|18. März 2013 11:53

Wahre Liebe ist nie heimlich – eine kurze Geschichte

Eine kurze Geschichte, gefunden auf kusunoki.de:

Zwanzig Mönche und eine Nonne, die Eshun hieß, übten die Meditation bei einem bestimmten Zen-Meister.

Eshun war sehr hübsch, obwohl ihr Kopf geschoren und ihr Gewand einfach war.

Mehrere Mönche verliebten sich heimlich in sie.

Einer von ihnen schrieb ihr einen Liebesbrief und bat um ein Stelldichein.

Eshun antwortete nicht.

Am folgenden Tag gab der Meister der Gruppe eine Unterweisung, und nachdem diese vorüber war, erhob sich Eshun.

Sie wandte sich an den Absender des Briefes und sagte: “Wenn du mich wirklich so sehr liebst, so komm und umarme mich jetzt.”

Stehst Du für Deine Liebe auf?

Für die Menschen, die Du liebst und für Deine Träume, Deine Leidenschaften, für das, was Du zu tun liebst?

 

P.S.: Hier findest Du 15 Gedanken zur Liebe und Selbstliebe.

 

Photo: Alberto Perdomo

29 Kommentare

  • Es ist nicht immer einfach, auf- oder einzustehen für die Liebe oder für Dinge, die man liebt. Einfacher ist die Erkenntnis / Einsicht, dass es möglich ist. Ein Schritt in die richtige Richtung.

    • Hi Frau Bluehmel,

      danke für Deinen Kommentar!

      Ich glaube, es ist das erste Mal, das ich von Dir lese – also herzlich willkommen hier auf myMONK!

      Ja absolut, die Erkenntnis selbst ist auch schon ein guter Schritt (wenn ihr später Taten folgen).

      LG

      Tim

  • Wenn nicht für die Liebe, für was dann?

    Ich mag das Foto! Toll ausgewählt!

  • Das schwierigste dabei ist sich selbst zu umarmen. Das braucht wohl am meisten Übung, zumindest geht es mir so. Mir fällt es schwer, in der schwierigen Situation in der ich bin, mir selbst zu verzeihen und mich immer wieder anzunehmen. Ich weiß aber das ich nur wenn ich das kann, auch andere mit dem Herzen umarmen kann. Ich übe und versuche mich gleichzeitig in Gelassenheit allen Mißständen gegenüber die mich permanent anheim suchen. Lg

    • Hi Dagmar, ja, für sich selbst aufzustehen kann – je nachdem, wie man aufgewachsen ist etc. – auch eine verdammt schwierige Übung sein. Ich wünsche Dir das Beste auf Deinem Weg, und ganz viele Umarmungen Dir selbst gegenüber … und zusätzlich schick ich Dir noch ein paar virtuelle von mir ‘rüber. Liebe Grüße, Tim

  • Übrigens finde ich das Foto auch total schön :-)

  • Hallo Tim,

    es ist das erste mal, dass ich hier schreibe.
    Die Geschichte ist wunderbar und vollkommen – Das tatsächliche Leben sieht leider anders aus.
    Wenn Du heutzutage so agierst als Mann musst Du Dir schon überlegen ob es sich dabei nicht um sexuelle Belästigung handelt. Wenn Du heute einer Frau schöne Augen machst wirst Du getreten.
    Sogar die Frau die mich seit 25 Jahren kennt und sich nichts sehnlicher wünschte als mich in ihrem Leben zu wissen hat mich mit Füssen getreten.
    Ich bin ein Mensch der daran glaubt, dass die Liebe die Stärkste und Mächtigste Kraft im Universum ist und immer gewinnt. Auch wenn ich das nicht mehr sehen kann. Ich glaube daran!
    Die Ent-täuschungen die ich erlebe machen es aber nicht leichter jeden Tag aufs neue die Kraft dazu zu finden daran zu glauben.
    Die Menschen verlieren – sie verlieren das Leben und die Liebe und stürzen sich in Materialismus um zu kompensieren. Das ist falsch und führt sicher nicht zur Erfüllung …

    Im Moment bin ich leidend – finde keine Menschen die mich verstehen und keine Menschen die zu mir stehen … ich weiss aber, dass ich Richtig bin …

    Ich wünschte mir das solche Geschichten tatsächlich WAHR wären … ich wünschte Menschen können Liebe akzeptieren – Leider ist das ein Gefühl das langsam aber sicher von dieser Welt verschwindet weil es erstickt wird von Menschen.

