziel.

Auf den Grund, warum Du Dir ein bestimmtes Ziel gesetzt hast. Auf Dein Warum hinter Deinem Was.

Kein Mensch braucht ein dickes Portemonnaie, dicke Autos, dicke Brüste, dicke Oberarme. Nein, was wir wirklich wollen, warum wir uns diese Ziele wirklich setzen, ist, was wir uns davon versprechen, wenn wir sie erreicht haben:

Einen inneren Zustand, ein Gefühl.

„Oh, wie wertvoll und selbstbewusst und frei ich mich doch fühlen werde, wenn ich erst im Ferrari an der Ampel stehe.“

„Oh, wie geliebt und sicher ich mich fühlen werde, wenn ich erst fünfzehn Kilo weniger wiege und sich mein Partner dann ganz bestimmt nie wieder nach anderen Frauen umdreht, während ich dabei bin.“

Wenn Du Deine Ziele nicht erreichst, oder sie erreichst, und es Dir trotzdem nicht besser geht, dann liegt das an einem:

Das Ziel hinter Deinem Ziel passt nicht.

Dein Warum ist entweder zu klein … der angestrebte innere Zustand nicht klar genug oder attraktiv genug und damit nicht motivierend genug. Oder Du versprichst Dir etwas Unrealistisches … und weißt es im Grunde Deines Herzens. Weil Du vielleicht schon oft solche Ziele gesetzt und erreicht hast, und das doch nichts geholfen hat.

Gollum wird kein Topmodel gebären, und das nicht nur, weil er keine Frau ist – und ein mieses Warum wird kein gutes Was gebären.

Wenn Du also das nächste Mal auf der Stelle trittst, oder vor lauter Kämpfen vor die Hunde zu gehen drohst, dann kannst Du Dich fragen:

Was ist das Ziel hinter meinem Ziel?

(Und: Ist diese Erwartung realistisch?)

Mehr unter Leben ohne Ziele und unter Warum die meisten Ziele sinnlos sind.

Photo: Frustration / Shutterstock