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Das Leben ist kostbar, weil es den Tod gibt.

Das Leben kosten wir aus, wenn uns der Tod bewusst ist.

Und der Tod verliert einen Teil seines Schreckens, wenn wir uns mit ihm befassen und gerade wegen ihm ein gutes Leben leben.

Deswegen spielt er eine wichtige Rolle im Buddhismus.

Aus dem tibetischen Buddhismus stammt die folgende Praxis, auch bekannt als „9-Runden-Meditation über den Tod“. Mit ihr macht man sich die neun Eigenschaften des Todes bewusst; denkt über sie nach, ruhig und konzentriert; begreift sie; verinnerlicht sie.

1. Du kannst dem Tod nicht entkommen. Niemand vor Dir hat das je geschafft. Und fast keiner der 7 Milliarden Menschen, die heute die Erde bevölkern, wird in 100 Jahren noch leben.

2. Dein Leben ist fest begrenzt. Jede Sekunde bringt Dich näher an sein Ende. Du stirbst, sobald Du geboren wirst.

3. Dein Tod kommt plötzlich und unerwartet. Leben und Tod trennt nur ein einziger Atemzug.

4. Wann Du stirbst ist ungewiss. Junge Menschen können vor alten sterben, gesunde vor kranken.

5. Die Ursache Deines Todes ist ungewiss. Auch Dinge, die unser Leben ermöglichen oder leichter machen, können Dich umbringen: Nahrungsmittel, Autos, Eigentum.

6. Dein Körper ist anfällig. Krankheiten, Gifte, Unfälle können ihn schnell zerstören.

7. Deine weltlichen Besitztümer werden Dir nicht helfen.

8. Deine Familie und Deine Freunde können weder Deinen Tod aufhalten, noch mit Dir gehen.

9. Du wirst Deinen Körper zurücklassen als leere Hülle. Das einzige, das Du auf diese Reise mitnimmst, ist Deine persönliche Entwicklung.

Ich bin kein Buddhist und weiß nicht, ob es nach diesem Leben noch irgendetwas gibt für mich. Zum einen macht mich der Gedanke an den Tod traurig, vor allem natürlich an den Tod geliebter Menschen. Zum anderen klärt er meine Sicht, zeigt was wichtig ist und was nicht.

Was macht der Gedanke an den Tod mit Dir?

Mehr unter Das dunkle Geheimnis der glücklichsten Menschen der Welt und unter Warum man geliebte verstorbene Menschen nicht „loslassen“ muss.

Photo: Kevin N. Murphy