    LG
    Robert

    • Hallo Robert, ich weiß genau, worüber Du sprichst. Es ist in der Tat so, dass viele Frauen keinen direkten Bezug mehr zu sich und der Fähigkeit, lieben zu können, haben. Das, was eine Frau verkörpert, ist sie oft nicht mehr bereit zu leben. Zu viele Ansprüche, wirre Ideen über richtig und falsch sowie die Neigung zur Selbstüberforderung hindern sie daran. Job, Alltag, hübsch sein, Mode, Werbung, Handy, Geld… Das Alles betäubt den Sinn nach wahrer Liebe. Männer verzweifeln daran, können nichts tun als sich den verirrten Sinn anschauen, vergeben, leiden, noch einmal vergeben… Und dann – dann kommt der Klavierlehrer. Und Du stehst wieder allein da, und fragst Dich, wie so etwas überhaupt sein kann. Dann ziehst Du Dich auf Dich selbst zurück und vielleicht klappt das irgendwann auch mit der Selbstliebe. Die wird dann irgendwann so groß, dass ein anderer nur noch stört. Liebe ist auch “sein lassen können” und verbunden mit der Wahrnehmung, dass das der Andere auch tut. Sonst leidet einer immer… Die Geschichte ist ein schönes Märchen, das Hoffnunf macht. Mit 15 war das mein Traum. Heute denke ich, dass das einer bleiben wird. Du bist sicher richtig. Mach das aber nie abhängig von anderen Menschen, auch und gerade, wenn “Liebe” im Spiel ist.

    • Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Erlebe genau das selbe seit bestimmt zehn Jahren… Und ganz aktuell wieder sehr stark. Sie liebte mich angeblich über Jahre und seit mehr als einem Jahr habe ich mich getraut den in der Geschichte erwähnten Schritt zu gehen… Aber nun ist schaff ich es nicht mehr,ndas selbe Gefühl in ihr hervorzurufen… Und nur weil ich es vorher nicht erkannt habe, dass sie so fühlt…

      Statt dessen amüsiert sie sich mit anderen und sucht krampfhaft nach irgendeinen Mann, dabei steht der, dem sie so viel bedeutet direkt “vor ihr”…

  • Hi Robert,

    herzlich willkommen auf myMONK!

    Tut mir leid zu lesen, dass Du so heftig enttäuscht wurdest und damit so zu kämpfen hast. Vielleicht ist Dein Thema jetzt die Selbstliebe. Die kann Dir niemand ersticken. Und von da aus kannst Du sie ja wieder ausdehnen und anderen die Chance geben, sich mit Dir zusammen zu tun?

    Liebe Grüße

    Tim

    • Hallo Robert und Marc ;),
      ich glaube nicht, dass es eine Geschlechterfrage ist, ich glaube vielmehr, dass unser Gegenüber uns immer solange als “Mogelpackung” entlarven und uns verlassen wird ( ob innerhalb einer Beziehung oder durch Beenden einer Beziehung ), bis wir wirklich alles losgelassen haben, was uns daran hindert, uns selbst vollkommen anzunehmen/ zu lieben. Wie sollen sie uns denn glauben, dass wir sie lieben, wenn wir uns selbst nicht wirklich lieben?! Solange beruhen sogenannte Liebesbeziehungen immer auf dem Wunsch des Mangelausgleichs ( worauf uns unsere Gesellschaft und unsere Erziehung ja konditioniert haben, also absolut nachvollziehbar ) und viele haben dauerhaft solcherlei Beziehungen. Der große Schmerz, den ihr gerade empfindet, ist der blinkende Neonpfeil, der dazu einlädt, aus diesem Quatsch auszusteigen. Alles Liebe und viel Vertrauen <3

  • Die Geschichte ist schön und dein letztes Kommentar auch Tim. Lg Andrea :-)

  • Wunderschön! Ich bin aufgestanden und habe Ja! gesagt, aber es ist verhallt im Wald der Angst, es kam kein Echo.

    Egal…ich hab´s getan.

