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Niemand ist morgen genau derselbe, der er heute ist. Trotzdem glauben wir nach einer Weile des Zusammenseins, alles über den Partner zu wissen. Haben unsere Geschichten über ihn im Kopf. Sind uns so sicher damit, wie er ist und was er mag und tun wird, dass wir den Schmetterlingen im Bauch die Flügel rausgerissen haben. Denn Spannung kann nur bleiben, wo wir dem Anderen und der Beziehung Raum für Neues und Bewegung geben.

Oder aber wir glauben das Gegenteil – ihn gar nicht oder gar nicht mehr zu kennen. Nicht zu wissen, was ihm wirklich durch den Kopf und durchs Herz geht. Vielleicht schleppen wir seit Jahren stumme, dunkle Befürchtungen mit uns herum. Hat sie eine Affäre in der Arbeit? Hat er eine Sexsklavin im Keller? Liebt der Andere mich denn nicht mehr?

Zwei Arten von Nebel aus Schweigen. Eine Art von Ausblick: grau.

Zum Glück gibt es Fragen, die die Beziehung befreien können – aus dem Koma oder vom Unausgesprochenen, das auf ihr lastet.

Radikal ehrlich – Aber wertschätzend

Hinter ihnen steht der Gedanke der radikalen Ehrlichkeit, einem Grundsatz aus der Psychologie, der besagt, dass selbst schmerzhafte oder tabuisierte Themen anzusprechen Menschen glücklicher macht und näher zusammenführt, als jeder Versuch, Dinge zu verstecken.

Manche dieser Fragen und ihrer Antworten kosten mehr, andere weniger Überwindung. Ein paar Gedanken machen es etwas leichter:

  • Man muss nicht alle Fragen auf einmal durchgehen. Wichtig ist, welches Tempo für beide gut passt.
  • Wenn dem Partner etwas nicht an der Beziehung gefällt, bedeutet das nicht, dass wir ihm nicht gefallen. Statt es persönlich zu nehmen, können wir versuchen, jede Antwort mit Wertschätzung aufzunehmen: „Danke, dass Du so ehrlich zu mir bist (auch, wenn ich jetzt gerade traurig / verwirrt / erschrocken darüber bin“.
  • Wenn der Partner mit etwas unzufrieden ist oder Angst hat, sich uns zu öffnen, können wir uns fragen: Habe ich vielleicht zu seiner Unzufriedenheit oder seiner Angst beigetragen?
  • Alles, was durch die Fragen zur Sprache kommt, war schon vorher da. Die Bedürfnisse. Die Unzufriedenheiten. Die Wahrheit. Anders ist danach nur, dass wir um sie wissen und etwas tun können, dass wir nicht mehr die Opfer der Unwissenheit sind, nicht mehr im Nebel aus Ödnis oder Angst stochern. Je ehrlicher wir die Fragen beantworten, desto mehr können wir gewinnen. Und sei es schlimmstenfalls die Einsicht, dass wir die Beziehung beenden sollten, falls es nichts zu retten gibt.

„Wie man Sorgen, Stress und Selbstzweifel loslässt“

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Die 20 Fragen. Traust Du Dich?

Hier sind sie also:

  1. Wann fühlst Du Dich von mir geliebt?
  2. Wann fühlst Du Dich von mir nicht geliebt?
  3. Was genießt Du an unserer Beziehung am meisten?
  4. Mache ich Dir genug Komplimente?
  5. Berühre ich Dich genug?
  6. Was an mir hat Dich am Anfang am meisten angezogen? Hat sich daran etwas geändert?
  7. Wie lange, dachtest Du am Anfang, würdest wir zusammen bleiben? Wie lange, glaubst Du jetzt, werden wir noch zusammen sein?
  8. Was glaubst Du, hat mich an Dir angezogen?
  9. Was macht Dir beim Sex am meisten Spaß? Was am wenigsten? Hast Du eine Fantasie, über die Du bisher nie mit mir gesprochen hast?
  10. Wie fühlst Du Dich, wenn wir nicht zusammen sind?
  11. Glaubst Du, wir verbringen zu viel oder zu wenig Zeit miteinander?
  12. Gibt es in unserer Beziehung etwas, das Dir besonders viel Angst macht?
  13. Was war für Dich das schmerzhafteste, das ich je getan oder gesagt habe?
  14. Glaubst Du, ich war oder bin in einer Sache nicht 100%ig ehrlich zu Dir?
  15. Hast Du jemals darüber nachgedacht, mich zu betrügen? Gibt es etwas, das Du vor mir verheimlicht hast?
  16. Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du mich mit einem attraktiven Mann / einer attraktiven Frau sprechen siehst?
  17. Was magst Du am meisten an meinem Körper? Was an meinem Wesen? Was, glaubst Du, unterscheidet mich von anderen Menschen? Welches Verhalten von mir irritiert Dich am meisten?
  18. Findest Du unsere Beziehung heute weniger aufregend als zum Beginn? Wenn ja, was können wir gemeinsam machen, um neue Spannung hineinzubringen?
  19. Wobei und wie kann ich Dich noch besser unterstützen?
  20. Bist Du Dir meiner Liebe sicher? Kann ich etwas tun, damit Du Dir noch sicherer wirst?

Traut euch, Partner, traut euch!

Fliegt, Schmetterlinge, fliegt!

 

Siehe auch: Die 36 Fragen, die zum Verlieben führen.

 

Inspiriert von: ElephantJournal, Photo: Giuseppe Milo