  • Das ist gar nicht so einfach, wenn der Mensch, den man liebt, einzelgängerisch ist und fast schon beziehungsunfähig wirkt. Das letzte Mal, als ich andeutungsweise meine Zuneigung ausgesprochen habe, hat er sich monatelang zurückgezogen. Jetzt geht es wieder und wir verstehen uns sehr gut, er reagiert sogar ab und an unterschwellig eifersüchtig, aber wehe mir, ich komme ihm mit Gefühlen … Tjah. Ich habe immer noch keine Antwort auf die Frage, ob ich ihm meine Liebe in aller Deutlichkeit gestehen und einen Bruch riskieren oder loslassen soll – aber momentan bin ich sowieso nich mit der Selbstakzeptanz beschäftigt. ;-)

    Schöner Blog übrigens!

    • Dankeschön Jerin! Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, der Dir gut tut – ob mit oder ohne Liebesbekundung!

  • Hallo ihr Lieben!

    Ich finde die kleine Geschichte ganz ganz toll und kann nur jeden ermutigen auch aufzustehen, ganz besonders den Menschen Liebe zu geben, die so sehr in ihrer Angst fest stecken. Ob es eine Umarmung, eine nette Postkarte, ein leckeres Essen oder ein gemeinsamer Spaziergang ist.
    Liebe wird größer, wenn man sie teilt <3

    Viele Grüße

  • Ich bin aufgestanden – hab zwei Jahre lang einen Mann, der mir unwiderstehlich ist, nicht aus Kopf und Herz bekommen. Das erste mal im Leben war ich auf einen (sehr attraktiven) Mann derart offen zugegangen, mit einem lieben Brief, viel Mut und etwas Hoffnung… Long story short: obwohl er mich mag, ich ihm optisch gefalle, gar sein Typ bin trotz meiner Körperfülle (oder gerade deswegen?), gab es unzählige Blockaden, Kommunikationshindernisse (auch sprachlich, er ist Rumäne ohne Deutschkenntnisse), eingebildete oder reale Kontaktverbotsregeln mit Kunden (wie mir) in seinem Job, tiefsitzende Ängste (beidseitige Unsicherheiten), zeitlich ungünstige Umstände (DPD-Boten haben viel zu tun und Zeitvorgaben pro Tür ;)) usw. und auch Konkurrenz, die es mir nicht leichter machte – so blieb mein Bemühen letztlich umsonst, einen guten Kontakt, Freundschaft oder gar mehr aufzubauen… Und ja, ich kann nach zwei Jahren Flirten mit Vergeblichkeit sagen: aufstehen und bekennen hilft nicht immer, besonders wenn der Gegenüber Angst vor Emotionalem hat, vor Fehlern, vor eigenem Versagen und letztendlich Schmerz. Der eine (er) geht ihm lieber aus dem Weg und der andere (ich) durchlebt ihn daher.
    Ich glaube nicht, dass ich noch einmal derart – und immer wieder – auf einen Mann, den ich toll finde, zugehen werde. Meine Liebe habe ich ihm zuletzt auch noch gestanden, auch wenn er bereits wusste, dass ich ihn sehr mag und Kontakt wünschte, natürlich. Das hat ihn erst recht bekräftigt darin, ‘Vernunft’ walten zu lassen, denn Emotionen, Liebe und er – das könne ja nicht gut gehen (nach einer früheren, grossen Enttäuschung mit bösem Beziehungsende). Aber ein Versuch gab es auch nicht…ebensowenig, wie ein echtes, gutes Gespräch (bzw. Mailaustausch auf Englisch) und Klärung von Vorstellungen und (eingebildeten) Erwartungen… :( Das fehlt mir am meisten, die Chance, eine klare Abmachung, ein flexibler Umgang mit Wünschen, Bedürfnissen und ein Versuch, die gemeinsame Schnittmenge zu finden. Ein echtes Date. Interesse war da, Erotik war beidseitig, Sympathie und mehr war gegeben. Aber es half nicht, ich machte irgendwie immer noch was falsch. Manchmal werden Menschen angezogen durch subtile, unterbewusste Abläufe – nicht durch offensichtliche Darstellung von Warmherzigkeit und liebevoller Art und Grosszügigkeit. Manchmal braucht es was anderes als Offenheit und Authentizität oder Geständnisse…
    Nein, auch echte Gefühle müssen manchmal verschlungene Wege gehen, um erhört zu werden und genug Reiz auszumachen, dass ihnen nachgegeben wird…

    Ich (Ü40) werde jedenfalls nie wieder dieses Risiko eingehen und als erste auf einen Mann derart zugehen, so wie auf ihn. Das passiert mir nicht nochmal. :/

    (Aber coole Nonne. ;))

    • Hallo Norma. Das wundert mich jetzt nicht besonders, was du erlebt hast. Ich finde, es hat von Anbeginn an Freiheit gefehlt und an Bereitschaft, die Entwicklung offen zu lassen. Das wäre die Chance gewesen, sich (immer wieder) aus der Tiefe heraus dafür zu entscheiden. Hast du den Mann denn überhaupt ermutigt (z.B. mit den Augen) und ihm die Wahl und die Zeit gelassen, das Gefühl auf seiner Seite wachsen zu lassen, um dir dann ebenfalls Signale zu senden? Und wenn du das hast und es kam kein Signal, dann hast du das ja wohl nicht akzeptiert, sondern wolltest dich mit einem Kraftakt “anbieten”.

      Ich finde, dass der Mönch sich in einem Brief offenbart hat, ist schon recht mutig. Er hätte etwas weitere Ermutigung verdient, wenn der Nonne etwas an ihm gelegen war, ohne ihn gleich zu entblößen. Die Geschichte macht für mich nur Sinn, wenn die Nonne nur zu einem sehr mutigen und maskulin veranlagten Mann gut passt, von dem sie dann auch angezogen wird. Und der Brief allein ohne sonstige Annäherung war ihr zu wenig maskulin. So war dies dann die Chance, sich als solcher Mann zu zeigen (wenn er es trotz allem war). Sie hat ihn herausgefordert und er hat nicht bestanden. Vermutlich war er dann auch nicht der Mann, von dem sie stark angezogen werden konnte.

  • Nichts lieber als das…wenn das große “Aber” nur nicht wäre….:/

  • Da gehört sehr viel Mut zu, der sich aber lohnt..ganz egal wie es auch ausgeht!

  • Wenn man im Leben ein paar Mal schwer enttäuchst wurde, fällt es immer schwerer. Egal, ob es ums Aufstehen geht oder um die Aufforderung zum Aufstehen. Hab bei Beiden Versionen im Leben ein paar satte Schläge auf den Kopf bekommen…

  • Ja, ich würde immer wieder aufstehen!!!
    Denn das bin ich und ich stehe zu mir! Dass ich aufstehe, heißt nicht, dass alles gut wird; dass der andere auch den Mut hat, zu lieben; dass man dadurch bekommt, was man sich wünscht… Aber nur dadurch, dass man aufsteht, ist man echt, und wird, wer oder was man wirklich ist: Liebe!
    Und das Leben ist ein Echo: Irgendwas kommt zurück, vielleicht nicht hier und jetzt, aber spätestens in mir hallt es weiter…

    Danke für deine wundervolle Inspirationen, Tim!! Deine Anregungen sind immer wieder Labsal für meinen Seele und Futter für meinen Geist ;-)

  • Vielen Dank für den heutigen Beitrag und das tolle Bild. Ich würde auch aufstehen, er aber nicht , somit hat der heutige Beitrag noch mehr dazu beigetragen, meiner Intuition und meinem Herzen zu folgen indem ich loslasse. ICH bin Liebe und möchte Liebe leben <3 aber nicht versteckt….

  • Wunderschöne Geschichte und tolles Foto!
    Ich glaube, dass manchmal auch die Angst vor einer (weiteren) Enttäuschung der Grund ist, warum man nicht aufsteht.

  • Eine wahrhaft schöne Geschichte

Hinterlasse einen Kommentar


x
Dieses kostenlose E-Book zeigt Dir, wie Du loslassen, Dich von Stress befreien und Deine wahren Träume finden und verwirklichen kannst.
Das Beste aus 70 meiner Interviews mit Meistern, Mönchen und Coaches.

Plus 1-2x monatlich exklusive Tipps per Mail für innere Ruhe und verwirklichte Träume im myMONK-Newsletter.

20.000 Newsletter-Empfänger können sich nicht irren! :)


  

Kostenlos. Keine Weitergabe an Dritte. Jederzeit abbestellbar.